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Camille Claudel mit Gérard Depardieu und Isabelle Adjani
Camille Claudel mit Gérard Depardieu und Isabelle Adjani
© Arthaus

TV-Tipps für Sonntag (2.4.): Isabelle Adjani wahnsinnig gut

Arte zeigt "Camille Claudel"

Gegen der Münster-TATORT im ARD-Hauptprogramm antreten zu müssen, ist eine undankbare Aufgabe. Arte übertragen diese dem französischen Drama "Camille Claudel", in deren Titelrolle Isabelle Adjani eine der besten Leistungen ihrer Karriere bietet. Für Freunde des handfesteren Kinos strahlt Pro7 im Spätprogramm "Stirb langsam 2" aus.

"Camille Claudel", Arte, 20:15 Uhr

Die Lebensgeschichte der Bildhauerin Camille Claudel (Isabelle Adjani), der Geliebten, Mitarbeiterin und Muse von Auguste Rodin (Gérard Depardieu).

Dieses Drama aus dem Jahr 1988 zeigt Isabelle Adjani in der Rolle ihres Lebens. Die damals 32-Jährige initiierte und produzierte das Werk und engagierte ihren damaligen Lebensgefährten, den Kameramann Bruno Nuytten, für die Regie. Nuytten gab sein Regiedebut und schrieb auch das Drehbuch, das sich an der 1984 erschienenen Biographie von Reine-Marie Paris orientierte.

Der fesselnde Streifen ist opulent ausgestattet, mit knapp drei Stunden Spielzeit ausladend und eindrucksvoll von Gérard Depardieu und insbesondere von Adjani gespielt, die in der letzten halben Stunde die Leinwand für sich hat und eine der beeindruckendsten Leistungen der Filmgeschichte zeigt, die mit zahlreichen Preisen und Nominierungen gewürdigt wurde, so einer Oscar-Nominierung, dem Silbernen Bären bei der Berlinale und dem Französischen Filmpreis.

Daneben war der Film selbst für den Oscar und den Golden Globe und ein Dutzend Französischer Filmpreise genannt. Den César gewinnen konnten neben Adjani und dem Film selbst die Kamera, die Ausstattung und die Kostüme. Mit 2,7 Millionen Zuschauern war "Camille Claudel" in Frankreich ein großer Erfolg.

Ein amerikanischer Zuschauer schwärmt: "Ich habe mir diesen Film sieben Mal im Kino angesehen und sogar Freunde mit reingeschleppt. Er ist jenseits von schön und herzzerbrechend und erhebt dies zu einer Kunstform. Nach all den Jahren reißt er mir das Herz immer noch heraus, mit einer der größten schauspielerischen Leistungen, die ich je gesehen habe - atemberaubend, intensiv und zutiefst bewegend."



"Stirb langsam 2", Pro7, 22:50 Uhr
John McClane (Bruce Willis) versucht eine Katastrophe zu verhindern, als abtrünnige Militärs den Dulles International Airport in Washington D.C. übernehmen wollen.

Nach dem Riesenerfolg von "Die Hard" fackelten 20th Century Fox nicht lange und brachten zwei Jahre später die Fortsetzung mit dem dämlichen Titel "Die Hard 2 - Die Harder" auf den Weg. John McTiernan, der Regisseur des Originals, hatte sich bereits für "The Hunt for Red October" verpflichten lassen, so dass der Posten neu besetzt werden musste. Der finnische Filmemacher Renny Harlin, damals gerade mit "The Nightmare on Elm Street 4: The Dream Master" - nicht gerade einer Visitenkarte - in den Kinos gewesen, war der überraschende Nachfolger.

Harlin zeigte sich der Aufgabe gewachsen und fundierte so einen Ruf als Action-Regisseur. Das Drehbuch, das er für 70 Millionen Dollar in Alpena im US-Bundesstaat Michigan, auf dem Stapleton Airport in Denver im US-Bundesstaat Colorado und auf dem Flughafen von Los Angeles im US-Bundesstaat Kalifornien in Szene setzte, basierte zwar auf dem Roman "58 Minutes" von Walter Wager aus dem Jahr 1987, verwendete aber das Schema des ersten "Die Hard", nur dass statt eines Hochhauses nun eben ein Flughafen der Schauplatz ist. Das Werk setze für sein Finale auf einer Rollbahn erstmals am Computer generierte Bewegungen ein, die man dann mit einem traditionellen - also gemalten - Hintergrund, der in den Computer eingescannt worden war, kombinierte.

"Die Hard 2" kommt wie so viele Fortsetzungen nicht an das Original heran, aber er unterhält nichtsdestotrotz als ein übertriebener und schnörkelloser Thriller, dessen spannende Szenen die Mängel im Drehbuch übertünchen. Mit guten Kritiken bedacht wurde er gemessen an den Zuschauerzahlen in den USA der erfolgreichste Teil der inzwischen auf fünf Parts angewachsenen "Die Hard"-Reihe. Mit insgesamt 240 Millionen Dollar war die Fortsetzung ein weltweiter Riesenerfolg.

Ein britischer Zuschauer schreibt: "Der Film ist auf keinen Fall makellos. Es gibt zahlreiche haarsträubende Anschlussfehler und kolossale faktische Unrichtigkeiten. Aber von einem technischen Standpunkt aus betrachtet, ist dies ein bahnbrechendes Werk, das von keinen Spezialeffekte-Fans verpasst werden sollte. Außerdem ist er ein brutaleres und böseres - in der Mitte sogar geradezu düsteres und ernüchterndes - Werk als das Original, das noch nicht von der heutzutage üblichen Jagd der Filmstudios nach möglichst niedrigen Altersfreigaben beeinträchtigt wurde, die für so viele blutlose und blutleere Action-Filme sorgt."



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