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Jane Eyre - Mia Wasikowska
Jane Eyre - Mia Wasikowska
© Tobis Film

TV-Tipps für Samstag (21.4.): Mia Wasikowska enthüllt Michael Fassbender's Geheimnis

3sat zeigt "Jane Eyre"

Am Samstagabend kann sich die ganze Familie vor dem Vox-Hauptprogramm versammeln, in dem der Animationsstreifen "Die Hüter des Lichts" läuft. Ernster wird es parallel auf 3sat mit der jüngsten Leinwandversion des Charlotte Bronte-Romans "Jane Eyre".

"Die Hüter des Lichts", Vox, 20:15 Uhr

Als der böse Geist Pitch (gesprochen von Tommy Morgenstern) die Erde mit seinen Alpträumen angreift, schließen sich die Hüter des Lichts (gesprochen von Hannah Herzsprung, Florian David Fitz, Matze Knop und Klaus-Dieter Klebsch) zusammen, um die Unschuld der Kinder überall auf der Welt zu bewahren.

"Rise of the Guardians" - so der Originaltitel - hat Filmgeschichte geschrieben: Erstmals vertraute ein großes Filmstudio den Regieposten zu einem seiner Animationsstreifen einem Afro-Amerikaner an, und im Fall des damals 48 Jahre alten Peter Ramsey sogar einem Debutanten. Dieser versammelte ein erlesenes Team um sich, darunter die beiden aktuellen Oscar-Preisträger Roger Deakins und Alexandre Desplat. Kameramann Deakins beriet Ramsey in Sachen Bildgestaltung, wie er es auch schon bei DreamWorks Animations' vorangegangenen Animationsstreifen "How to Train Your Dragon" getan hatte, und Desplat komponierte die Filmmusik. Als Sprecher konnten Isla Fisher, Chris Pine, Alec Baldwin, Hugh Jackman und Jude Law gewonnen werden.

Mit der 165 Millionen Dollar teuren Produktion eng assoziert war auch der Schöpfer der "Guardians". William Joyce hatte Mitte der nuller Jahre die Idee zu seiner "The Guardians of Childhood"-Kinderbuchreihe, die 2011 begann und inzwischen auf sieben Bände kommt. Da Joyce zugleich auch Filmemacher ist, wollte er seine Romane auch selbst verfilmen und gründete dazu 2005 eine Produktionsgesellschaft. Diese Version kam nie zustande; 2008 verkaufte Joyce die Verfilmungsrechte an DreamWorks Animation, auch gegen die Zusicherung, dass er Mitspracherechte bei der Realisierung haben würde.

"Rise of the Guardians", eine Art "Avengers" für Grundschulkinder, nimmt dabei nur die Charaktere und Ausgangsidee der Bücher auf, erzählt aber eine eigene Geschichte, die 300 Jahre nach den Ereignissen der Romane spielt. Die Handlung ist dabei der schwächste Teil dieses charmanten Werks, das wundervoll aninmiert und temporeich gestaltet ist und dazu noch eine humanitäre Botschaft vermittelt.

Der von Paramount Pictures 2012 in die Kinos gebrachte Film erhielt positive Kritiken und kam gut bei den kleinen und großen Zuschauern an. Mit weltweit 307 Millionen Dollar Umsatz wurde die Produktion ein großer Erfolg. Bei den Golden Globes war "Rise of the Guardians" als "Bester Animationsfilm" nominiert.

Kritikerin Candice Frederick urteilte in "Reel Talk Online": "Ein charmanter, süßer und bezaubernder Film, der nicht ohne Schwächen ist, aber genau die richtige Art hoffnungsvoller Gute Laune-Streifen für die ganze Familie."



"Jane Eyre", Vox, 21:35 Uhr
Eine mäuschenhafte Hauslehrerin (Mia Wasikowska), die das Herz ihres Arbeitgebers (Michael Fassbender) erweicht, entdeckt bald, dass dieser ein furchtbares Geheimnis hütet.

Es gab bereits zahllose Verfilmungen des gleichnamigen Romans von Charlotte Bronte aus dem Jahr 1847, die wohl bekannteste stammt aus dem Jahr 1943 mit Joan Fontaine als Jane Eyre und Orson Welles als Mr. Rochester. Aber BBC Films hielten die Zeit für eine weitere Version gekommen und engagierten den amerikanischen Regisseur Cary Joji Fukunaga ("Beats of No Nation"), um 2011 eine britische Version zu bebildern, die vor Ort in London, Derbyshire, Oxfordshire und Sheffield gedreht wurde, hauptsächlich mit Rückblenden erzählt wird und die schaurigen Elemente des Dramas betont.

Fukunaga inszenierte eine aufwühlende und elegante Adaption des Klassikers, verband Horror, Krimi, Liebes-, Psycho- und Emanzipationsdrama. Adriano Goldman's Kamera, Dario Marianelli's Musik und die grandiosen Schauspieler tragen mit ihren herausragenden Leistungen zu dieser von der Kritik gefeierten Version ebenfalls bei. Mia Wasikowska bietet dabei die wohl beste Interpretation der Titelfigur bisher überhaupt. Kostümbildner Michael O'Connor wurde für einen Oscar und einen Britischen Filmpreis nominiert.

Kritiker Alistair Harkness lobte in "The Scotsman": "Es überrascht, wie kräftig und lebendig sich der Film anfühlt."



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