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Harry und Sally mit Meg Ryan
Harry und Sally mit Meg Ryan
© 20th Century Fox

TV-Tipps für Samstag (1.7.): Wir hätten gerne, was Meg Ryan hat

RTL2 zeigt "Harry und Sally"

Eine der besten romantischen Komödien aller Zeiten verlockt am Samstagabend im Hauptprogramm zum Einschalten auf RTL2. "Harry und Sally" deklinieren dort wunderbar witzig durch, ob Männer und Frauen einfach nur gute Freunde sein können. Wer es mit der Romantik nicht so hat, kommt parallel auf Vox auf seine Kosten, wo der spannende Thriller "The Next Three Days" mit Russell Crowe läuft.

"72 Stunden - The Next Three Days", Vox, 20:15 Uhr

Das Leben einer Kleinfamilie (Elizabeth Banks, Russell Crowe und Ty Simkins) wird auf den Kopf gestellt, als die Frau des Mordes angeklagt und verurteilt wird.

Die geschätzten Zuschauer haben nicht immer das feinste Gespür, sonst hätten sie diesen Thriller 2010 nicht so kolossal floppen lassen. Russell Crowe war so etwas wie Kassengift - der Australier hatte es sich durch vermeintlich arrogantes Verhalten mit dem Publikum offenkundig in toto verscherzt. Selbst spannende Filme wie "State of Play" gingen unter, und "The Next Three Days" ging es nicht anders. Vielleicht halfen auch die Trailer von Lionsgate Films nicht besonders, die bereits den ganzen Film erzählten, so dass man sich fragte, wozu man ihn sich eigentlich jetzt noch ansehen sollte. Bei gemischten Kritiken konnte die Produktion weltweit bloß 67 Millionen Dollar einspielen.

Schade, denn dann bekamen viele die phantastischen Leistungen von Crowe und Elizabeth Banks nicht zu sehen. Glaubwürdig ist die Geschichte nicht und das Tempo recht uneinheitlich - aber es ist mit vielen Wendungen und einem Auge für Details spannend in Szene gesetzt. Regisseur und Drehbuchautor Paul Haggis ("Third Person") lieferte hier eine Wiederverfilmung des französischen Streifens "Pour Elle" ("Ohne Schuld") von 2008. Gedreht wurde für 30 Millionen Dollar vor Ort in Pittsburgh.

"Der Film schafft es durch die Plausibilität der Darstellerleistungen und der Inszenierung, die 'Zufälle' und Unwahrscheinlichkeiten der Handlung zu überwinden", befand Kritiker Ben Rawson-Jones für "Digital Spy".



"Harry und Sally", RTL2, 20:15 Uhr
Harry (Billy Crystal) und Sally (Meg Ryan) kennen sich seit Jahren, sind sehr gute Freunde, haben aber Angst, dass Sex ihre Freundschaft ruinieren könnte.

"When Harry Met Sally..." ist das beste Beispiel für eine Konstellation, wenn hochkarätige Künstler auf der Höhe ihrer Schaffenskraft die Köpfe zusammen stecken und die kreativen Funken sprühen lassen. Regisseur Rob Reiner ("The Princess Bride"), Drehbuchautorin Nora Ephron ("Julie & Julia") und Hauptdarsteller Billy Crystal trugen für das Skript Beobachtungen und Begebenheiten aus ihren Leben zusammen und gaben ihnen komische Wendungen, versehen mit einem Zuckerguss, der das Geschehen auf der Leinwand von der Realität weit entfernen mag, aber für den Wohlfühl-Faktor sorgte, der zum Erfolg und zur bis heute andauernden Popularität dieser Komödie beitrug. Ephron interviewte für den Streifen Ehepaare, die für Reiner's Produktionsfirma Castle Rock Entertainment arbeiteten, über deren Kennenlern- und Liebesgeschichten. Diese Interviews sind, teilweise überarbeitet und mit Schauspielern gefilmt, in die Handlung als kleine "Dokumentationen" dazwischen geschnitten.

Rob drehte seinen berührenden, witzigen Film, dessen Orgasmusszene in "Katz's Delicatessen" in Manhattan ("I'll have what she's having!") Kultstatus erlangt hat, für 16 Millionen Dollar vor Ort in New York City und setzte einen neuen Standard für romantische Komödien, was zu keinem kleinen Teil an dem starken Zusammenspiel der beiden Titeldarsteller liegt, welche die pointierten Dialoge messerscharf servieren. Die Columbia Pictures-Produktion schafft es, zugleich leichtgewichtig-amüsant und hintergründig-besinnlich zu sein und stellt dabei viele kluge Fragen zum Zusammenleben der Geschlechter.

Mit 92 Millionen Dollar Umsatz allein in den USA - das entspricht heute etwa 182 Millionen Dollar - wurde "When Harry Met Sally" 1989 ein großer Erfolg, erhielt gute Kritiken und auch Oscar-Weihen: Das Drehbuch wurde für den Academy Award nominiert. Bei den Golden Globes waren der Film, Regie, Drehbuch und die beiden Hauptdarsteller nominiert. Bei den Britischen Filmpreisen konnte Nora Ephron für ihr Skript gewinnen; der Film selbst war auch hier genannt worden.

Eine Zuschauerin aus dem US-Bundesstaat Virginia schreibt: "Ein Film, der Woody Allen stolz machen würde - lustig, anrührend, witzig, schäumend wie Champagner, elegant, sonnig und intelligent. Bekannte Situationen werden aus einem bestimmten Blickwinkel betrachtet, der das Ganze romantisch, süß, aber nicht übermäßig zuckersüß oder gefühlsduselig wirken lässt. Fast zehn Jahre vor der TV-Serie 'Sex and the City' wird hier bereits eine großartige Geschichte über die Suche nach einer verwandten Seele in der großen Stadt geschildert, nach der einmaligen anderen Hälfte, die einen Menschen komplettiert."



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