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Midway - Nick Jonas
Midway - Nick Jonas
© Lionsgate

Kinocharts USA (8. - 10.11.): Roland Emmerich schießt sich zur Spitze

"Doctor Sleep" schlafmützig

Vier Neustarter, die allesamt nicht überzeugen können, sind am Wochenende mitverantwortlich für das mit 105 Millionen Dollar Umsatz der Top Twelve-Filme nur mäßiges Ergebnis gewesen. Am Vorjahreswochenende waren die Kinos deutlich voller - mit "The Grinch" und dessen 67 Millionen Dollar an der Spitze waren damals über 150 Millionen Dollar zusammen gekommen. Wenigstens schrieb die aktuelle Kinowoche mit einem unerwarteten Spitzenreiter ein überraschendes Kapitel, und das Treppchen wurde komplett ausgetauscht.

Gold
Goldmedaillie für Roland Emmerich! Der deutsche Regisseur, der mit "Midway" in die US-Geschichte abtaucht, erreicht mit seinem Abenteuerfilm 17 Millionen Dollar und ist damit als Einäugiger unter den Blinden die neue Nummer eins in Nordamerika. Die 100 Millionen Dollar teure Lionsgate-Produktion, der Analysten teilweise nur Rang vier beim Einstand zutrauten, läuft in 3242 Lichtspielhäusern.

Silber
Nur enttäuschender Zweiter ist "Doctor Sleep". Der Horrorfilm, den Warner Brothers Pictures prominent als Fortsetzung zu "The Shining" vermarkten, war als klare Nummer eins erwartet worden, kommt zum Start nun aber auf lediglich 14 Millionen Dollar. 3855 Spielorte haben das 50 Millionen Dollar teure Ewan McGregor-Werk im Programm.

Bronze
Besser als gedacht, aber dabei noch lange nicht gut, startet "Playing with Fire" ("Chaos auf der Feuerwache"). Die Komödie mit John Cena lief in 3125 Filmtheatern an und erreichte 12 Millionen Dollar. Gekostet hat die Paramount Pictures-Produktion 30 Millionen Dollar.

Die Neuen
Auf dem vierten Rang platziert sich direkt der vierte Neustarter. "Last Christmas" reichen dazu 11 Millionen Dollar. Die Komödie mit Emilia Clarke, zu der Nebendarstellerin Emma Thompson das Drehbuch beigesteuert hat, steht auf 3448 Spielplänen und hat Universal Pictures 30 Millionen Dollar gekostet.

Auf den Plätzen
Fünfter ist der abgestürzte Tabellenführer "Terminator: Dark Fate", der mit 4086 Spielstätten zumindest noch der meistgespielte Streifen Kanadas und der USA ist (2. Woche / bisher insgesamt 48 Millionen Dollar); Sechster ist "Joker" (6. Woche / 313 Mio.); Siebter ist "Maleficent: Mistress of Evil" (4. Woche / 97 Mio.); Achter ist das Cynthia Erivo-Drama "Harriet" (2. Woche / 23 Mio.); Neunter ist "Zombieland: Double Tap" (4. Woche / 66 Mio.) und Zehnter schließlich "The Addams Family" (5. Woche / 91 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
"Countdown" floppt, aber STX Entertainment können es bei den geringen Produktionskosten von bloß 6,5 Millionen Dollar eher verschmerzen. Der Horrorfilm mit Elizabeth Lail muss schon am dritten Wochenende mit nur 22 Millionen Dollar weichen.

Nicht viel besser ergeht es "Black and Blue". Der Kriminalfilm mit Naomi Harris kostete Screen Gems 12 Millionen Dollar und bringt es in ebenfalls drei Wochen auf 19 Millionen Dollar.

Eine Ein-Wochen-Charts-Fliege ist "Motherless Brooklyn", der am zweiten Wochenende mit nur 7 Millionen Dollar aus den Top Ten fliegt. Der Kriminalfilm von und mit Edward Norton hat Warner Brothers Pictures 26 Millionen Dollar gekostet.

Das alles ist nichts im Vergleich zu einem der größten Reinfälle des Jahres: Der Animationsstreifen "Arctic Dogs" mit der Stimme von Jeremy Renner hat Entertainment Studios 50 Millionen Dollar gekostet und ist am zweiten Wochenende mit 5 Millionen Dollar Umsatz schon wieder Box Office-Geschichte.

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