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A Dog's Purpose
A Dog's Purpose
© Universal Pictures

US-Filmstarts: Boykottaufrufe gegen "Dog's Purpose"

Profitiert "Split" mit Titelverteidigung?

Bis vor ein paar Tagen galt "A Dog's Purpose" dank der guten Vorverkaufszahlen noch als heißer Anwärter auf den Premiumplatz in den US-Kinocharts, doch dann ist dem Drama das Schlimmste passiert, was geschehen konnte: Dem Hundefilm wird vorgeworfen, dass für die Dreharbeiten Hunde gequält worden sind. Ein dementsprechend veröffentlichtes Video machte schnell die Runde und hat zu Boykottaufrufen gegen die Universal Pictures-Produktion, unter anderem von der Tierschutzorganisation PETA geführt. "Sollten sich Hundefreunde diesen Film ansehen?", fragte vorgestern "USA Today". Selbst Regisseur Lasse Hallström, der 2009 mit "Hachiko" einen anderen Hundefilm und ein Meisterwerk in Szene setzte, hat, da er die kritisierten Dreharbeiten mit einem mutmaßlich gequälten Hund nicht selbst leitete, um Aufklärung ersucht. Premiere und Pressekonferenz für "A Dog's Purpose", der am 23. Februar als "Bailey - Ein Freund fürs Leben" in die deutschen Kinosäle kommen soll, wurden abgesagt.

Immer mehr Analysten glauben, dass Hundefreunde die Verfilmung des gleichnamigen Romans von William Bruce Cameron aus dem Jahr 2010 nun bewusst nicht mehr in den 3058 Spielstätten ansehen werden, und jetzt schwanken die Prognosen für das Eröffnungswochenende des 22 Millionen Dollar teuren Werks zwischen 12 und 19 Millionen Dollar. Dass die Kritiken für den Dennis Quaid-Streifen schlecht ausfallen, könnte den Ausschlag zur geringeren Zahl geben.

Das würde den Weg für die Titelverteidigung von "Split" freimachen, der vor Wochenfrist wesentlich stärker als erwartet gestartet war. Für den James McAvoy-Horrorfilm rechnet man mit 19 bis 22 Millionen Dollar.

Einem anderen Horrorfilm werden dagegen kaum Chancen auf die Spitze zugetraut. Der sechste Teil "The Final Chapter" aus der seit 2002 laufenden "Resident Evil"-Reihe startet in 3104 Filmtheatern. Der Film des britischen Regisseurs und Drehbuchautors Paul W.S. Anderson, der einst das Original inszenierte, und nun vier von den sechs Parts geleitet hat, ist vorab nicht der Presse gezeigt worden, was kein gutes Zeichen ist. Aber die nun durchsickernden ersten Besprechungen und Zuschauerreaktionen sind gar nicht so schlecht für die Screen Gems-Produktion.

Es ist aber die Frage, wie viel Interesse nach fünf Jahren Pause noch an der "Resident Evil"-Reihe besteht. Die seit Jahren parallel laufende "Underworld"-Reihe ist vor drei Wochen mit 13 Millionen Dollar bescheiden gestartet. Den unvermeitlichen Auslutscheffekt erwarten Branchenkenner nun auch bei dem 40 Millionen Dollar teuren Milla Jovovich-Werk und sagen nur 12 Millionen Dollar voraus. Andere sind optimistischer und verweisen auf die 17 bis 26 Millionen Dollar-Spanne, in denen die bisherigen fünf Parts gestartet waren. Der letzte Teil "Retribution" feierte 2012 mit 21 Millionen Dollar Premiere. So weit wollen diese Analysten nicht gehen, aber 17 Millionen Dollar halten sie für möglich.

In 2166 Kinos debutiert "Gold", für den die Weinstein Company in der Preisverleihungssaison Hoffnungen hegte, die sich bis auf eine Golden Globe-Nominierung für den Song "Gold" aber nicht manifestierten, weshalb der Abenteuerfilm nun auch ohne großen Fanfaren anläuft. Der Streifen von Stephen Gaghan ("Syriana") basiert auf wahren Begebenheiten im Jahr 1997, als herauskam, dass die Proben einer angeblich profitablen Mine der kanadischen Bergbaugesellschaft Bre-X künstlich mit Gold angereichert worden waren. Wie viel die Produktion gekostet hat, ist unbekannt; mit mehr als 4 Millionen Dollar zum Auftakt für den Matthew McConaughey-Streifen rechnen die Branchenkenner nicht.



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