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Du kannst anfangen zu beten mit Alain Delon und...onson
Du kannst anfangen zu beten mit Alain Delon und Charles Bronson
© EuroVideo Medien GmbH

TV-Tips für Sonntag (26.6.): Charles Bronson und Alain Delon singen nicht

3sat zeigt "Du kannst anfangen zu beten"

RTL setzt eine Free TV-Premiere am Sonntagabend gegen die übermächtige ZDF-Fußball-Konkurrenz: Die Komödie "Malavita" mit Michelle Pfeiffer und Robert De Niro. Doch sehenswerter ist der französische Kriminalfilm "Du kannst anfangen zu beten" mit Alain Delon und Charles Bronson im Spätprogramm von 3sat.

"Malavita", RTL, 20:15 Uhr

Die Manuzoni-Familie (Michelle Pfeiffer, Robert De Niro, Dianna Agron und John D'Leo) wird im Zeugenschutzprogramm in die französische Normandie verschickt, wo es ihr schwer fällt, nicht aufzufallen, denn die alten Gewohnheiten lassen sich nur schwer abschütteln...

2012 schlossen die USProduktionsgesellschaft Relativity Media und die französische Produktionsgesellschaft EuropaCorp von Luc Besson ("Lucy") einen Vertrag über die Co-Produktion zweier Filme, von denen diese Komödie von 2013 der erste und ein Jahr darauf der Thriller "Three Days to Kill" mit Kevin Costner der zweite sein sollte. Der Deal war, dass die Amerikaner das Budget und die Stars, die Franzosen das Produktionsteam und die Drehorte stellen würden.

Im Fall von "Malavita", der in den USA als "The Family" in die Kinos kam, adaptierte Besson den gleichnamigen Roman des französischen Autors Tonio Benacquista aus dem Jahr 2004. Zunächst wollte Luc nur produzieren, aber als Robert De Niro als Darsteller gewonnen werden konnte, sorgte der professionelle Ehrgeiz des Filmemachers und er übernahm auch die Regie. Für umgerechnet 30 Millionen Dollar wurde in New York City, in Gacé und Le Sap in der Normandie sowie in Saint-Denis gedreht.

Der perfekt besetzte Streifen ist hier und da wirklich witzig, aber die Handlung ist allzu bekannt, vor allem aber leidet der Film unter einigen holperigen Stimmungsveränderungen. Bei den Kritikern fiel der Film durch, ebenso beim Publikum. Mit einem Einspiel von weltweit 78 Millionen Dollar floppte "Malavita", ebenso wie dann "Three Days to Kill". Offenbar lag auf dieser amerikanisch-französischen Kooperation kein Segen.

Kritiker Jason Best schrieb in "Movie Talk": "Luc Besson findet nicht den richtigen Ton, um all das hier zusammen zu halten, aber es gibt mit Sicherheit einen wohligen Schauer, wenn Robert De Niro's jähzorniger Giovanni explodiert und man sicher sein kann, dass zur passenden Gelegenheit auch Besson ausrasten wird."



"Mr. und Mrs. Smith", RTL, 23:00 Uhr
Ein gelangweiltes Ehepaar (Angelina Jolie und Brad Pitt) muss zu seiner Überraschung feststellen, dass sie beide Geheimagenten sind, die den Auftrag erhalten haben, sich gegenseitig zu töten.

Bevor Doug Liman's Film "Jumper" die Romanze und Ehe von Rachel Bilson und Hayden Christensen stiftete, waren 2005 zwei wesentliche prominentere Schauspieler an der Reihe: Bei den Dreharbeiten zu dieser Komödie kamen sich Jolie und der damals noch mit Jennifer Aniston verheiratete Pitt sehr nahe und begannen ihre bis heute bestehende Beziehung. Fast wäre es nicht zu dieser schicksalhaften Begegnung gekommen, denn ursprünglich war für die Regency Enterprises-Produktion Nicole Kidman vorgesehen. Doch es kam anders und dem Streifen sehr zugute: Es ist hauptsächlich die spür- und sichtbar prickelnde Chemie zwischen den beiden Darstellern, welche die an sich schwache Geschichte mit der ein oder anderen überflüssigen Explosion so vergnüglich macht. Drehbuchautor Simon Kinberg ("X-Men: Days of Future Past") war auf die Idee gekommen, als ein befreundetes Paar sehr aggressiv von ihrer Paartherapie berichtet hatte.

Liman stand ein hohes Budget von 110 Millionen Dollar zur Verfügung, dass die Produktion dann trotz lediglich gemischter Kritiken wieder einspielte. Der Film war mit 478 Millionen Dollar weltweit ein Riesenerfolg und das siebterfolgreichste Werk des Jahres.

Kritiker Nick Nunziata meinte: "Das ist ein neckischer Film, eine Art Mischung aus 'War of the Roses' und 'True Lies', der niemals versucht, eine Predigt zu halten oder den Charakteren einen Gewissenskonflikt aufzudrücken."



"Du kannst anfangen zu beten", 3sat, 23:55 Uhr
Nach Ende des Algerien-Kriegs arbeitet ein zynisch gewordener junger Arzt (Alain Delon) wider Willen mit einem ehemaligen Kameraden (Charles Bronson), einem eiskalten Söldner, zusammen, um einen Tresor zu knacken.

Für den Part des Amerikaners in diesem französischen Kriminalfilm suchte Produzent Serge Silberman einen US-Schauspieler. Alain Delon hatte Charles Bronson in "Machine Gun Kelly" gefallen, hielt ihn für die Rolle geeignet und überredete Silberman, den damals 46-Jährigen zu kontaktieren. Silberman traf sich mit Bronson, als der gerade in Spanien zu den Dreharbeiten zu der US-Produktion "Villa Rides" weilte und überredete ihn, auch mal sein Glück in Europa zu versuchen, wo "nicht nur die hübschen Jungens angehimmelt werden, sondern echte Charakterdarsteller".

Charles gab dem Ganzen eine Chance und sollte es nicht bereuen. In Frankreich wurde "Adieu l'ami" (Auf Wiedersehen, mein Freund) mit sechs Millionen Zuschauern 1968 ein gigantischer Erfolg und erwärmte den Amerikaner für europäische Produktionen. Seine nächste Wahl - der italienische Western "Spiel mir das Lied vom Tod", in welchem er unnachahmlich die Rolle des Harmonikaspielers verkörperte, sollte die nächste Stufe in der Karriere des Akteurs zünden.

Der in Marseille und Paris von Jean Herman geschriebene und inszenierte Streifen bietet perfekte, spannende Krimiunterhaltung mit zwei hervorragenden Hauptdarstellern. In Deutschland lief er zunächst unter dem Titel "Bei Bullen singen Freunde nicht", was dem Ton des Werks besser entspricht als der eher an einen Italo-Western erinnernde Titel, unter dem "Adieu l'ami" heute Abend zu sehen ist.

Ein kanadischer Zuschauer lobt: "Ein cleveres Drehbuch von Sebastian Japrisot, geschickte Darstellungen der beiden Hauptdarsteller, kompetent in Szene gesetzt vom Veteran Jean Herman münden in einen unterhaltsamen Thriller, der von seltsam zeitloser Qualität ist."



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