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Minions & Monsters (2026)
Animationsfilm: Pierre Coffin versetzt seine gelben Chaosstifter in das Hollywood der 1920er-Jahre und macht daraus eine turbulente Liebeserklärung an die Frühgeschichte des Kinos.Kritiker-Film-Bewertung:User-Film-Bewertung:
Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 115 Besucher eine Bewertung abgegeben.
Die Minions haben nur ein Ziel: Sie wollen endlich einen richtig fiesen Bösewicht finden, dem sie treu dienen können. Auf ihrer Suche, die sie quer durch die Menschheits- und Mythengeschichte führt, begegnen sie einigen, doch wirklich lange hält keine Zusammenarbeit. Das liegt vor allem an James und Henry, die unabsichtlich immer wieder für Probleme sorgen und dabei so manches Unglück verursachen.
Als erneut alles schiefläuft, verschlägt es die Minions zufällig ins Hollywood der 1920er Jahre. Dort geraten sie mitten in einen Filmdreh und sorgen zunächst für jede Menge Chaos. Doch statt hinausgeworfen zu werden, werden sie überraschend zu gefeierten Stars. Sie führen plötzlich das Leben von Hollywood-Stars. Doch James, der voller Geschichten steckt, hat mehr im Sinn. Er möchte seinen eigenen Film drehen. Allerdings geraten seine Pläne schnell außer Kontrolle und führen zu einigen monströsen Ereignissen.
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Filmkritik
Minions & Monster“: Die gelben Chaoten entdecken die Geschichte des Kinos
Die Minions gehören längst zu den erfolgreichsten Figuren des modernen Animationskinos. Nach zwei Spin-offs und vier “Ich – Einfach unverbesserlich”-Filmen hätte man durchaus befürchten können, dass sich die Reihe in endlosen Variationen derselben Gags erschöpft. Überraschenderweise findet “Minions & Monster” jedoch einen neuen Ansatz: Statt die Vorgeschichte der Figuren weiter auszubauen, macht Pierre Coffin die Filmgeschichte selbst zum Thema.
Der dritte eigenständige Minions-Film verlegt die Handlung ins Hollywood der Roaring Twenties und verwandelt die berühmten Schergen übler Bösewichte in Akteure einer filmhistorischen Spielwiese. Das Ergebnis ist zwar erzählerisch nicht immer stringent, dafür aber voller Begeisterung für das Kino selbst.
Eine Liebeserklärung an Stummfilm und Studioära
Schon die Grundidee verrät, worum es Coffin diesmal wirklich geht. Die Handlung über Monster, Filmsets und außer Kontrolle geratene Produktionen dient vor allem als Rahmen, um die Frühzeit Hollywoods zu feiern. Dabei schöpft der Film aus einem erstaunlich reichen Fundus cineastischer Referenzen.
Besonders deutlich sind die Hommagen an die großen Stummfilmkomiker. Die Minions waren schon immer Figuren, die weniger über Sprache als über Körperkomik funktionierten. Nun wird diese Eigenschaft historisch verortet. Charlie Chaplin tritt selbst auf, und landet zusammen mit den Gelben ins Zahnradgetriebe wie in “Moderne Zeiten”. Auch Buster Keaton ist als Person zu erkennen, aber nicht nur das: seine legendäre Zug- und Verfolgungsszenen vor allem aus “Der General” werden in mehreren Actionpassagen verspielt variiert.
Diese Bezüge wirken nie wie bloße Pflichtübungen. Vielmehr macht der Film sichtbar, wie sehr die Minions eigentlich Kinder der Stummfilmkomik sind. Ihr Kauderwelsch ersetzt Sprache, ihre Mimik und ihr Timing tragen die Handlung. Selten wirkte das Konzept der Figuren so schlüssig wie hier.
Kinozitate im Sekundentakt
Wer sich in der Filmgeschichte auskennt, wird an Minions & Monsters seine Freude haben. Kaum ein anderer Animationsfilm der letzten Jahre häuft derart viele Referenzen an.
Der Pianist bei einer Vorführung vor den beiden Studiobossen, den Bright Bros heißt nicht nur Sam wie in “Casablanca” - er soll diesen einen bestimmten Song noch einmal spielen. Der Maschinenmensch aus Fritz Langs “Metropolis” (und nicht C3PO) ist an prominenter Stelle der Rahmenhandlung bei einer Studiotour positioniert. Es gibt Verweise an das das Produktionsdesign auf die klassischen Universal-Horrorfilme der 1930er-Jahre, inklusive Klopapier-Witz mit Mumie. Und selbst George Lucas erhält einen Cameo-Auftritt. Hollywood erscheint hier als Spielplatz der Filmgeschichte, in dem Figuren und Epochen munter miteinander kollidieren dürfen.
Aber es gibt nicht nur cineastische Anspielungen. Wir lernen auch Goomi kennen, ein niedliches Mini-Tentakelmonster irgendwo zwischen Kuscheltier und Cthulhu-Parodie, dessen Kumpel, die er gemeinsam mit Henry und James befreit, heißen Howard und Phillips – eine Verneigung vor zwei frühen Meistern der phantastischen Literatur. Der Film versteckt solche Anspielungen nicht, drängt sie aber auch nie unangenehm in den Vordergrund.
Weniger Geschichte als Attraktion
So unterhaltsam die vielen Verweise sind, sie können eines jedoch nicht verstecken. Die eigentliche Handlung bleibt überraschend dünn. Über weite Strecken wirkt “Minions & Monster” eher wie eine Aneinanderreihung liebevoll gestalteter Episoden als wie eine konsequent entwickelte Geschichte.
Der Film braucht lange, um seinen zentralen Konflikt zu etablieren. Verschiedene Handlungsstränge laufen nebeneinander her und werden eher funktional miteinander verbunden. Ein emotionales Zentrum, wie es die besten Filme des “Ich – Einfach unverbesserlich”-Kosmos besitzen, sucht man vergeblich. Der Film ist weniger eine klassische Erzählung denn eine Feier des Kinos selbst. Wer bereit ist, sich auf diesen episodischen Charakter einzulassen, wird reich belohnt.
Fazit: “Minions & Monster” ist nicht der erzählerisch stärkste Film des Franchise, aber vermutlich sein filmbegeistertster. Pierre Coffin nutzt die Abenteuer seiner gelben Chaosstifter für eine liebevolle Hommage an Stummfilm, frühes Hollywood und die Geschichte des Horrorkinos. Die zahlreichen Anspielungen machen den Film zu einer kleinen Schatzsuche für Cineasten, ohne das junge Publikum auszuschließen. Die Handlung bleibt zwar episodisch und erreicht nie die emotionale Kraft der besten “Ich – Einfach unverbesserlich”-Filme. Doch die Fülle an visuellen Ideen, die aufwendige Gestaltung und die spürbare Leidenschaft für das Medium Kino sorgen dafür, dass “Minions & Monster” eine charmante, manchmal überraschend kluge Liebeserklärung an die Magie der Traumfabrik ist.
Die Minions gehören längst zu den erfolgreichsten Figuren des modernen Animationskinos. Nach zwei Spin-offs und vier “Ich – Einfach unverbesserlich”-Filmen hätte man durchaus befürchten können, dass sich die Reihe in endlosen Variationen derselben Gags erschöpft. Überraschenderweise findet “Minions & Monster” jedoch einen neuen Ansatz: Statt die Vorgeschichte der Figuren weiter auszubauen, macht Pierre Coffin die Filmgeschichte selbst zum Thema.
Der dritte eigenständige Minions-Film verlegt die Handlung ins Hollywood der Roaring Twenties und verwandelt die berühmten Schergen übler Bösewichte in Akteure einer filmhistorischen Spielwiese. Das Ergebnis ist zwar erzählerisch nicht immer stringent, dafür aber voller Begeisterung für das Kino selbst.
Eine Liebeserklärung an Stummfilm und Studioära
Schon die Grundidee verrät, worum es Coffin diesmal wirklich geht. Die Handlung über Monster, Filmsets und außer Kontrolle geratene Produktionen dient vor allem als Rahmen, um die Frühzeit Hollywoods zu feiern. Dabei schöpft der Film aus einem erstaunlich reichen Fundus cineastischer Referenzen.
Besonders deutlich sind die Hommagen an die großen Stummfilmkomiker. Die Minions waren schon immer Figuren, die weniger über Sprache als über Körperkomik funktionierten. Nun wird diese Eigenschaft historisch verortet. Charlie Chaplin tritt selbst auf, und landet zusammen mit den Gelben ins Zahnradgetriebe wie in “Moderne Zeiten”. Auch Buster Keaton ist als Person zu erkennen, aber nicht nur das: seine legendäre Zug- und Verfolgungsszenen vor allem aus “Der General” werden in mehreren Actionpassagen verspielt variiert.
Diese Bezüge wirken nie wie bloße Pflichtübungen. Vielmehr macht der Film sichtbar, wie sehr die Minions eigentlich Kinder der Stummfilmkomik sind. Ihr Kauderwelsch ersetzt Sprache, ihre Mimik und ihr Timing tragen die Handlung. Selten wirkte das Konzept der Figuren so schlüssig wie hier.
Kinozitate im Sekundentakt
Wer sich in der Filmgeschichte auskennt, wird an Minions & Monsters seine Freude haben. Kaum ein anderer Animationsfilm der letzten Jahre häuft derart viele Referenzen an.
Der Pianist bei einer Vorführung vor den beiden Studiobossen, den Bright Bros heißt nicht nur Sam wie in “Casablanca” - er soll diesen einen bestimmten Song noch einmal spielen. Der Maschinenmensch aus Fritz Langs “Metropolis” (und nicht C3PO) ist an prominenter Stelle der Rahmenhandlung bei einer Studiotour positioniert. Es gibt Verweise an das das Produktionsdesign auf die klassischen Universal-Horrorfilme der 1930er-Jahre, inklusive Klopapier-Witz mit Mumie. Und selbst George Lucas erhält einen Cameo-Auftritt. Hollywood erscheint hier als Spielplatz der Filmgeschichte, in dem Figuren und Epochen munter miteinander kollidieren dürfen.
Aber es gibt nicht nur cineastische Anspielungen. Wir lernen auch Goomi kennen, ein niedliches Mini-Tentakelmonster irgendwo zwischen Kuscheltier und Cthulhu-Parodie, dessen Kumpel, die er gemeinsam mit Henry und James befreit, heißen Howard und Phillips – eine Verneigung vor zwei frühen Meistern der phantastischen Literatur. Der Film versteckt solche Anspielungen nicht, drängt sie aber auch nie unangenehm in den Vordergrund.
Weniger Geschichte als Attraktion
So unterhaltsam die vielen Verweise sind, sie können eines jedoch nicht verstecken. Die eigentliche Handlung bleibt überraschend dünn. Über weite Strecken wirkt “Minions & Monster” eher wie eine Aneinanderreihung liebevoll gestalteter Episoden als wie eine konsequent entwickelte Geschichte.
Der Film braucht lange, um seinen zentralen Konflikt zu etablieren. Verschiedene Handlungsstränge laufen nebeneinander her und werden eher funktional miteinander verbunden. Ein emotionales Zentrum, wie es die besten Filme des “Ich – Einfach unverbesserlich”-Kosmos besitzen, sucht man vergeblich. Der Film ist weniger eine klassische Erzählung denn eine Feier des Kinos selbst. Wer bereit ist, sich auf diesen episodischen Charakter einzulassen, wird reich belohnt.
Fazit: “Minions & Monster” ist nicht der erzählerisch stärkste Film des Franchise, aber vermutlich sein filmbegeistertster. Pierre Coffin nutzt die Abenteuer seiner gelben Chaosstifter für eine liebevolle Hommage an Stummfilm, frühes Hollywood und die Geschichte des Horrorkinos. Die zahlreichen Anspielungen machen den Film zu einer kleinen Schatzsuche für Cineasten, ohne das junge Publikum auszuschließen. Die Handlung bleibt zwar episodisch und erreicht nie die emotionale Kraft der besten “Ich – Einfach unverbesserlich”-Filme. Doch die Fülle an visuellen Ideen, die aufwendige Gestaltung und die spürbare Leidenschaft für das Medium Kino sorgen dafür, dass “Minions & Monster” eine charmante, manchmal überraschend kluge Liebeserklärung an die Magie der Traumfabrik ist.
Markus Solty
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Besetzung & Crew von "Minions & Monsters"
Land: USAJahr: 2026
Genre: Komödie, Abenteuer, Animation
Kinostart: 02.07.2026
Darsteller: Zoey Deutch, Bobby Moynihan, Allison Janney, Jeff Bridges, Christoph Waltz
Verleih: Universal Pictures International
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