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Ein Mann von Welt mit Stellan Skarsgard
Ein Mann von Welt mit Stellan Skarsgard
© Neue Visionen

TV-Tipps für Samstag (1.4.): Stellan Skarsgard ist ein ganz netter Mann

ARD zeigt "Ein Mann von Welt"

Vorgestern ist "The Boss Baby" in den Kinos angelaufen, heute Abend zeigt Sat1 im Hauptprogramm ein früheres Werk aus dem Hause DreamWorks Animation: "Die Pinguine aus Madagascar" ist sozusagen ein Spin-off der beliebten "Madagascar"-Reihe. Tipp des Abends ist jedoch der im ARD-Nachtprogramm versteckte "Ein Mann von Welt" alias Stellan Skarsgard.

"Die Pinguine aus Madagascar", Sat1, 20:15 Uhr
Die Pinguine Skipper (Stimme von Michael Beck), Kowalski (Thomas Dürr), Rico (Andreas Rieke) und Private (Smudo) tun sich mit der Untergrundorganisation The North Skipper zusammen, um den fiesen Dr. Octavius Brine (Ilja Richter) daran zu hindern, die Welt zu zerstören.

"Madagascar 3: Europe's Most Wanted" war 2012 ein Riesenerfolg für DreamWorks Animation und ihre Muttergesellschaft Paramount Pictures geworden: Weltweit hatten Kinogänger mit ihren Kartenkäufen 747 Millionen Dollar in die Kassen gespült und den dritten Part zum umsatzstärksten der Reihe gemacht. Da müsse doch noch mehr zu holen sein, dachten sich die Manager bei DreamWorks und ihrer neuen Muttergesellschaft 20th Century Fox. Diesmal wollte man die kleinen und großen Besucher mit einem Ableger locken, in dem die populären Pinguine, welche in den drei "Madagascar"-Werken lediglich Nebenfiguren gewesen waren, die Hauptrollen übernehmen würden. Ursprünglich war ein Opus mit den Pinguinen schon seit 2005 nur als Disc-Veröffentlichung geplant gewesen, aber nun schienen die watschelnden Zweibeiner reif für die große Leinwand.

Das Budget von 132 Millionen Dollar vertrauten DreamWorks gleich zwei Regisseuren an: Eric Darnell war "Madagascar"-Profi, der alle drei "Madagascar"-Teile inszeniert hatte; dazu kam Simon Smith, der bis dahin bloß "Bee Movie" verantwortet hatte. Das Team entschied sich, dass ihr Animationsstreifen nichts mit der Fernsehserie "Pinguins of Madagascar", die von 2008 bis 2012 auf Nickelodeon ausgestrahlt worden war, zu tun haben sollte, sondern stattdessen direkt an die Ereignisse von "Madagascar 3" anknüpfen sollte.

Mit Benedict Cumberbatch, John Malkovich und Peter Stormare verpflichtete man Hochkaräter für Nebenrollen, die in Deutschland Entsprechung durch Heino Ferch, Ilja Richter und Dennis Schmidt-Foß fand. Darnell und Smith bringen ihren "Madagascar"-Ableger mit schnellem Tempo und knalligen Farben auf die Leinwand. Für die jüngeren Zuschauer ein unterhaltsamer Spaß, für die Erwachsenen dürfte es oft zu krampfhaft albern sein. Auf der anderen Seite haben sich die Filmemacher bemüht, für die älteren Semester zahlreiche Popkulturreferenzen unterzubringen. Die schönste davon geht wegen der Synchronisation allerdings verloren: Dem Eingangskommentar verleiht der deutsche Regisseur Werner Herzog sein unverwechselbares Timbre.

Als "Penguins of Madagascar" 2014 in die Kinos kam, wurde er von guten Kritiken begleitet, aber das US-Publikum war überraschend verhalten: 83 Millionen Dollar Umsatz lagen Welten unter den Ergebnissen der "Madagascar"-Werke. Im Ausland lief es mit 290 Millionen Dollar grandios, aber das Gesamtergebnis von 373 Millionen Dollar reichte durch die zusätzlichen Kosten von Werbung und Verleih dann nicht für einen Profit. Daher haben DreamWorks bis heute keinen weiteren Teil produziert.

Kritiker Alistair Harkness schrieb in "Scotsman": "Die Gag-Rate sucht wirklich ihresgleichen und garantiert, dass der Film mehr einem alten 'Looney Tunes'-Cartoon gleicht als den Pixar-jagenden Vorgängern."



"Ein Mann von Welt", ARD, 01:20 Uhr
Zwölf Jahre saß Ulrik (Stellan Skarsgard) wegen Mordes an seiner Frau im Gefängnis. Nach seiner Entlassung mietet er sich in ein Kellerzimmer ein. Er will sich mit seiner Familie aussöhnen.

Stellan Skarsgard, ein gefragter Hollywood-Darsteller aus Schweden, kehrte mit dieser norwegischen Komödie wieder nach Skandinavien zurück und brilliert in dem schwarzhumorigen und etwas schrulligen "En ganske snill mann" (Ein ganz netter Mann, so der Originaltitel). Regisseur Hans Petter Moland ("Erlösung") gewann 2010 zwar nicht den Goldenen Bären, aber immerhin den Berlinale-Publikumspreis.

Kritiker Ty Burr schrieb für den "Boston Globe": "Der Film besteht fast nur aus Stellan Skarsgard, und der Mime nutzt die Rolle aber nicht, um eine große Schau abzuziehen und dick aufzutragen. Im Gegenteil - ganz wundervoller Weise macht er weniger."



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