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Sicario mit Emily Blunt
Sicario mit Emily Blunt
© Studiocanal

TV-Tipps für Sonntag (3.9.): Emily Blunt führt den Krieg gegen die Drogen

Pro7 zeigt FreeTV-Premiere "Sicario"

Wer keine Lust auf das Kanzlerduell auf vier Kanälen hat, wird sich bei einem ganz anderen Duo auf Kabel1 im Hauptprogramm prächtig amüsieren können: Terence Hill und Bud Spencer lassen die Fäuste fliegen. Im Spätprogramm von Pro7 wird es dann ernst, wenn es Emily Blunt, Josh Brolin und Benicio del Toro in der FreeTV-Premiere "Sicario" mit der mexikanischen Drogenmafia aufnehmen.

"Zwei sind nicht zu bremsen", Kabel1, 20:15 Uhr
Ein Ermittler der US-Marine (Terence Hill) versucht seinen Bruder (Bud Spencer), einen ehemaligen Glücksspieler, dazu zu bringen, mit ihm gemeinsam ein illegales Casino auf einer Yacht vor Miami auszuheben.

"Pari e dispari" (Gerade und ungerade - so der Originaltitel) ist der zwölfte Streifen, in dem Terence Hill und Bud Spencer vor der Kamera standen, und der siebte, in dem sie das bekannte Prügel-Komikerduo bildeten. Die italienische Komödie fiel 1978 in die Hochzeit ihrer Popularität. Mit 5,2 Millionen Zuschauern wurde das Werk in der Bundesrepublik die erfolgreichste Produktion des Jahres - noch vor "Star Wars"!

Erstmals drehte Sergio Corbucci ("Django") mit Hill alias Mario Girotti und Spencer alias Carlo Pedersoli. Das Werk wurde - wie so viele andere Filme des Duos vor Ort in Miami im US-Bundesstaat Florida gedreht. 50 Künstler und Techniker flogen dazu aus Italien ein und fertigten einen vergnüglichen Film mit der bewährten Mischung aus Sprüchen, Stunts und Prügel. Und nicht vergessen: Pistazie ist aus!

Ein norwegischer Zuschauer lobt: "Auch wenn die Handlung ein wenig schwach sein und sich ziehen mag und man dem Film sein geringes Budget anmerkt, ist er immer noch maximal unterhaltsam. Terence Hill und Bud Spencer spielen exzellent, und die klassischen Kampfszenen werden niemals alt."



"Sicario", Pro7, 22:30 Uhr
Eine prinzipientreue FBI-Agentin (Emily Blunt) wird einer Spezialeinheit zugeteilt, die den ständig eskalierenden Drogenkrieg an der Grenze der USA zu Mexiko beenden helfen soll.

Seit Mitte der Achtziger versucht die US-Regierung unter Einsatz der Bundespolizei FBI und des Auslandsgeheimdienstes CIA den Fluss der Drogen aus Mexiko über die Grenzen einzudämmen. Einer der Knotenpunkte des Drogenverkehrs ist die mexikanische Grenzstadt Juárez. 2008 galt die Stadt als die gewalttätigste der Welt, mit 130 Morden pro 100 000 Einwohnern. Die Bandenkämpfe der Drogenkartelle trugen dazu bei und erreichten 2010 einen Höhepunkt.

Zu dieser Zeit entstand die Idee, einen Film über den Kampf der Spezialeinheiten gegen die Drogenkartelle zu drehen und dabei die böse Ironie, dass sich die Gesetzeshüter in ihren Methoden und Denkweisen immer mehr den Gesetzesbrechern annähern, einzuflechten. Taylor Sheridan ("Hell or High Water") verfasste sein Drehbuchdebut, und der kanadische Regisseur Denis Villeneuve ("Arrival") verfilmte den Stoff unter dem Titel "Sicario", dem spanischen Wort für Auftragsmörder. Gedreht wurde für 30 Millionen Dollar in Albuquerque im US-Bundesstaat New Mexico.

Angeführt von den herausragenden Emily Blunt und Benicio Del Toro ist die Lionsgate-Produktion ein schnörkelloser und dicht gesponnener Kriminalfilm mit einigen atemberaubenden Szenen. Die Kritiker zeigten sich durch die Bank begeistert, auch die Zuschauer waren angetan - es kamen nur zu wenige. Mit weltweit bloß 85 Millionen Dollar floppte "Sicario" 2015.

Und das auch trotz der vielen Nominierungen, wie zum Beispiel für den Academy Award, wo Kameramann Roger Deakins, Komponist Johann Johannson und Ton-Cutter Alan Robert Murray genannt wurden. Bei den Britischen Filmpreisen waren Deakins und Johannson ebenfalls nominiert, dazu noch Benicio Del Toro als Nebendarsteller.

Kritikerin Marija Djurovic urteilte in "Cairo 360": "Ein herausragendes Kunstwerk, außergewöhnlich still und beunruhigend, und ein ein faszinierender Kriminalfilm, der menschlichen Anstand, Moral und Ethik im Angesicht von lebensbedrohlichen Situationen hinterfragt."



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