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"Selma"-Schauspieler tragen "I Can't Breathe"-T-Shirts

Zeichen gegen Rassismus bei Premiere in New York City

Besetzung und Crew des Dramas "Selma" haben bei der gestrigen Premiere ihres Films in New York City ein Zeichen gesetzt und sind in schwarzen T-Shirts mit der Aufschrift "I can't breathe" (Ich kann nicht atmen) aufgetreten. Dies waren die letzten Worte von Eric Garner, der am 17. Juli 2014 im New Yorker Stadtteil Staten Island von der Polizei in den Schwitzkasten genommen worden war, elfmal "I can't breathe" röchelte, bevor er das Bewusstsein verlor und verstarb. Ein Kameramann hat diese Szene festgehalten. Als am 3. Dezember ein Geschworenengericht entschied, dass die beteiligten Polizisten nicht zur Anklage gebracht werden müssen, sorgte das für Empörung und Proteste in den USA, in denen die Stimmung in der afro-amerikanischen Bevölkerung wegen der ständigen Wiederholung solcher Fälle eh schon angespannt ist.

Regisseurin Ava DuVernay begab sich mit ihrem Team zu den Treppen der Stadtbibliothek, wo man sich in den T-Shirts und der erhobenen Hände-Pose ("Nicht schießen!") ablichten ließ, die zusammen mit dem Spruch zu einem der Markenzeichen der aktuellen Proteste gegen Rassismus geworden ist.

"Selma" erzählt vom Kampf des afro-amerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King, Schwarzen in Alabama im Jahr 1965 das sichere Wählen zu ermöglichen. Lorraine Toussaint, die im Film die Bürgerrechtlerin Amelia Boynton verkörpert, erklärte dazu: "Es gibt keine Zufälle. Ich bin so stolz, Teil dieses Films zu sein, und ich bin so stolz auf Ava´s Errungenschaft. Zeugin zu sein, dass diese Stimme in diesem Moment gehört wird - eine Stimme, die auch diese Zeiten und die Anforderungen dieser Zeit anspricht."

"Selma" ist vergangene Woche für vier Golden Globes nominiert worden. Mit DuVernay wird dabei erstmals eine Afro-Amerikanerin für die "Beste Regie" angeführt.



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