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John Williams
John Williams
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Neuer Spielberg-Film ohne John Williams-Musik

Komponist erkrankt

Es ist eine der stetigsten, längsten, fruchtbarsten und gefeiertesten Kooperationen der Filmgeschichte. Seit seinem Debütfilm "The Sugarland Express" von 1974 hat Regisseur Steven Spielberg die Musik in seinen Filmen immer John Williams anvertraut. Die einzige Ausnahme: "Die Farbe Lila" von 1986, als der Regisseur diese afro-amerikanische Geschichte auch von einem afro-amerikanischen Komponisten vertonen lassen wollte und auf Quincy Jones setzte. Doch nun steht die zweite Ausnahme an. Und es steht zu befürchten, dass diese Ausnahmen die Regel werden.

Dreamworks Pictures und Fox2000 haben in einer gemeinsamen Presseerklärung mitgeteilt, dass Williams den nächsten Spielberg-Streifen "Bridge of Spies - Der Unterhändler" nicht komponieren wird. Der 83-Jährige sei erkrankt, werde aber bei der übernächsten Produktion von Steven, dem Fantasy-Film "The BFG", wieder an Bord erwartet. An Stelle von John werde Thomas Newman ("WALL-E") die Musik zu dem Thriller mit Tom Hanks schreiben.

Williams arbeitet gerade an der Musik für eine andere Reihe, die mit seinen Kompositionen untrennbar verbunden ist: "Star Wars: Episode VII - Das Erwachen der Macht". Als Mann in sehr fortgeschrittenem Alter ist es ohnehin schon verblüffend, dass der Komponist noch immer die großen Partituren für Produktionen wie "Star Wars" verfassen kann - aber er muss ihm auch Tribut zollen und sich seine Kräfte einteilen. Zu hoffen steht, dass "Lincoln", für den John Williams 2013 eine "Oscar"-Nominierung erhielt, nicht der letzte Spielberg-Film sein wird, in dem die Zuschauer im Abspann lesen werden "Music by John Williams".

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