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British Film Institute an der Londoner South Bank
British Film Institute an der Londoner South Bank
© BFI

Geheimnisvoller Spender: 87 Millionen Pfund für British Film Institute

Neubau geplant

Ein unbekannter Spender hat die Pläne eines Neubaus des British Film Institute (BFI) in London neu belebt. Der Gönner will nicht weniger als 87 Millionen Pfund beisteuern, um die Verwirklichung des 130 Millionen Dollar teuren Projekts voranzutreiben, wie das BFI vorgestern mitgeteilt hat. Eine BFI-Sprecherin erklärte, der Investor könne aus rechtlichen Gründen nicht genannt werden, weil nun erst einmal auf andere Investoren gewartet werden müsse: "Das Verfahren ist das gleiche, das wir bei Leistungsbeschreibungen für Anbieter anwenden."

Ursprünglich wollte die Labour-Regierung unter Gordon Brown 45 Millionen Pfund aus dem öffentlichen Haushalt beisteuern. Nach dem Regierungswechsel zur konservativ-liberalen Regierung von David Cameron wurde diese Zusage allerdings wieder einkassiert. Das BFI musste in seinem Gebäude aus den Fünfzigern zwischen National Theatre und Southbank Centre bleiben, das es eigentlich schon seit Jahrzehnten verlassen will.

Der Neubau ist nahe des Parkplatzes an der Hungerford Bridge geplant. Das neue Zentrum soll laut BFI "den Besuchern neue Erfahrungen in der Welt des Films bieten und zugleich ein Knotenpunkt für Filmemacher, Künstler und Industrieprofessionelle werden, an dem sie sich treffen, Ideen austauschen, ihre Werke zeigen und Fertigkeiten weiter entwickeln können". Das Filminstitut betont, dass der Investor kein Mitspracherecht erhielte und die öffentliche Anstalt unabhängig bleibe. Die Eröffnung des neuen Zentrums ist für 2022 geplant.

Helen Mirren ist erfreut: "Der Vorschlag für ein neues Zentrum ist sehr spannend und wird junge Menschen und ihre Energie und ihr Verständnis der modernen Welt in diese unglaubliche Form der Kultur und des Selbstausdruckes bringen - das Kino." Tom Hiddleston stimmt ein: "Ich glaube, dass ist die spannendste kulturelle Entwicklung im Vereinigten Königreich seit langem. Alle großen Kunstformen haben in Britannien zu Recht ein Zuhause, bis auf den Film. Der britische Film, die Tradition, die so viele außerordentliche Talente vor und hinter der Kamera hervorgebracht hat, braucht ein nationales Heim, und das BFI ist die Organisation, die es bauen sollte."

Und Idris Elba stimmt ein: "Britannien ist ein großartiges kreatives Zentrum, und der Film befindet sich in dessen Herzen. Wenn wir wollen, das dies so bleibt, dann müssen wir junge Menschen jeglichen Hintergrunds ermutigen, die Filmbranche als Karrieremöglichkeit zu begreifen. Es ist an der Zeit, dass wir ein angemessenes nationales Haus bekommen, dass dieser Kunstform des 21. Jahrhunderts würdig ist, und ich freue mich auf all die brillanten Möglichkeiten, die das bietet."


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