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Men In Black 3 - Agent J (Will Smith, r.) und der..., l.)
Men In Black 3 - Agent J (Will Smith, r.) und der junge Agent K (Josh Brolin, l.)
© Sony Pictures

TV-Tipps für Samstag (11.2.): Will Smith will seinen Doppelpartner retten

Sat1 zeigt "Men in Black 3"

Der Samstagabend bietet kein überwältigendes Spielfilmprogramm, aber mit "Men in Black 3" im Sat1-Hauptprogramm routinierte Hollywood-Unterhaltung. 3sat setzt sein Berlinale-Programm mit dem James Franco-Drama "Howl" im Spätprogramm fort.

"Men in Black 3", Sat1, 20:15 Uhr
Agent J (Will Smith) reist ins Jahr 1969 in die frühen Tage der Men in Black zurück, um einen Außerirdischen daran zu hindern, seinen Freund Agent K (Josh Brolin und Tommy Lee Jones) zu töten.

Dass "MIB 3" - so der Kurztitel in den USA - 2012 in die Kinos kam, war eine Überraschung. Denn seit der zweiten Komödie um die Geheimagenten, die gegen Außerirdische vorgehen, die unerkannt auf der Erde leben, waren zehn Jahre vergangen. Und nach der Enttäuschung des mäßigen zweiten Teils war der Ruf nach einem dritten Part nicht gerade deutlich vernehmbar gewesen.

Doch Columbia Pictures wollten das Kalb noch einmal melken lassen - und überraschender Weise ging der Plan auf. Obwohl das Unterfangen mit 225 Millionen Dollar Produktionskosten absurd teuer geriet, konnte "Men in Black 3" mit weltweit 624 Millionen Dollar einen Gewinn einspielen - und fast so viel wie das Original und deutlich mehr Zuschauer als der zweite Teil verbuchen.

Dabei hatten die Produzenten mit der Unlust von Tommy Lee Jones zu kämpfen, der eigentlich nicht ein drittes Mal Agent K verkörpern wollte und nur für einen Gastauftritt zur Verfügung stand. Etan Cohen und Lowell Cunningham schrieben in ihrem Drehbuch drumherum, indem sie Will Smith in die Vergangenheit des Jahres 1969 schicken, wo er auf Josh Brolin trifft.

Wie bei den ersten beiden Teilen führte Barry Sonnenfeld Regie und ihm gelang trotz großer Mühen, überhaupt das Drehbuch während der sich in die Länge ziehenden Dreharbeiten fertig zu stellen, das Unerwartete: Die Erwartungen zu übertreffen - die Kritiken zu "MIB 3" waren überwiegend positiv. Die Kreaturen wurden dabei weniger durch Computereffekte, sondern wie zuvor durch Meister-Maskenbildner Rick Baker erschaffen.

"Wenn er auch ein bisschen zusammengestoppelt wirkt, konzentriert sich der Film doch erfolgreich darauf, nicht nur den Stil, sondern auch die Seele des Originals einzufangen", lobte Kritiker Tim Grierson für "Deadspin"



"Howl - Das Geheul", 3sat, 22:20 Uhr
Während Allen Ginsberg (James Franco) einem Journalisten in einem Interview sein Leben und seine Arbeitsweise schildert, wird sein berühmtestes Gedicht "Howl" aus dem Jahr 1955 in einer Animation zum Leben erweckt und das Gerichtsverfahren gegen ihn wegen der mutmaßlichen Obszönität seines Gedichts nachgestellt.

Allen Ginsberg gilt als einer der bedeutendsten amerikanischen Dichter des 20. Jahrhunderts. Am 7. Oktober 1955 trug der damals 29-Jährige in der Six Gallery in San Francisco erstmals sein Gedicht "Howl" vor. Dieser Abend wird als Geburtsstunde der Beat Generation angesehen - Künstler wie Ginsberg, die chaotisch, unkonventionell, spontan und kreativ lebten und arbeiteten, und damit im gesellschaftlich noch konservativen Amerika auffallen und anecken mussten. Um "Howl" entspann sich das Kräftemessen zwischen diesen beiden gesellschaftlichen Strömungen. Das Gedicht wurde als obszön bezeichnet und verboten. Verleger Lawrence Ferlinghetti, der es im Herbst 1956 veröffentlicht hatte, wurde sogar verhaftet. Dieses Verbot und die Verhaftung führten zu einer wegweisenden Kampagne für künstlerische Freiheit und einer Gerichtsverhandlung.

Das Regieduo Rob Epstein und Jeffrey Friedman ("Lovelace") widmete sich 2010 diesem wichtigen Meilenstein der US-Kultur- und Gesellschaftsgeschichte mit einer experimentellen Herangehensweise, die verschiedene Handlungsstränge und Filmmethoden miteinander verschmelzen. Gefilmt wurde die Independent-Produktion in New York City, die Animationssequenzen steuerte Eric Drooker bei, ein früherer Straßenkünstler, der mit Ginsberg an dessen letzten Gedichtband "Illuminated Poems" von 1996 gearbeitet hatte.

Die verschiedenen Ebenen des Films lassen sich diesen etwas verzetteln, aber James Franco zeigt sich in der Hauptrolle in Hochform. Viele Kinoleinwände bespielte "Howl", der gemischte Kritiken erhielt, nicht, obwohl mit Mary-Louise Parker, Jeff Daniels, David Strathairn, Jon Hamm und Bob Balaban auch die weitere Besetzung hochkarätig ausfiel; 2010 lief er im Wettbewerb der Berlinale, ging aber leer aus.

Kritiker Tom Huddleston befand in "Time Out": "Dies ist ein wagemutiger, anregender Film, der experimentelle Techniken in den Dienst eines tief empfundenen, einfühlsamen und überraschend publikumsfreundlichen Kunstwerks stellt."



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