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Walk the Line mit Joaquin Phoenix
Walk the Line mit Joaquin Phoenix

TV-Tipp für Freitag (15.12.): Joaquin Phoenix geht durch den Feuerwall

RTL2 zeigt "Walk the Line"

"Walk the Line", RTL2, 22:25 Uhr
Der Aufstieg des Country-Musikers Johnny Cash (Joaquin Phoenix) vom Aufwachsen auf einer Baumwollfarm in den Vierzigern in Arkansas bis zu seinem legendären Auftritt im Folsom-Gefängnis 1968.

Johnny Cash war eine faszinierende Persönlichkeit, die ein ebenso faszinierendes Leben führte - mit Tiefen und Höhen, die einen guten Kinofilm ergeben würden. Fand nicht zuletzt der Sänger selbst, der Mitte der Neunziger den Regisseur James Keach, den er über seine Freundin Jane Seymour kennen gelernt hatte, für eine filmische Autobiographie zu interessieren suchte. Es folgte eine Reihe von Interviews mit Cash, die Gil Dennis zu einem Drehbuch formte. Doch kein Filmstudio zeigte Interesse an dem Stoff.

Erst durch die Beteiligung von Regisseur James Mangold ("Logan"), damals bekannt durch "Cop Land" und "Girl, Interrupted" ("Durchgeknallt"), der Dennis' Drehbuch überarbeitete, kam 2001 wieder Bewegung in das Projekt. Mangold und Dennis hatten für ihr Skript die beiden Memoiren "Man in Black" von 1975 und "Cash: The Autobiography" von 1997 hinzugezogen. 20th Century Fox waren schließlich bereit, das Budget von 28 Millionen Dollar zu finanzieren.

Johnny Cash und seine Frau June Carter sollten die Dreharbeiten 2004 aber nicht mehr erleben: June starb im Mai 2003, vier Monate später verstarb Johnny. Auf den fertigen Filme und insbesondere ihre Leinwand-Pendants Joaquin Phoenix und Reese Witherspoon, die beide exzellenten Leistungen zeigten und vor allem die Lieder selbst einsangen, was die Authentizität des Dramas erhöhte, wären sie sicherlich stolz gewesen.

Mangold und seinem Team gelingt es vorzüglich, die emotionalen Feinheiten der Musiklegende mit einer Frische abzubilden, die den Zuschauer packt und in das Geschehen unmittelbar hineinzieht. Als "Walk the Line" 2005 erschien, begeisterte er demzufolge Kritiker wie Publikum gleichermaßen. Mit einem Einspiel von weltweit 186 Millionen Dollar wurde der Streifen auch finanziell ein großer Erfolg.

Presse und Filmindustrie würdigten das Werk mit vielen Auszeichnungen und Nominierungen. Besonders für Reese Witherspoon wurde ihre Leistung zum Triumph. Die damals 29-Jährige gewann die "Großen Vier": Den Oscar, den Golden Globe, den Britischen Filmpreis (BAFTA) und den Screen Actors Guild Award als "Beste Hauptdarstellerin". Bei den Academy Awards waren Hauptdarsteller Joaquin Phoenix, Cutter Michael McCusker, Kostümbildnerin Arianne Phillips und die Tonmischung nominert; bei den Golden Globes gewannen der Film und erneut Phoenix, der bei den Britischen Filmpreisen und bei den Screen Actors Guild Awards nominiert wurde. Zudem gab es einen BAFTA-Sieg für den Ton und eine BAFTA-Nominierung für die Musik von T Bone Burnett.

Ein Zuschauer schwärmt: "Joaquin Phoenix verkörpert Johnny Cash wie seine zweite Haut. Man reibt sich zwar nicht die Augen vor Staunen, aber er beschwört Cash in Erscheinen und Stimme bis zu einem Grad herauf, der mehr als bewunderswert ist. Und dennoch zeigt Phoenix wohl nicht mal die beste Leistung in diesem Film. Reese Witherspoon zeigt sich einer Rolle gewachsen, die so schnell zu einem Landei-Klischee hätte missraten können. Sie verkörpert die Bühnenpersönlichkeit, die die Menschen anhimmelten, während sie die Entschlossenheit und die innere Stärke einer Frau zeigt, die einen wilden Mann wie Johnny Cash zähmte. Die Chemie zwischen Witherspoon und Phoenix ist in jeder Szene spürbar, aber insbesondere bei deren gemeinsamen Auftritten, die auf eine Art wahrhaftig sind, dass sie lange nach dem Abspann nachwirken."



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