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TV-Tipp für Dienstag (4.9.): Fritz Wepper und seine Kameraden verteidigen eine Brücke

3sat zeigt "Die Brücke"

"Die Brücke", 3sat, 20:15 Uhr
In den letzten Kriegstagen des Zweiten Weltkriegs verteidigen sieben 16-Jährige in einer sinnlosen Aktion eine militärisch wertlose Brücke gegen die herannahenden Amerikaner.

Golden Globe-Sieger, Oscar-nominiert, Gewinner des Deutschen Filmpreises - "Die Brücke" ist eine der Oasen in der westdeutschen Nachkriegsfilm-Wüstenei. Und er ist einer der kompromisslosesten Anti-Kriegsfilme, der 1959 mit der Verlogenheit Schluss machte, das Kriegsgeschehen im Zweiten Weltkrieg zu abenteuerlichem Heldentum umzudeuten, wie zum Beispiel im selben Jahr mit "Rommel ruft Kairo" oder noch ein Jahr zuvor mit "U47 -Kapitänleutnant Prien".

Der österreichische Regisseur Bernard Wicki zeigt schonunglos und erschütternd den Missbrauch kindlicher Ideale und jugendlicher Unbefangenheit durch ein Regime, das in den letzten Zuckungen noch halbe Kinder verheizt, anstatt die offensichtliche Niederlage einzugestehen, während die Panzer der Amerikaner, Engländer, Franzosen und Sowjets bereits das Land aufrollen.

Die Fono Film-Produktion basiert auf dem gleichnamigen Roman von Gregor Dorfmeister, den dieser 1958 unter dem Pseudonym Manfred Gregor veröffentlicht hatte und mit dem er seine eigenen Kriegserlebnisse verarbeitete. Gedreht wurde in der oberpfälzischen Stadt Cham und deren Florian-Geyer-Brücke über den Regen.

Die Dreharbeiten dauerten - auch wegen des schmalen Budgets und der unerfahrenen jugendlichen Darsteller, von denen Frank Glaubrecht, Michael Hinz und Volker Lechtenbrink erstmals vor einer Kamera standen - statt sechs zwölf Wochen und mussten nachsynchronisiert werden, weil Wicki den Jugendlichen laufend Regieanweisungen zurief.

In einer kleinen Rolle ist Vicco von Bülow alias Loriot zu sehen. Der damals 35-Jährige spielt einen Stabsfeldwebel, der mehrmals das Codewort "Bienenkorb" ins Telephon spricht.

Bei den Deutschen Filmpreisen gewann "Die Brücke" auch für die Regie, für Nebendarstellerin Edith Schultze-Westrum, Neuentdeckung Cordula Trantow und Komponist Hans-Martin Majewski.

Ein Zuschauer befindet: "Ich war am Kriegsende 17 Jahre alt und habe 14-Jährige bis zum letzten Jungen kämpfen sehen. Der Realismus dieses Films bringt mich immer noch ins Jahr 1945 zurück. Es ist so passiert."



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