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Supernova (2021)

Drama: Das langjährige Paar Sam und Tusker wird mit Tuskers zunehmender Demenzerkrankung konfrontiert.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.8 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 4 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Der Konzertpianist Sam (Colin Firth) und der Schriftsteller Tusker (Stanley Tucci) sind seit vielen Jahren ein Paar. Gemeinsam unternehmen sie eine Reise mit Hund in ihrem Wohnmobil durch den nordwestenglischen Nationalpark Lake District, unter anderem um Sams Schwester Lilly (Pippa Haywood) zu besuchen. Tusker zeigt inzwischen deutliche Anzeichen einer Demenzerkrankung. Die beiden Männer versuchen, sich damit zu arrangieren – doch Tusker trifft eine weitreichende Entscheidung.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Neben Viggo Mortensens "Falling" (mit dem Regisseur selbst und Lance Henriksen in den Hauptrollen) und Florian Zellers "The Father" (mit dem Oscar-prämierten Anthony Hopkins und Olivia Colman) ist Harry Macqueens "Supernova" der dritte hochkarätig besetzte Film zum Thema Demenz, der im Jahre 2020 Festivalpremiere feierte und 2021 in den deutschen Kinos anläuft. Und doch sind alle drei Werke äußerst sehenswert, da sie völlig unterschiedliche Herangehensweisen und andere Schwerpunkte haben. So steht im Zentrum von "Supernova" keine Eltern-Kind-, sondern eine Paarbeziehung. Und der Tonfall, den der Regisseur und Drehbuchautor wählt, ist ausgesprochen ruhig.

Die Bilder, die Macqueen mit seinem Kameramann Dick Pope ("Mr. Turner – Meister des Lichts") findet, sind sehr einnehmend – etwa die idyllischen und zugleich leicht melancholischen Landschaftsaufnahmen, wenn das langjährige Paar Sam und Tusker im Camper durch den Nationalpark Lake District fährt oder Waldspaziergänge unternimmt, sowie die Eindrücke des nächtlichen Sternenhimmels. Auch intime Momente, im Bett oder am Esstisch, werden feinfühlig eingefangen. Ohne dass wir allzu viel über die Vorgeschichte von Sam und Tusker erfahren, kommen wir den beiden nahe. Die Konfrontation mit Tuskers Demenzerkrankung wird glaubhaft vermittelt. So sind es oft kleine Irritationen, die erkennen lassen, dass sich die Krankheit verstärkt. Indem sich Sam und Tusker in einer Art Ritual immer wieder gegenseitig befragen, wie es ihnen geht, wird deren fürsorglicher Umgang miteinander spürbar.

Colin Firth und Stanley Tucci sind als Paar ganz großartig. Die Ängste und Wünsche beider Figuren werden nachvollziehbar zum Ausdruck gebracht – und die Vertrautheit zwischen den Männern, die sich auch mal liebevoll zanken, macht "Supernova" zu einem überaus mitreißenden Werk.

Fazit: Ein sensibel erzählter Film zum Thema Demenz mit hervorragender Kameraarbeit und einem tollen Hauptdarsteller-Duo.




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Land: Großbritannien
Jahr: 2021
Genre: Drama, Romantik
Länge: 95 Minuten
Kinostart: 14.10.2021
Regie: Harry Macqueen
Darsteller: Colin Firth als Sam, Stanley Tucci als Tusker, Pippa Haywood als Lilly
Verleih: Weltkino Filmverleih

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