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Ich fühl mich Disco
Ich fühl mich Disco
© Salzgeber & Co

TV-Tipp für Mittwoch (28.3.): Wenn der Sohne mit dem Vater...

3sat zeigt "Ich fühl mich Disco"

"Ich fühl mich Disco", 3sat, 23:45 Uhr
Ein Turmspringtrainer (Heiko Pinkowski) kann mit seinem moppeligen Sohn (Friethjof Gawenda), der weniger auf Mädchen denn auf Mamas Disco-Outfit steht, wenig anfangen. Doch als die Mutter (Christina Große) eines Tages nicht mehr da ist, müssen Vater und Sohn endlich lernen, miteinander auszukommen...

"Mach einen Film darüber, womit du dich auskennst." Das war das Motto, unter das der Berliner Regisseur und Drehbuchautor Axel Ranisch ("Alki Alki"), der offen schwul in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebt, diese deutsche Komödie gestellt hat. "Mein Film ist voll von Erinnerungen. Voll von Szenen und Gefühlen, mit denen ich mich hervorragend auskenne: Ein Jugendlicher, der mitten in der Selbstfindung steckt, mit seinem Vater aneckt, seine Sexualität entdeckt und - gerade gefunden - wieder versteckt. Ein Junge, der einen lieben Menschen verliert, sich oft genug einsam fühlt und in den Falschen verliebt…", so der Filmemacher, der auch seinen Hochschulprofessor Rosa von Praunheim in seine Kordes & Kordes-Produktion eingebaut hat.

Dass Ranisch so nahe bei seinen Erfahrungen und Empfindungen geblieben ist, kommt seinem mit kleinem Geld und einiger Improvisation gedrehten Werk zugute, und man sieht es ihm an. Die Ehrlichkeit und Authentizität der Figuren würzt Axel mit einer Prise Surrealismus, einer Dosis Trash und ganz viel Schlager. Neben dem Witz steht das Gefühl gleichberechtigt in diesem ironischen Streifen, der 2013 trotz hervorragender Kritiken leider nur wenige Zuschauer im Kino fand.

Kritikerin Claudia Nitsche befand in "Radio Köln": "Was Axel Ranisch zelebriert, ist vielleicht eine Frage des Humors. Aber: Wie er die Lieder auf die Szenen legt, so dass ihnen, gerade noch Richtung Ballermann unterwegs, plötzlich Melancholie innewohnt, das ist großes Kino. Und wie er seine Figuren echt macht ebenso."



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