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Lady Bird
Lady Bird
© Universal Pictures International

Deutsche Filmstarts: Saoirse Ronan nennt sich Lady Bird

Martin Freeman erzählt "Ghost Stories"

Wieder eine herausragende Kinowoche für das deutsche Publikum: Viele Empfehlungen lassen selbst bei Sommerwetter im April das Cineastenherz in Versuchung kommen, sich in einen abgedunkelten Saal zu verkrümeln. Die Quasi-Regiedebuts von Greta Gerwig und Andy Serkis locken vor die Leinwände, und Andrew Garfield und Jake Gyllenhaal hadern mit körperlichen Beeinträchtigungen. Was lohnt den Kauf einer Kinokarte? Und wann setzt man sich zum Grillen lieber in die April-Sonne?

"Lady Bird"

Drama
USA
94 Minuten
FSK 0

Unsere Empfehlung: Reingehen!

US-Tragikomödie über eine rebellische Jugendliche (Saoirse Ronan), Freundschaft und erste Liebesbeziehungen. Trotz mancher Konflikte, vor allem zwischen Mutter (Laurie Metcalf) und Tochter, hält ihre Familie stets zu ihr.

Es hat keinen Kritiker gegeben, der etwas Schlechtes über das Quasi-Regiedebut von Greta Gerwig - sie hatte 2008 Co-Regie bei dem Drama "Nights and Weekends" geführt - zu sagen gehabt hätte. Gerwig verfilmte hier ihr eigenes Drehbuch und liefert frische Erkenntnisse über die Turbulenzen der Jugend. Ein einfühlsames Werk, das seine Charaktere differenziert zeichnet. Die Zuschauer beurteilen die Universal Pictures-Produktion, die für fünf Oscars nominiert gewesen ist, ebenfalls sehr positiv.

Unser Kritiker Björn Schneider ist begeistert und vergibt die Höchstwertung: Fünf von fünf Sternen! Er schreibt: "Feinfühlig inszenierte, gekonnt zwischen Tragik und Heiterkeit changierende Coming of Age-Tragikomödie mit einem beachtlichen Gespür für die Befindlichkeiten der Figuren und einem brillanten Cast."

"Ghost Stories"
Horror
Großbritannien
98 Minuten
FSK 6

Unsere Empfehlung: Reingehen!

Britischer Horrorfilm über einen Psychologie-Professor (Martin Freeman), der sich mit mehreren Fällen von scheinbar übernatürlichen Geschehnissen auseinander setzen soll – und selbst immer weniger zwischen Phantasie und Realität unterscheiden kann.

Die beiden englischen Regisseure Jeremy Dyson und Andy Nyman, die bisher für das Fernsehen inszeniert haben, überzeugen mit ihrem Kinoregiedebut, das gut gemachte, geschickt erzählte Mini-Geschichten verbindet, die klug mit Genre-Klischees spielen und dabei einige teuflisch beängstigende Wendungen einbauen. Die Kritiken für die Concorde-Produktion sind gut, die Zuschauer zufrieden.

Unser Rezensent Andreas Köhnemann ist angetan: "Ein äußerst unterhaltsamer Mix aus Grusel und schwarzem Humor, der mit einigen Twists aufwartet und dabei stets eine atmosphärische Dichte besitzt."

"Roman J. Israel, Esq. - Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit"
Drama
USA
122 Minuten
FSK 6

US-Drama über einen idealistischen Pflichtverteidiger (Denzel Washington) in Los Angeles, der gegen die Ungerechtigkeiten des überlasteten amerikanischen Justizsystems ankämpft – und daran zu zerbrechen droht.

Diese Sony Pictures-Produktion hat - die einzige Oscar-Nominierung zeigte es an - ein Pfund, mit dem sie wuchern kann: Den unwiderstehlichen Denzel Washington in der Titelrolle, der das faszinierende, aber schwerfällige Werk von Regisseur und Drehbuchautor Dan Gilroy ("Nightcrawler") über den Durchschnitt hebt. Während die Kritiken gemischt ausgefallen sind, reagierten die meisten Besucher enttäuscht.

Unser Kollege Björn Schneider sieht es ähnlich: "Hervorragende Darsteller allein machen noch keinen guten Film – das Anwaltsdrama verfügt mit Denzel Washington über einen einnehmenden, kraftvoll aufspielenden Hauptdarsteller, krankt jedoch am fehlenden Spannungsbogen und einem ereignisarmen Erzählfluss."

"Solange ich atme"
Drama
Großbritannien
118 Minuten
FSK 12

Unsere Empfehlung: Reingehen!

Britisches Drama nach wahren Begebenheiten, das im England der fünfziger Jahre spielt und von einem Paar (Claire Foy und Andrew Garfield) erzählt, bei dem der Mann an Polio erkrankt und vom Hals ab gelähmt bleibt. Anders als damals üblich bleibt er jedoch nicht in einem Pflegeheim. Fortan kämpft das Paar für mehr Lebensqualität für Schwerbehinderte.

"Breathe" - so der Originaltitel - ist das Regiedebut von Andy Serkis. Zwar hat er "Mowgli" 2015 zuerst gedreht, dieser ist aber wegen des Erfolgs von "The Jungle Book" auf den Herbst dieses Jahres verschoben worden. Die SquareOne-Produktion kann insbesondere mit starken und harmonierenden Hauptdarstellern aufwarten, die der etwas zuckersüß geratenenen Herangehensweise Ecken und Kanten verleihen. Den Zuschauern hat der Streifen besser gefallen als den Kritikern, die gemischte Rezensionen veröffentlicht haben.

Unsere Kritikerin Bianka Piringer steht auf der Publikumsseite: "Unter der Regie von Andy Serkis gelingt eine atmosphärisch sehr überzeugende Mischung aus Romantik, Abenteuer, Humor, die dem Thema eines Lebens unter künstlicher Beatmung das Lähmende nimmt. Die Hauptdarsteller Andrew Garfield und Claire Foy lassen stets spürbar werden, dass dieses ungewöhnliche Ehepaar sein Glück dem Schicksal durch eigene Anstrengung abgetrotzt hat."


"Stronger"
Drama
USA
119 Minuten
FSK 12

Unsere Empfehlung: Reingehen!


US-Drama nach einer wahren Begebenheit: Jeff Baumann (Jake Gyllenhaal) verliert durch den Bombenanschlag auf den Boston-Marathon im Jahr 2013 beide Beine. Doch er kann der Polizei entscheidende Hinweise auf die Täter geben und lernt schließlich auch, sein Schicksal zu akzeptieren. Dadurch wird er zu einem Symbol des Widerstands gegen den Terror.

2014 veröffentlichte Jeff Baumann seine Autobiographie "Stronger", in der er die ein Jahr zuvor erlittenen Erlebnisse verarbeitete. David Gordon Green ("Joe") hat das Buch emotional ergreifend in Szene gesetzt, kann sich über altbekannte Klischees hinweg setzen und macht das Beste aus dem gut gewählten Schauspielerensemble. Die Kritiken für die Studiocanal-Produktion sind hervorragend, die Zuschauerreaktionen positiv.

"The 15:17 to Paris"
Thriller
USA
94 Minuten
FSK 12

Unsere Empfehlung: Spart Euch das Geld!

US-Thriller nach wahren Begebenheiten, das von erzählt von einem amerikanischen Soldaten (Alek Skarlatos) erzählt, der mit zwei Freunden (Anthony Sadler und Spencer Stone) auf Europa-Reise einen terroristischen Anschlag in einem Zug in Frankreich vereitelt.

Mit der Idee, seine "Normale Männer vor außergewöhnlichen Herausforderungen"-Geschichten auf die Spitze zu treiben und die drei Hauptrollen mit Laien - nämlich den drei realen Helden - zu besetzen, hat sich Clint Eastwood ("American Sniper") einen Bärendienst erwiesen. Sein gut gemeinter, aber plumper Tribut an das Trio, auf dessen gleichnamigen Sachbuch die Warner Brothers Pictures-Produktion basiert, wird durch deren Inkompetenz als Darsteller unterminiert. Das Werk ist von der Kritik verrissen wurden und beim Publikum gefloppt.

Unser Rezensent Björn Schneider kann verstehen, warum: "Handwerklich und formal macht Clint Eastwood mit seinem von dokumentarischem Realismus durchzogenen Film nicht viel falsch. Der Streifen krankt vielmehr am mangelnden schauspielerischen Talent der Hauptdarsteller."

Hier geht es zu den kompletten Filmstarts


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