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Everest
Everest
© Universal Pictures International Germany

Kinostarts Deutschland: Mit "Everst" in eisige Höhen

Daniel Brühl und Wolfgang Becker wieder vereint

"Everest" dringt mit (Markt)Macht in die Kinos und bietet ein grandioses Bildspektakel. Doch der wahre Star der neuen Kinowoche ist das Comeback von "Goodbye Lenin"-Regisseur Wolfgang Becker, der in "Kaminski & ich" wieder mit Daniel Brühl zusammenarbeitet. Was läuft, was lohnt, was nicht?

"Everest"

Abenteuerfilm
USA
121 Minuten
FSK 12

Als im Jahr 1996 mehrere Amateurbergsteigergruppen unter professioneller Führung (Jason Clarke und Jake Gyllenhaal) den Gipfel des Mount Everest erklimmen, führt ein plötzlicher Wetterumschwung zu einer schrecklichen Katastrophe. Bildgewaltige Dramatisierung der tatsächlichen Ereignisse, die der Journalist Jon Krakauer, der selbst dabei war und im Film von Michael Kelly dargestellt wird, in seinem Bestseller "Into Thin Air" ("In eisige Höhen") festgehalten hat. Regisseur Baltasar Kormakur ("2 Guns") schafft es, den Zuschauer mithilfe von Spezialeffekten und phantastischen Aufnahmen aus den Alpen in das Geschehen im Himalaja hineinzuversetzen, wobei sich die Handlung in recht konventionellen Bahnen bewegt. Kritiken und Mundpropaganda für den auch in IMAX und 3D ausgestrahlte Universal Pictures-Produktion sind gut, während unser Kritiker Christopher Diekhaus gebremst begeistert ist: "Atemberaubende Bergpanoramen und ein effektiver Handlungssog treffen auf flache Figurenzeichnung und halbherzige Bemühungen, das geschilderte Unglück in all seiner Tragweite begreifbar zu machen."

"Sinister 2"
Horrorfilm
USA
97 Minuten
FSK 16

In der Fortsetzung des Achtungserfolgs aus dem Jahr 2012 treibt wieder der Dämon Bughuul sein Unwesen, diesmal allerdings ohne einen namhaften Schauspieler wie Ethan Hawke. Dieser schlampig gedrehte US-Horrorfilm aus dem Hause des Billig-Produzenten Jason Blum knüpft ein wenig an das Original an, unglückseligerweise ist diesmal allerdings nichts mehr gruselig. "Sinister"-Regisseur Scott Derrickson ist hier nur noch als Drehbuchautor beteiligt gewesen; das Megaphon schwang Ciarán Foy. Ein Flop bei Publikum und Presse, hat auch unser Kritiker Carsten Moll für diesen "schwachen Abklatsch des Vorgängers" nicht viel übrig: "Mehr nervtötend als gruselig: "Austauschbare Figuren, müde Klischees und altbekannte Tricks sind der wahre Schrecken in diesem lauwarmen Horror-Aufguss."

"Ich & Kaminski"
Komödie
Deutschland
123 Minuten
FSK 6

Zwölf Jahre nach dem Riesenerfolg "Goodbye Lenin" kehrt Regisseur und Drehbuchautor Wolfgang Becker ins Kino zurück und bringt seinen damaligen Hauptdarsteller Daniel Brühl in dieser Verfilmung des gleichnamigen Romans von Daniel Kehlmann aus dem Jahr 2003 mit. Der junge Kunstkritiker Sebastian Zöllner (Brühl) plant ein Enthüllungsbuch über den alten Maler Manuel Kaminski (Jesper Christensen). Der letzte lebende Vertreter der klassischen Moderne wird wohl, so Sebastians Kalkül, bald sterben und die Biografie dann sehr gefragt sein. Unter anderem will der skrupellose, von sich selbst eingenommene Kritiker herausfinden, ob Kaminski wirklich blind ist. Unsere Kritikerin Bianka Piringer ist von diesem "berührenden und humorvollen Buddy- und Roadmovie" begeistert und empfiehlt mit der Höchstwertung fünf von fünf Sternen: Reingehen!

"Captive"
Thriller
USA
97 Minuten
FSK 12

Eine alleinerziehende Mutter (Kate Mara), die mit einer Drogenabhängigkeit zu kämpfen hat, wird von einem Mann (David Oyelowo), der aus dem Gefängnis ausgebrochen ist und den Richter, der mit seinem Fall betraut war, ermordet hat, in ihrer eigenen Wohnung als Geisel genommen. US-Thriller von dem inzwischen 80-jährigen Regisseur Jerry Jameson ("Hebt die Titanic"), der bisher nicht der Presse in den USA gezeigt wurde, was nicht unbedingt ein gutes Zeichen ist. In Deutschland ist die Presse von den religiösen Untertönen der nach einer wahren Begebenheit erzählten Geschichte nicht gerade erbaut. Der Film kommt eher als düsteres Kammerspiel denn als Action-Kracher daher.


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