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Heute bin ich blond
Heute bin ich blond
© Universum Film

TV-Tipp für Dienstag (10.10.): Lisa Tomaschewsky hat neun Perücken

ARD zeigt "Heute bin ich blond"

"Heute bin ich blond", ARD, 00:35 Uhr
Eine junge Frau (Lisa Tomaschewsky) lässt sich von ihrer Krebserkrankung nicht unterkriegen, sondern beginnt, verschiedene Perücken zu tragen und ihr Leben voll auszukosten.

Im Alter von 22 Jahren wurde bei der Niederländerin Sophie van der Stap 2005 ein bösartiger Tumor in der Lunge diagnostiziert. Mit Hilfe mehrerer Chemotherapien gesundete sie und verarbeitete ihre Erlebnisse in der Autobiographie "Meisje met negen pruiken" (Das Mädchen mit den neun Perücken), die 2006 in den Niederlanden zum Bestseller wurde und zwei Jahre darauf auch in Deutschland unter dem Titel "Heute bin ich blond: Das Mädchen mit den neun Perücken" erschien. Nachdem sich das Fernsehen 2008 in Form einer Dokumenation in der ZDF-Reihe "37 Grad" mit "Das Mädchen mit den neun Perücken – Wie Sophie den Krebs überwindet" angenommen hatte, produzierten die Münchner Goldkind Filmproduktion mit weiteren Partnern auch eine Version für das Kino.

Katharina Eyssen ("Seitenwechsel") adaptierte in ihrem Drehbuchdebut den Stoff und verlegte die Handlung nach Deutschland. Gedreht wurde für 5 Millionen Euro größtenteils in Hamburg und dem dortigen Universitätsklinkum Eppendorf.

Regisseur Marc Rothemund ("Mein Blind Date mit dem Leben") gelang ein behutsames, berührendes und glaubwürdiges heimisches Drama, das der Kitschgefahr entgeht. Insbesondere dank Hauptdarstellerin Lisa Tomaschewsky, die hier ihre erste große Kinorolle erhielt, überzeugt der Film, der 2013 gute Kritiken erhielt, aber nur in wenige Kinos kam und lediglich von 140 000 Zuschauern gesehen wurde. Heute Abend zu später Stunde eröffnet sich die Gelegenheit, Versäumtes nachzuholen und diesen sehenswerten Streifen anzuschauen.

Ein Zuschauer aus Berlin schreibt: "Die Geschichte gibt nichts für zwei Stunden her. Hätten die Filmemacher sich auf 90 Minuten beschränkt, wäre der Film noch besser. Aber als Ganzes überzeugt er dank der guten Darsteller. Insbesondere die letzte Dialogszene mit Lisa Tomaschewsky und Jasmin Gerat ist Herz zerreißend gut."



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