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X-Men: Apocalypse
X-Men: Apocalypse
© 20th Century Fox

US-Filmstarts: Der Sommer startet durch

"X-Men" und "Alice" gehen ins lange Wochenende

Am Montag ist wieder Memorial Day, an dem der im Krieg getöteten Soldaten gedacht wird. Für die Filmindustrie ist es ein mächtiges Geschäft, da der Sonntag dank des langen Wochenendes zum Samstag wird und traditionell viele Familien dieses Wochenende zum Kinobesuch nutzen. Vor vielen Jahren startete man daher hier die ersten großen Blockbuster. Inzwischen hat sich die Kinosommersaison aber schon bis zum Anfang des Monats ausgedehnt, so dass das letzte Mai-Wochenende etwas von seiner Singularität eingebüßt hat.

Nichtsdestotrotz starten zwei Groß-Produktionen, von denen sich ihre Filmstudios große Geschäfte erwarten. Auf 4148 und damit die meisten Leinwände kommt "X-Men: Apocalypse", die Fortschreibung der seit 2000 laufenden Marvel Comic-Saga und der dritte Teil der Reboots. Wieder hat der erfahrenste, erfolgreichste und beste Filmemacher der Reihe Bryan Singer das Megaphon geschwungen, aber es scheint ihm erstmals aus der Hand gefallen zu sein.

Nach den sonst eigentlich immer hymnischen Kritiken sind diese jetzt für den Fantasy-Film nur gemischt und im Verhältnis geradezu abgestürzt. Dies und eine möglicherweise nach "Deadpool", "Batman vs Superman" und "Captain America: Civil War" einsetzende Comic-Helden-Müdigkeit lassen die Analysten vorsichtig werden. Platz eins sollte kein Problem für die 20th Century Fox-Produktion sein, aber die geschätzten 82 Millionen Dollar liegen deutlich unter den 110 Millionen Dollar, die der Vorgänger "X-Men: Days of Future Past" vor zwei Jahren am langen Memorial-Wochenende erlöste.

Walt Disney Studios hatten 2010 einen Mega-Erfolg mit "Alice in Wonderland". Obwohl der Streifen weder besonders gute Kritiken noch besonders gute Zuschauerreaktionen verbuchte, spielte er weltweit über 1 Milliarde Dollar ein. Schon der Start war mit 116 Millionen Dollar gigantisch ausgefallen. Sechs Jahre später wird das Haus mit der Maus mit "Alice Through the Looking Glass" indes kleinere Brötchen backen müssen.

Die Rezensionen sind richtig schlecht, statt Tim Burton hat der unbekanntere James Bobin ("Muppets Most Wanted") Regie geführt, und Johnny Depp's Popularität ist nicht mehr diejenige, die er zu Zeiten des Vorgängers hatte. Der Fantasy-Film wird auf 3763 Spielpläne gesetzt; man rechnet mit 52 bis 55 Millionen Dollar und Platz zwei vor dem entthronten Spitzenreiter "The Angry Birds Movie" - also Lichtjahre entfernt von dem Triumph mit "Alice in Wonderland".


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