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Chaos auf der Feuerwache
Chaos auf der Feuerwache
© Paramount Pictures Germany

Kritik: Chaos auf der Feuerwache (2019)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Mit familienfreundlichen, harmlosen Komödien kennt sich Filmemacher Andy Fickman bestens aus. Mit Produktionen wie "Daddy ohne Plan" oder "Der Kaufhaus-Cop 2" bewies er sein Talent für zwar anspruchslose, dafür aber ziemlich kurzweilige Slapstick-Unterhaltung. Auf ordentlich Slapstick und Situationskomik setzt er nun auch in seinem neuesten Film.

Die Gags in "Chaos auf der Feuerwache" sind dabei aber zumeist derart abstrus und albern geraten, dass sie sich ausschließlich an ein sehr junges Publikum richten, die keinerlei Erwartungen an den Film haben und sich nicht an altbewährten, abgenutzten (Familien-) Komödien-Versatzstücken sowie stereotypischen Protagonisten stören. Und so könnten die sieben- bis zwölfjährigen Kinobesucher durchaus ihren Spaß an Windeln wechselnden Muskelprotzen oder den kindlichen Hauptfiguren haben, die das Feuerwehr-Equipment zweckentfremden und die Wache mit ihrem Schabernack gehörig auf den Kopf stellen. Fäkal- bzw. Toiletten-Humor inklusive.

Für alle anderen erweist sich "Chaos auf der Feuerwache" als blutleerer, unausgereifterer und viel zu vorhersehbarer Film, dessen blasse, formelhafte Figuren noch nicht einmal das größte Problem darstellen. Schwerer wiegt nämlich die Tatsache, dass die meisten Darsteller ihre Rollen arg gelangweilt und steif herunterspielen (bestes Beispiel: Hauptdarsteller Cena) und insgesamt ziemlich leidenschaftslos agieren. Das trifft überraschenderweise leider auch auf solch fähige Schauspielerinnen wie Judy Greer zu, die sich in einer unbedeutenden Nebenrolle als farblose Wissenschaftlerin verheizen lässt.

Fazit: "Kindergarten-Cop" lässt grüßen: Mit körperbetonter Situationskomik und reichlich Slapstick angereicherter, auf ein junges Publikum zugeschnittener Klamauk, in dem sich ein Muskelpaket mit schlitzohrigen Kids berumschlagen muss. Leider viel zu albern und schablonenhaft geraten.




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