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Der englische Patient (1996)

English Patient

Oscarprämiertes US Melodram, inszeniert von Anthony Minghella mit Ralph Fiennes in der Hauptrolle...Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.0 / 5

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Ein altes, angeschlagenes Flugzeug fliegt über der Sahara. Das Gesicht des Piloten ist hinter der Fliegerbrille verborgen. Sein Passagier, eine Frau, scheint zu schlafen. Kurz darauf wird das Flugzeug von dem deutschen Militär abgeschossen. Der Pilot stürzt aus der Maschine. Er klammert sich an die Frau, die in einen Fallschirm eingepackt ist. Brennend schweben die beiden zu Boden.
Die ersten Bilder des Films zeigen diese Rückblende auf die letzten gemeinsamen Momente von Katherine und Almasy . DER ENGLISCHE PATIENT beginnt mit dem Ende ihrer großen Liebe. Jahre später, während der letzten Tage des Zweiten Weltkrieges, treffen vier Leute, die unter den Folgen des Krieges leiden, in einem verlassenen italienischen Kloster zusammen: Zuerst sind da die junge Krankenschwester und ihr englischer Patient. Sie richtet alle ihre Energie auf ihren letzten Patienten. Er hat seinen Namen vergessen, nachdem er zu Kriegsbeginn mit dem Flugzeug abgestürzt war. Seine Haut ist verkohlt. Sein Geist ist jedoch überspült von Erinnerungsfragmenten an ein Leben voller Geheimnis und Leidenschaft.
Ein Dieb gesellt sich zu ihnen. Seine "Fähigkeiten" haben ihn zu einem Helden des Krieges und zu einem seiner Opfer gemacht. Zuletzt stoßen noch der junge Sikh-Leutnant Kip und sein Helfer, zwei Bombenentschärfer der britischen Armee, zu der Gruppe. Der Dieb versucht, die wahre Identität des Patienten herauszufinden - er glaubt, in ihm einen Spion wiederzuerkennen. Die Krankenschwester verliebt sich in den Bombenexperten. Der englische Patient hängt seinen Erinnerungen nach: Er ist der ungarische Aristokrat Graf Laszlo de Almasy, und er war einer der Leiter einer internationalen Wüstenexpedition, die nach verlorenen Oasen suchte. Er erinnert sich an seine erste Begegnung mit Geoffrey Clifton und seiner wunderschönen Ehefrau Katharine. Er erinnert sich an die ersten feindseligen Begegnungen mit Katharine. Seine Erinnerungen führen ihn zurück zu einem Sandsturm, den er gemeinsam mit ihr in einem Jeep überlebt hat. Und dort begann auch ihre leidenschaftliche Liebesgeschichte...

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse5 / 5

Von wegen, die Wüste biete nichts als Sand. Als Schauplatz berauschender (Film)Bilder wusste sie immer schon zu faszinieren. Der endlose Blick über sanfte Sandhügel, das weiche Licht der Abendsonne - Bilder von grenzenloser Leidenschaft. Genau von dieser handelt auch "Der englische Patient", ein Film, auf den die Assoziation "Kino pur" hundertprozentig zutrifft. Ein explodierendes Flugzeug unterbricht das sagenhafte Schattenspiel über der afrikanischen Wüste jäh. Vorerst ist mal Schluss mit Idylle, der Krieg tobt, die Wüste bebt - und der Patient ist "geboren". Verbrannt bis zur Unkenntlichkeit, einem Monstermovie entstiegen - seine Geschichte dafür längst nicht ausgelöscht. In einem florentinischen Kloster siecht er vor sich hin, wartet nur noch auf eines: seinen Tod. Doch der lässt sich Zeit und gibt Gelegenheit, in Rückblenden die Geschehnisse vor dem Unglück zu erhellen. Mit raffinierten Überblendungen springt Regisseur Anthony Minghella zwischen dem klösterlichen Kriegslazarett und dem Schauplatz Wüste hin und her und breitet die Erinnerungen einer leidenschaftlichen Liebe aus, die zerbrach, noch ehe sie richtig begonnen hatte. Wie ein Puzzle fügen sich die Bausteine zusammen, mit jedem Teil steigert sich die Tragik. Mit dem letzten Teil taucht dann auch wieder das Eingangsbild auf, jenes Flugzeug am Himmel, das sich über den weiten Dünen der Wüste einem schrecklichen Schicksal nähert - mit dem Unterschied, dass diese traumhafte Bildkomposition eben ihre inhaltliche Schattenseite hat.
Das Rezept Abenteuer und Liebe funktioniert in dieser dem Roman von Michael Ondaatje zugrunde liegenden Verfilmung so gut wie selten zuvor. Was mitunter auch an den vielschichtig und nicht sofort durchschaubar angelegten Figuren liegt, allesamt dargestellt von einer Gruppe exzellenter Schauspieler. Da ist Rotkreuzschwester Hana (Juliette Binoche), die dem englischen Patienten (der eigentlich Ungar ist) regelmäßig schmerzlindernde Morphiumspritzen verabreicht. Er wird gespielt von Ralph Fiennes, dessen spröde Männlichkeit zuweilen ungestüme Züge annimmt. Dann die Figur des Caravaggio (Willem Dafoe), der als Schlüsselfigur Gegenwart und Vergangenheit miteinander verbindet. Und schließlich Kristin Scott Thomas, die eigentliche Entdeckung in diesem leidenschaftlichen Wüstendrama.




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Land: USA
Jahr: 1996
Genre: Melodram
Länge: 160 Minuten
FSK: 12
Kinostart: 27.02.1997
Regie: Anthony Minghella
Darsteller: Ralph Fiennes als Almásy, Juliette Binoche als Hana, Willem Dafoe als Caravaggio
Verleih: Kinowelt

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