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Lord of War - Händler des Todes mit Nicolas Cage und...d Leto
Lord of War - Händler des Todes mit Nicolas Cage und Jared Leto

TV-Tipp für Freitag (17.11.): Nicolas Cage ist der Händler des Todes

RTL2 zeigt "Lord of War"

"Lord of War", RTL2, 00:55 Uhr
Ein Waffenhändler (Nicolas Cage) hinterfragt die moralischen Grundsätze seiner Arbeit, während er von einem Interpol-Agenten (Ethan Hawke) gejagt wird.

Ein Film, der sich mit dem schwarzen Fleck der Industriestaaten auseinander setzt - der Bereicherung durch Waffenlieferungen an Dritte-Welt-Staaten und -Diktatoren - und ganz offen auch die dubiose Rolle der USA dabei thematisiert, ist nicht gerade die Art von Produktion, um die sich Hollywood-Studios schlagen. Und so war der neuseeländische Regisseur und Drehbuchautor Andrew Niccol ("Seelen") gezwungen, mühsam die 50 Millionen Dollar Produktionskosten zusammen zu kratzen. Unter anderem engagierte sich auch Hauptdarsteller Cage mit seiner Produktionsfirma Saturn Films.

Die im Film dargestellten Ereignisse weichen (leider) nicht allzu sehr von der Realität ab. Niccol hatte sich durch intensive Recherchen auf dem Gebiet bestens präpariert, so dass Amnesty International sein Werk bedenkenlos empfehlen konnten, da es auf die Problematik des Waffenhandels aufmerksam machte. Cage's Figur ist ein Amalgam verschiedener Waffenhändler, und der im Film dargestellte Diktator André Baptiste entspricht nur wenig verschleiert dem ehemaligen liberianischen Machthaber Charles Taylor.

Der in vielen Ländern spielende Film wurde hauptsächlich in Südafrika und in Kapstadt gedreht, die für viele asiatische und afrikanische Länder respektive die liberianische Stadt Monrovia einstehen mussten. Es gelang Niccol für einige Szenen, echte Panzer eines tschechischen Waffenhändlers, die für den Export nach Libyen vorgesehen waren, und tschechische Sturmgewehre zu besorgen. "Es wäre teurer gewesen, das alles nachzubauen", meinte der Filmemacher, dessen Produktion letztlich 50 Millionen Dollar kostete.

Leider konnte dieser intelligente, aber auch ein bisschen nach dem Gießkannenprinzip erzählte Steifen das Publikum nicht für sich gewinnen und floppte 2005 mit weltweit 72 Millionen Dollar Umsatz.

"Urban Cinefile Critics" schrieb: "Der Film ist total unterhaltsam, aber es stiefeln so viele Themen durch das Drehbuch, dass man nicht immer emotional involviert wird."



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