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Star Wars: Episode VII - Das Erwachen der Macht
Star Wars: Episode VII - Das Erwachen der Macht
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Kinostarts Deutschland: "Star Wars", was sonst?

Aber da ist auch noch "Carol"...

"Star Wars" überschattet an diesem Kinowochenende alles. Fast alles. DCM Film Distribution wagt es, dem Giganten einen sehenswerten Konkurrenten vor die Nase zu setzen, der natürlich keine Chance hat, aber insofern ernstzunehmen ist, als dieser eher den "Oscar" als "Bester Film" 2015 gewinnen wird als "Das Erwachen der Macht": "Carol".

"Star Wars: Episode VII - Das Erwachen der Macht"
Science Fiction
USA
135 Minuten
FSK 12

Er ist da. Und siehe da, das Warten hat sich gelohnt. Worauf so viele gehofft haben, J.J. Abrams hat es geschafft: Er legt mit diesem 200 Millionen Dollar teuren US-Science Fiction-Film eine Fortsetzung zu der heißgeliebten Saga hin, die den Spagat schafft, zu den Wurzeln der Original-Saga zurückzukehren, alte Fans mit Anspielungen zu begeistern, zugleich aber "Next Generation"-mäßig das Ganze frisch, humorvoll und spannend mit aufgeladener Energie in neue Richtungen zu führen. Abrams erzählt vom dramatischen Kampf einer mutigen Rebellenschar gegen die Schreckensherrschaft der "Ersten Ordnung". Die Kritiker und das Publikum sind begeistert, und auch unser Kritiker Ralf Augsburg findet lobende Worte: "Indem er sich ganz auf die Originaltrilogie und da besonders auf "Star Wars" beruft, gelingt J.J. Abrams wie bei "Star Trek" das Kunststück, einer Saga neues Leben einzuhauchen." Unsere Empfehlung: Reingehen!

"Carol"
Drama
USA
118 Minuten
FSK 6

Todd Haynes' US-Drama spielt im New York der 1950er Jahre und erzählt von einer Society-Lady (Cate Blanchett) und einer Verkäuferin (Rooney Mara), deren leidenschaftliche Liebe an gesellschaftlichen Vorurteilen und einem Sorgerechtsstreit zu zerbrechen droht. Haynes hat sein Werk, das auf dem Roman "The Price of Salt" von Patrica Highsmith (veröffentlicht unter Pseudonym) beruht, geschickt in ruhigen und eleganten Bildern inszeniert. Der Streifen profitiert von den grandiosen Leistungen der beiden Hauptdarstellerinnen. Die Independent-Produktion ist einer der großen Anwärter auf den "Oscar" als "Bester Film", ist bereits für fünf Golden Globes und etwa 30 weitere Preise nominiert. Von den Rezensenten gefeiert, vom Publikum gemocht, ist dies mit Sicherheit einer der besten Filme des Jahres. Unser Kritiker Gregor Torinus vergibt denn auch mit fünf von fünf Sternen die Höchstwertung: "Todd Haynes gelingt nach 'Far From Heaven' erneut ein Meisterwerk zum Thema verbotenes Begehren in den 1950er-Jahren." Unsere Empfehlung: Reingehen!

"Hilfe, ich habe meine Lehrerin geschrumpft"
Komödie
Deutschland
101 Minuten
FSK 0

"Tötet Mrs. Tingle!" trifft "Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft" in dieser Geschichte über einen Schüler (Oskar Keymer), der eines Tages mit seiner gefürchteten, nun aber plötzlich auf Puppengröße geschrumpften Rektorin (Anja Kling) konfrontiert ist. Regisseur Sven Unterwaldt ("Otto's Eleven") hat das gleichnamige Kinderbuch von Sabine Ludwig aus dem Jahr 2010 für diese deutschen Komödie verarbeitet. Der kindgerechte und positive Film zeigt Licht und Schatten: Gelungene Szenen wechseln sich mit überflüssigem Klamauk ab. Unsere Kritikerin Bianka Piringer hebt letztlich den Daumen: "Während die Vielfalt seiner Themen vom Schulgespenst bis zur kapitalistischen Intrige übertrieben wirkt, bereitet speziell das einfallsreiche und visuell sehr reizvolle Spiel mit der geschrumpften Lehrkraft Vergnügen."

"Madame Bovary"
Drama
USA
118 Minuten
FSK 6

US-Drama nach dem gleichnamigen französischen Roman von Gustave Flaubert aus dem Jahr 1856: Im Mittelpunkt steht eine bildungsbürgerliche Frau (Mia Wasikowska), die Mitte des 19. Jahrhunderts an ihrer langweiligen Ehe und der Gleichförmigkeit ihres Alltags zu zerbrechen droht. Dieser literarische Klassiker scheint über die Jahre extrem schwierig zu verfilmen gewesen zu sein, und auch die französische Regisseurin und Drehbuchautorin Sophie Bartes kommt mit dem Stoff, der hier zum mindestens achten Mal auf die Leinwand kommt, nicht zurande. Die Messlatte bleibt die US-Version von Vincente Minnelli mit Jennifer Jones aus dem Jahr 1949. Kritiker wie Publikum sind enttäuscht von dem seltsam leblosen und langweiligen Film. "Lediglich Mia Wasikowska's kraftvolle und moderne Darstellung der Emma Bovary macht den gediegenen Kostümfilm sehenswert", findet unser Kritiker Carsten Moll.



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