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Familienfest - Renate (Hannelore Elsner) und ihr Sohn...nger)
Familienfest - Renate (Hannelore Elsner) und ihr Sohn Max (Lars Eidinger)
© NFP marketing & distribution © Julia von Vietinghoff

TV-Tips für Freitag (25.11.): Hannelore Elsner und die lieben Verwandten

Arte zeigt Free TV-Premiere "Familienfest"

Im Hauptprogramm zeigen Pro7 mit dem US-Science Fiction-Film "Project Almanac" und Arte mit dem deutschen Drama "Familienfest" gleich zwei sehenswerte FreeTV-Premieren.

"Project Almanac", Pro7, 20:15 Uhr

Eine Gruppe Teenager entdeckt die Pläne für eine Zeitmaschine und baut eine funktionsfähige. Doch schnell geraten die Dinge außer Kontrolle.

Die Werbung für seinen zweiten Streifen "Power Rangers" läuft aktuell, dieser Science Fiction-Film aus dem Jahr 2015 ist das Debut des südafrikanischen Regisseurs Dean Israelite. Wie "Power Rangers" stellt "Project Almanac" jugendliche Figuren in den Vordergrund und wendet sich dezidiert an ein jugendliches Publikum, was sich auch in der Kooperation von Paramount Pictures und MTV Films niederschlug.

Die Handlung des Werks ist dürftig und der found footage-Stil - der Zuschauer sieht vorgeblich das, was die Protagonisten mit ihrer Videokamera gedreht haben - nervt, aber das Ganze ist nicht ohne Originalität und Witz präsentiert.

Der Film hatte Mühe, seinen Weg auf die Leinwände zu finden. Bereits im Sommer 2013 waren die 12 Millionen Dollar teuren Dreharbeiten in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia gelaufen, und die Produktion sollte im Februar 2014 Premiere feiern, was Paramount dann auf Januar 2015 verschoben - nicht unbedingt ein gutes Zeichen. Der Streifen, der von schlechten Kritiken und eher negativen Zuschauermeinungen begleitet wurde, floppte dann mit weltweit bloß 33 Millionen Dollar Umsatz schwer.

Die Produktion kam mehr mit einem Randaspekt in die Medien: Bei den Aufnahmen eines Flugzeugabsturzes hatten sich die Filmemacher bei realen Bildern des Absturzes einer B-52 auf der Fairchild Air Force Base im Jahr 1994 bedient, als durch einen Pilotenfehler alle vier Besatzungsmitglieder ums Leben kamen. Zwei Hinterbliebenenfamilien beschwerten sich über die Piätetlosigkeit, und Produzent Michael Bay war gezwungen, sich zu entschuldigen. Er habe die Aufnahmen für Spezialeffekte gehalten. Die Szenen wurden aus dem Werk entfernt.

Kritikerin Annlee Ellingson schrieb in "L.A. Biz": "Für die Spieldauer - bevor man die Gelegenheit hat, zu viel zu hinterfragen - dank der charismatischen Besetzung unterhaltsam."



"Familienfest", Arte, 20:15 Uhr
Zum 70. Geburtstag eines berühmten Pianisten (Günther Maria Halmer) versammelt sich dessen Familie in Berlin - und begleicht alte Rechnungen miteinander.

Von seinen beiden Werken, die letztes Jahr auf die Leinwände gekommen sind, hat "Der Staat gegen Fritz Bauer" dieses Drama sicherlich überschattet. Aber dieser Film von Lars Kraume, ursprünglich für das Fernsehen geplant, in dem der Regisseur vor kurzem mit "Terror" ein Millionenpublikum erreicht hat, ist ebenfalls sehenswert. Nicht zuletzt auch wegen der brillant agierenden Besetzung mit Hannelore Elsner, Jördis Triebel, Michaela May und Lars Eidinger.

Kritiker Sascha Westphal lobte in "epd film": "In seinen stärksten Momenten vergisst man all die Klischees, von denen das Drehbuch nur so strotzt."



"Snowpiercer", Pro7, 00:25 Uhr
In der Zukunft hat ein gescheitertes Klimawandelexperiment das gesamte Leben auf der Erde ausgelöscht - bis auf eine Gruppe, die an Bord des Snowpiercers überlebt hat, einem Zug, der in ständiger Bewegung über die Erde rast und in welchem sich ein Klassensystem etabliert hat.

Ein südkoreanischer Film, der auf vielen Bestenlisten der anglo-amerikanischen Kritiker landete - das gibt es auch nicht häufig. Aber dieser Science Fiction-Film von 2013 war mit seiner internationalen Besetzung bekannter Namen wie Tilda Swinton, Octavia Spencer, Ed Harris, Chris Evans, Jamie Bell und John Hurt auch auf ein weltweites Publikum angelegt. Und es sprach von Anfang an für das Konzept des Werks und die Statur des durch "The Host" 2006 über die Landesgrenzen hinweg bekannt gewordenen Regisseurs und Drehbuchautors Joon-ho Bong, dass er so illustre Akteure für sein englischsprachiges Debut versammeln konnte.

Bereits 2005 hatte Bong den der Produktion zugrunde liegenden französischen Comic "Le Transperceneige" von Jacques Lob, Benjamin Legrand und Jean-Marc Rochette aus dem Jahr 1982 entdeckt und war fasziniert - der Filmemacher las das Ganze in einem Schwung vor dem Regal in der Buchhandlung stehend durch und sicherte sich sofort die Verfilmungsrechte. Doch bis das anspruchsvolle Projekt im Sommer 2012 realisiert werden konnte, sollten noch einige Jahre ins Land gehen.

Eine besondere Herausforderung stellte der Drehort dar. Um die Waggons eines 100 Meter langen Zuges im Studio nachzubauen, fehlten in Südkorea die entsprechenden Kapazitäten. Diese fand Bong schließlich in den Prager Barrandov-Studios. Ergänzt wurden die Aufnahmen dort durch Dreharbeiten am Hintertuxer Gletscher in Tirol und knapp 200 Spezialeffekte, die in Südkorea entstanden. Mit umgerechnet 40 Millionen Dollar wurde "Seolgungnyeolcha", so der Originaltitel, der teuerste südkoreanische Produktion aller Zeiten.

In seinem Heimatland brach der Streifen bei seiner Premiere einige Rekorde - nach fünf Tagen hatten bereits vier Millionen Zuschauer "Snowpiercer" gebucht, und er schoss in die Top Ten der umsatzstärksten Filme. Für die USA hatte sich The Weinstein Company die Verleihrechte gesichert; Produzent Harvey Weinstein forderte von Bong, seinen Film um 20 Minuten zu kürzen und Eröffnungs- und Schluss-Voice Over anzufügen, weil er das Werk als sonst zu "schwerverständlich" für die Zuschauer erachtete. Der Regisseur widersetzte sich, so dass Weinstein den Film nicht veröffentlichten. Der kleine Verleih RADiUS-TWC brachte den Streifen in eine Handvoll US-Kinos. Als sich schließlich die phantastischen Kritiken häuften, kam er wenigstens in etwa 150 Lichtspielhäuser. Am Schluss hatte "Snowpiercer" weltweit 86 Millionen Dollar eingespielt.

Der gewagt ambitionierte Film für Zuschauer, die neben dem Spektakel auch eine Dosis Gesellschaftsreflektion genießen wollen, wurde für fünf Asiatische Filmpreise nominiert: Als "Bester Film", für die Regie, das Drehbuch, die Ausstattung und die Kostüme.

Kritiker Víctor López Velarde Santibáñez schrieb in "Butaca Ancha": "Ein Adrenalinschub, der die Zuschauer über soziale und moralische Fragen nachdenken lässt und gleichzeitig mit seiner außergewöhnlichen Besetzung und der schnellen Action fasziniert."



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