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About a Girl (2014)

Coming-of-Age-Komödie: Die 15-jährige Charleen lernt nach einem missglückten Selbstversuch doch noch die schönen Seiten des Lebens kennen - inklusive der ersten Liebe.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.7 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 7 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Charleen (Jasna Fritzi Bauer) ist fast 16 und alles andere als ein glücklicher Teenager: sie leidet darunter, dass ihre Mutter vor einiger Zeit den Vater vor die Türe gesetzt hat, fühlt sich von ihrer Umwelt ständig missverstanden und ist genervt davon, dass die Jungs in ihrer Klasse immer nur ihrer besten Freundin Isa (Amelie Plaas-Link) hinterherschauen. Da entschließt sie sich eines Tages dazu, ihrem jungen Leben ein Ende zu setzen. Doch der ein wenig halbherzig durchgeführte Suizidversucht misslingt natürlich und Charleen findet sich kurz darauf in der Praxis eines Psychotherapeuten wieder (Nikolaus Frei). Und obwohl ihre beunruhigte Mutter Sabine (Heike Makatsch) sie nun keine Sekunde mehr aus den Augen lassen will und deren neuer Freund mit seiner unbeholfenen Art auch nervt, geht es bald bergauf: denn im Wartezimmer des Therapeuten lernt Charleen den Schulstreber Linus kennen. Und die beiden Teenager kommen sich schon bald näher.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Die sympathische Komödie von Regisseur und Drehbuchautor Mark Monheim verbindet Elemente des Coming-of-Age-Films mit dramatischen Tönen und Anleihen beim klassischen Familien-Drama. Es ist der erste Langfilm von Monheim, der "About a girl" im Sommer 2013 in Bayern (z.B. Bamberg und München) drehte. Seine Weltpremiere erlebte das Werk im September 2014 auf dem Festival do Rio. Die Hauptdarstellerin Jasna Fritzi Bauer, die während der Dreharbeiten 24 Jahre alt war, erhielt für ihre überzeugende Darbietung den Bayerischen Filmpreis als beste Nachwuchsdarstellerin. Der Titel des Films - "About a girl" - ist eine Anspielung auf den gleichnamigen Song der Grunge-Band Nirvana.

Zentrum des Films ist ganz klar Hauptdarstellerin Jasna Fritzi Bauer, die mit viel Schlagfertigkeit und vor allem einer großen Portion morbiden Humors ihre psychisch labile, sich unverstanden fühlende Hauptfigur anlegt. Charleen ist klug und dass sie nicht auf den Mund gefallen ist, beweist sie in fast jeder Unterhaltung: egal ob mit ihrem Therapeuten (der sie u.a. dazu bringt, ihren Ellenbogen abzulecken), ihrer überbesorgten Mutter Sabine (überzeugend: Heike Makatsch) oder dem neuen Freund der Mutter, Charleens Biologie-Lehrer (herrlich verschroben: Simon Schwarz). Hier handelt es ich um eine der großen Stärken des Films: seine frechen, bissigen und mitunter arg deftig- und heftigen Dialoge.

Charleen fühlt sich von ihren Mitmenschen ungeliebt, missverstanden und kann mit Erwachsenen nicht allzu viel anfangen, da passt es auch ganz gut, dass sie am liebsten jung gestorbene Musiker wie Kurt Cobain, Amy Winehouse oder Jimi Hendrix hört. Denn, wie es an einer Stelle des Films heißt, wer früh sterbe, bleibe ja für immer jung und könne nicht alt werden. Denn jung sterben will Charleen schließlich auch, doch der Suizidversuch misslingt. "About a girl" ist zudem gespickt mit tollen Einfällen und klugen Ideen, was ich vor allem in den höchst amüsanten Tagträumen der Hauptfigur widerspiegelt.

Die Themen, die Regisseur Monheim anreißt, sind vielfältig: es geht freilich um das Thema Pubertät und alle damit einhergehenden Probleme (Jungs, Schule, Eltern etc.), den Aspekt "Patchwork"-Familie, Selbstfindung und das Thema "erste Liebe". Dieser Handlungsverlauf - wenn sich die beiden Außenseiter Charleen und Linus allmählich näher kommen und Gefühle füreinander entwickeln - wirkt als einziger im kompletten Film ein wenig bemüht und vorhersehbar.

Fazit: Frech-gewitzte, mit deftigen Dialogen ausgestatte Komödie über eine kluge, schlagfertige junge Hauptfigur, die die Lust am Leben wiederfindet.




FBW-BewertungJurybegründung anzeigen

FBW: besonders wertvollMit sechzehn glaubt jeder, er wäre unsterblich. Da kann man sich dann ja auch ruhig mal das Leben nehmen. Mit solch einer Situation beginnt dieser Film. Aus einer (schlechten) Laune heraus beschließt Charleen, Schluss mit ihrem Leben zu machen, denn [...mehr]

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Land: Deutschland
Jahr: 2014
Genre: Tragikomödie
Kinostart: 06.08.2015
Regie: Mark Monheim
Darsteller: Jasna Fritzi Bauer als Charleen, Heike Makatsch als Sabine, Aurel Manthei als Jeff
Verleih: NFP marketing & distribution, Tobis Film

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