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Verdammt in alle Ewigkeit - Burt Lancaster und Deborah Kerr
Verdammt in alle Ewigkeit - Burt Lancaster und Deborah Kerr

TV-Tipp für Mittwoch (4.4.): Deborah Kerr und Burt Lancaster lieben sich

3sat zeigt "Verdammt in alle Ewigkeit"

"Verdammt in alle Ewigkeit", 3sat, 22:25 Uhr
Auf einem Armeestützpunkt auf Hawaii 1941 wird ein Soldat (Montgomery Clift) grausam für seine Weigerung, in der Boxstaffel mitzuwirken, von seinem Vorgesetzten (Philip Ober) bestraft, dessen Frau (Deborah Kerr) eine Affaire mit seinem Stellvertreter (Burt Lancaster) eingeht.

"From Here to Eternity" - so der Originaltitel, der von der Romanvorlage von James Jones aus dem Jahr 1951 herrührt - gehört zu den Filmen, denen ihr Alter nicht gut bekommen ist. 1953 überschlugen sich die Kritiker, und die Columbia Pictures-Produktion erhielt acht Oscars. Heute kann man die eindrucksvollen darstellerischen Leistungen insbesondere von Montgomery Clift und Burt Lancaster immer noch goutieren, aber für jetzige Sehgewohnheiten fällt auch das träge Erzähltempo von Fred Zinnemann ("High Noon") ins Auge.

Der Titel entstammt einem Zitat aus dem Gedicht "Gentlemen-Rankers" von Rudyard Kipling aus dem Jahr 1892 über britische Soldaten, die "vom Wege abkamen und von hier verdammt waren in alle Ewigkeit". Jones' Roman entwickelte sich zum Bestseller, und auch wenn er wegen seiner Themen wie Ehebruch, Sadismus, Prostitution und Homosexualität als schwerlich verfilmbar galt, erwarben Columbia Pictures die Rechte für 87 000 Dollar.

Um die Unterstützung der Armee zu erhalten und in den prüden Fünfzigern an der Zensur der Filmindustrie vorbeizukommen, musste Drehbuchautor Daniel Taradash allerdings einige Änderungen an der Handlung vornehmen. Dennoch äußerten die US Army und US Navy ihr Missfallen über die 2,5 Millionen Dollar teure Produktion, die vor Ort auf Hawaii gedreht worden war, weil sie die Armee "in ein schlechtes Licht" rücke.

Den Zuschauern war das egal. Sie stürmten die Kinos und machten das packende Drama mit 30 Millionen Dollar zum zweiterfolgreichsten Film des Jahres in den USA hinter "The Robe". Heute entspräche diese Summe rund 280 Millionen Dollar und läge damit auf "Despicable Me 3"-Niveau.

13 Nominierungen für den Academy Award gab es. Gewinnen konnten der Film selbst, Regisseur Fred Zinneman, Drehbuchautor Daniel Taradash, Nebendarstellerin Donna Reed, Nebendarsteller Frank Sinatra, Kameramann Burnett Guffey, Cutter William A. Lyon und der Ton. Leer gingen Hauptdarstellerin Deborah Kerr, die Hauptdarsteller Montgomery Clift und Burt Lancaster, Komponist George Duning und Kostümbildner Jean Louis aus. Bei den Golden Globes gewannen Regisseur Zinneman und Nebendarsteller Sinatra. Bei den Britischen Filmpreisen war der Film nominiert. 2002 nahm die Library of Congress den Streifen als "kulturell, historisch oder ästhetisch bedeutsames Werk" in das National Film Registry auf, um es der Nachwelt zu erhalten.

Ein Zuschauer urteilt: "Dieser Film hat es nach all den Jahren noch in sich, selbst nach der Verwässerung der phantastischen Romanvorlage. Die Schauspieler sind brillant, die Inszenierung makellos und das Drehbuch großartig. Der homosexuelle Subtext des Buches ist vorhanden, aber wegen der Zensur ebenfalls gedämpft."

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