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Kritik: Centurion (2009)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Regisseur und Drehbuchautor Neil Marshall ("Doomsday"), der kein Kind von Traurigkeit ist, kann man nicht vorwerfen, sich in Sachen Schwert, Blut und abgehackten Köpfen Zurückhaltung auferlegt zu haben. In seiner britischen Produktion von 2010 kämpft ein Haufen versprengter römischer Soldaten im Jahr 117 im Piktenland hinter den feindlichen Linien um ihr Leben, nachdem sie in einem Guerilla-Angriff weitgehend dezimiert worden sind. Michael Fassbender spielt Quintus Dias, einen römischen Zenturion, der mit seinem Häuflein Aufrechter ein Lager der Pikten zu stürmen versucht, um einen gefangenen General (Dominic West) zu befreien. Olga Kurylenko ist die Henne im Korb.
Für umgerechnet satte 12 Millionen Dollar entstanden, floppte der Film damals übel beim Publikum. Er ist trotz des Defizits in Sachen origineller Handlung, intelligenten Dialogen oder interessanter Charakterentwicklung einen Blick wert, weil hier ein Filmemacher zumindest teilweise erfolgreich versucht hat, das Gefühl vom Kampf ums Überleben unglamourös, nicht verherrlichend einzufangen, und einen pessimistischen und verbitterten Blick auf Kriegsgeschehen und was es mit einer Gesellschaft macht, zu werfen. Die großartige Kamera und die herrlichen Landschaften bedienen das Auge zusätzlich.
"Bloody well done", fasste Rob Nelson von der Minneapolis Star Tribune damals seine Einschätzung zusammen.




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