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Der Pfad (2020)

Historiendrama: Ein Junge und ein Mädchen müssen sich in der Zeit des Nationalsozialismus zu Fuß auf die Flucht begeben.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
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Deutschland Ende der 1930er Jahre: Der 12-jährige Rolf Kirsch (Julius Weckauf) muss zusammen mit seinem Vater Ludwig (Volker Bruch) und seiner Mutter Katja (Anna María Mühe) das Land verlassen, da Ludwig als regimekritischer Journalist verfolgt wird. Die Familie flieht zunächst nach Paris; ihr Ziel ist die USA.

Bald muss Rolf jedoch ohne seine Eltern an seiner Seite den Weg dorthin finden. Begleitet wird er von der etwa gleichaltrigen Núria (Nonna Cardoner), mit der er es zu Fuß nach Lissabon schaffen muss, um ein Schiff nach New York nehmen zu können.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Das historische Drama "Der Pfad" von Tobias Wiemann basiert auf dem gleichnamigen, auf wahren Begebenheiten beruhenden Roman von Rüdiger Bertram und schildert eine Flucht aus dem Deutschland der Nazizeit aus der Perspektive von Kindern. Während zunächst die Familie des jungen Protagonisten Rolf im Zentrum steht, wandelt sich das Werk, wie schon seine Vorlage, zur Coming-of-Age-Geschichte, in der sich Rolf und ein weiteres Kind (sowie ein kleiner Hund) ohne erwachsene Hilfe über die Pyrenäen nach Lissabon durchschlagen müssen. Aus dem Hirtenjungen des Romans wird im Drehbuch, das der Autor Bertram zusammen mit Jytte-Merle Böhrnsen verfasst hat, ein Mädchen.

Die Konfrontationen mit Menschen und Witterung wird von Wiemann spannungsvoll und doch niemals effekthascherisch umgesetzt, sodass der Film auch für ein jüngeres Publikum geeignet ist. Zudem geht es um die Entwicklung einer Freundschaft zwischen Rolf und Núria – zwei Figuren, die allein schon aufgrund ihrer unterschiedlichen Sozialisation Gegensätze bilden und daher eine Weile brauchen, um voneinander zu lernen. "Der Pfad" verheimlicht die Schrecken des Krieges nicht, zeigt jedoch eine grundsätzlich hoffnungsvolle Einstellung.

Neben seiner stimmigen Inszenierung, die den Film auch zu einem gelungenen Zeitstück macht, lebt das Abenteuerdrama insbesondere vom einnehmenden Spiel des Hauptdarstellers Julius Weckauf ("Der Junge muss an die frische Luft"), der von der Leinwanddebütantin Nonna Cardoner gekonnt unterstützt wird. Egal, ob jung oder alt – ein Mitfiebern mit Rolf und Núria bleibt bei dieser charismatischen Darstellung kaum aus.

Fazit: Ein sorgsam und kindgerecht gemachter Film, der die Flucht zweier Kinder feinfühlig einfängt und vom großartigen Julius Weckauf getragen wird.




FBW-BewertungJurybegründung anzeigen

FBW: besonders wertvoll?Gut oder böse? so heißt das Spiel, dass Rolf und sein Vater gerne spielen. ?Gut? und ?böse? unterteilt Menschen, die sie sehen, in gut und böse. Ein nicht ganz unwichtiges Kriterium, bedenkt man die Zeit und die Situation, in der sich die Beiden [...mehr]

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Land: Deutschland, Spanien
Jahr: 2020
Genre: Abenteuer, Historie
Länge: 99 Minuten
FSK: 6
Kinostart: 17.02.2022
Regie: Tobias Wiemann
Darsteller: Charly Hübner, Julius Weckauf
Verleih: Warner Bros.

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