oder

Nachts im Museum 2 (2008)

Night At The Museum 2: Escape From The Smithsonian

"Nachts im Museum"-Sequel: Die Ausstellungsstücke aus Larrys Naturkundemuseum werden nach Washington verschickt, in die Archive des Smithsonian - dem größten Museumskomplex der Welt, mit 18 Museen und Gallerien, sowie dem amerikanischen Nationalzoo. Dummerweise wurde auch die Tafel von Ahkmenrah, die die Exponate nachts zum Leben erweckt, mit nach Washington geschickt. Und so herrscht nun nachts im gesamten Smithsonian das ChaosUser-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.8 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 15 Besucher eine Bewertung abgegeben.


In der Nacht, in der die Exponate des Naturhistorischen Museums lebendig wurden, hat Nachtwächter Larry Daley (Ben Stiller) gerade erst in einer grandiosen Schlacht das ehrwürdige Museum vor dem Chaos bewahrt und gerettet, da muss er sich von dem neuen Job schon wieder verabschieden.
Alle Exponate müssen der neusten Technik, nämlich virtuellen Hologrammen, weichen und werden zur Archivierung ins Smithsonian National Archiv in Washington DC verschickt. Doch nicht einmal 24 Stunden später bekommt Larry einen Anruf von einem seiner ehemaligen Museumsstücke: Cowboy Jedadiah (Owen Wilson) berichtet ihm, dass aus Versehen auch die Tafel von Ahkmenrah, die die Exponate nachts zum Leben erweckt, mit nach Washington geschickt wurde und damit nun das komplette Smithsonian in der Nacht Kopf steht. Larry reist eilig nach Washington DC, um sich dem Chaos zu stellen und seinen Freunden zu helfen.

Eine neue Nacht bricht herein… und neben Altbekannten wie Präsident Teddy Roosevelt (Robin Williams) trifft Larry dabei auf weitere interessante Persönlichkeiten der Geschichte: Den französischen Kaiser Napoleon Bonaparte (Alain Chabat), Albert Einstein (Eugene Levy), den Gangster Al Capone (Jon Bernthal) und den russischen Zaren Ivan der Schreckliche (Christopher Guest). Tatkräftige Unterstützung bei diesem Kampf um die Rettung des bedeutendsten Museums der Vereinigten Staaten bekommt er von der attraktiven Flieger-Pionierin Amelia Earhart (Amy Adams), die, ebenfalls zum Leben erwacht, mit ihm versucht, den Tumult in Zaum zu halten…

Bildergalerie zum Film

Ben Stiller in 'Nachts im Museum 2'Ricky Gervais in 'Nachts im Museum 2'Ben Stiller und Jonah Hill in 'Nachts im Museum 2'Christopher Guest und Hank Azaria in 'Nachts im Museum 2'Ben Stiller und Bill Hader in 'Nachts im Museum 2'Amy Adams in 'Nachts im Museum 2'


Filmkritik

Drei Jahre ist es her, dass Ben Stiller alias Larry Daley als sympathischer Loser, geschieden und auf Jobsuche, seine Sterne neu ordnen wollte und prompt einen heimtückischen Job als Nachtwächter im New Yorker "Museum of Natural History" ergatterte. Die Heimtücke lag im okkulten Reigen, der jede Nacht im Museum vonstatten ging: Die goldene Tafel des Pharaos Ahkmenrahs (eine Art große Telefonwahlscheibe mit Hieroglyphen anstelle von Zahlen) bewirkte, dass jede Nacht alle Exponate zum Leben erwachten. Vom früheren amerikanischen Präsidenten Teddy Roosevelt (Robin Williams), über Neandertaler bis hin zu T-Rex-Skeletten in Originalgröße, alles wurde auf magische Weise lebendig und der gute Larry hatte alle Hände voll zu tun, die Menagerie zur Raison zu bringen.
Inzwischen hat er es weit gebracht: zum Self-Made-Businessman, der die Eigenkreation einer innovativen Taschenlampe auf TV-Einkaufkanälen vertreibt und sogar Besuch von Prominenz in Form des zweifachen Box-Schwergewichtsweltmeisters George Forman erhält (die Boxlegende, die selber den so genannten George Forman-Grill in ähnlichen Shows vertreibt, parodiert sich hier selber).
Seine alten Freunde vom Museum hat er allerdings nicht vergessen. Ihnen blüht nun ein trauriges Schicksal: nicht mehr Zeitgemäß, geht es aufs Abstellgleis. Die Ausstellung soll modernisiert werden. Interaktivität lautet das Stichwort und die alten Exponate sollen nach Washington verfrachtet werden, um auf Nimmerwiedersehen im weitläufigen unterirdischen Archiv des Smithonian (des größten Museums weltweit) zu verschwinden. Die Tafel des Ahkmenrah soll hingegen in einem anderen Teil des weitläufigen Museumskomplexes ausgestellt werden. Keine Chance also für nächtliche Eskapaden. Larry lässt das zwar nicht kalt, der Businessman hat aber inzwischen besseres zu tun. Bis er eines Nachts einen Anruf vom Miniatur-Cowboy Jedediah (Owen Wilson) erhält: ein Hilferuf. Etwas Furchtbares geht im Smithonian vor. Als Larry sich dort abends einschleicht erlebt er eine Überraschung: Ahkmenrahs älterer Bruder Kahmunrah (Hank Azaria) ist zum Leben erwacht und möchte nicht nur die Herrschaft über das Smithonian erlangen, sondern mithilfe der Tafel, die noch einige nützliche Features mehr in Petto hat, gleich die ganze Welt erobern. Ihm zur Seite eine Bösewichts-Combo aus Iwan dem Schrecklichen (Christopher Guest), Napoleon Bonaparte (Alain Chabat) und Al Capone (Jon Bernthal). Doch auch Larry bekommt Unterstützung: Die reizende und voll emanzipierte Fliegerlegende Amelie Earhart (Amy Adams), die Frau, die als erste den Atlantik überquerte und sogar die gigantische Abraham Lincoln-Statue aus dem "Lincoln-Memorial" sind bereit ihm beizustehen: in der alles entscheidenden Schlacht im Smithonian.
Aufgepimpt und um reichlich neue (Gag)Ideen bereichert, hat Shawn Levy, der schon im ersten Teil Regie führte, die Fortsetzung des magischen Abenteuers. Wie der Vorgänger steht und fällt alles mit der Qualität der Animationstechnik und die ist vom Allerfeinsten. Flugsaurier, gigantische Riesenkraken und viel Luftfahrthistorisch-Spaciges sorgen immer wieder für echte Augenöffner. Doch ganz kann die Fortsetzung nicht an den eigentümlich-schrulligen Charme des ersten Teils anknüpfen. Mitunter liegt das daran, dass der Gruselfaktor reichlich zugunsten des reinen Klamauks gedämpft wurde.
Shawn Levy hatte beim Sequel eindeutig eine etwas andere Zielgruppe im Auge: Der Film ist wesentlich familiefreundlicher und kindgerechter geworden. Um einen halbwegs logischen Plot braucht man sich dann noch weniger Gedanken machen. Gag auf Gag gibt sich die Hand – manchmal tatsächlich als Aufguss der altbekannten – und es bleibt wenig Zeit diese bunte kaleidoskopartige Achterbahnfahrt allerfeinsten Popcorn-Entertaintments zu hinterfragen. Erst im Nachhinein wird man, insbesondere als älterer Kinofreund, der mehr die ursprünglichen Skurrilitäten, als die Slapstick- und Gagkanonade schätzt, möglicherweise etwas die Stirn runzeln. Solche Highlights, wie die rüstige Gangster-Rentnertruppe aus dem ersten Teil, die mit der Tafel bewaffnet ewiges Leben zu erlangen hoffte oder die schüchtern-charmante Romanze zwischen Teddy Roosevelt und der Indianerin, wird man schmerzlich vermissen. Diese altbekannten Figuren werden zur Randnotiz degradiert. Besonders schade um Attila den Hunnen und die Neandertaler-Truppe. Gab´s schon mal sympathischere Freaks? Zwar werden (wie zum Ersatz) eine Reihe neuer Figuren eingeführt, doch ein wenig fehlt dem Ganzen der besondere (mystische) Flair. Selbst der Oberbösewicht Kahmunrah wirkt nicht sonderlich bedrohlich; vielleicht sogar, leicht unfreiwillig, tuntig. Und dem Monsterkraken ist schlussendlich sogar mehr zum Kuscheln zumute. Ganz klar: Hier sollte auf keinen Fall ein Kind mit nächtlichen Albträumen aus dem Schlaf gerissen werden. Vor allem das Finale spricht Bände: Zahm, zahmer, zahnlos wie Museumsexponate halt sind. Und nicht einmal vor einer allerletzten verkitschten Wendung wird schlussendlich halt gemacht. Alles wird gut, in der Schlacht im Smithonian.

Fazit: Die Fortsetzung "Nachts im Museum 2" lässt sich wirklich so weggucken. Ein Riesenspaß mit dem Anspruchsniveau einer bunten Toffee-Mischung; doch einmal die Büchse der Pandorra geöffnet, wird man sich nur noch schwerlich beherrschen können, alles ratz-fatz und mit großem Vergnügen sich in den zu Kopf schieben. Nachdenken unerwünscht, aber anschnallen angesagt.




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Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: USA
Jahr: 2008
Genre: Komödie
Länge: 107 Minuten
FSK: 6
Kinostart: 21.05.2009
Regie: Shawn Levy
Darsteller: Bill Hader, Ricky Gervais, Ben Stiller
Verleih: 20th Century Fox

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