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The Nice Guys - Holland March (Ryan Gosling, links)...rowe)
The Nice Guys - Holland March (Ryan Gosling, links) und Jackson Healy (Russell Crowe)
© Concorde / Daniel McFadden

TV-Tipps für Sonntag (14.10.): Russell Crowe und Ryan Gosling sind gar nicht so nett

RTL zeigt FreeTV-Premiere "The Nice Guys"

Der TV-Herbst ist endgültig da. Am Sonntagabend feuern die Privatsender auf einmal auf allen Kanälen mit FreeTV-Premieren. Die sehenswertesten sind die Komödien "Mein Blind Date mit dem Leben" im Sat1-Hauptprogramm und "The Nice Guys" im RTL-Spätprogramm.

"Mein Blind Date mit dem Leben", Sat1, 20:15 Uhr
Ein ehrgeiziger junger Mann (Kostja Ullmann) will seinen Traum verwirklichen und Mitarbeiter in einem Münchener Luxushotel werden, obwohl er stark sehbehindert ist.

Wieder mal der Beweis, dass die tollsten Geschichten nach wie vor das Leben schreibt. Diese deutsche Komödie basiert auf der Lebensgeschichte des Singhalesen Saliya Kahawatte, der seine extreme Sehbehinderung verschwieg, um eine Ausbildung zum Hotelfachmann und dann Karriere in der Hotelerie und Gastronomie zu machen. Er schaffte dies mit viel Fleiß, Auswendiglernen und Intuition. 2009 verarbeitete er seine Biographie in dem Sachbuch "Mein Blind Date mit dem Leben".

Regisseur Marc Rothemund filmte in Berlin und München und dort vor allem im Hotel Bayerischer Hof. Die sympathische und amüsante Studiocanal-Produktion profitiert besonders von der Leistung Kostja Ullmanns und seiner Mitspieler, die manch einen unglaubwürdigen Drehbucheinfall und das formelhafte Finale übertünchen.

Mit 846 000 Zuschauern wurde "Mein Blind Date mit dem Leben" 2017 ein solider Publikumserfolg bei wohl wollenden Kritiken.

Kritikerin Julia Teichmann schrieb im "Filmdienst": "Der Protagonist, aber auch wichtige Nebenfiguren verfügen über Galgenhumor, der für sehr witzige Momente sorgt und aufkeimende Rührseligkeit schnell relativiert."



"The Nice Guys", RTL, 22:45 Uhr
In Los Angeles im Jahr 1977 ermittelt ein ungleiches Detektivpaar (Russell Crowe und Ryan Gosling) im Fall eines verschwundenen Mädchens und des geheimnisvollen Todes eines Porno-Stars.

So kann es gehen. "Nach 13 Jahren fällt innerhalb von drei Tagen alles an seinen Platz", fasste Regisseur und Drehbuchautor Shane Black ("The Predator") die Vorproduktionsgeschichte dieser US-Komödie zusammen.

Seit 2001 hatte sich der Filmemacher vergeblich bemüht, sein Drehbuch in Szene zu setzen. Mitte der Nuller erarbeitete Black eine Fassung für den Pilotfilm einer TV-Serie auf CBS, was sich auch zerschlug, weil sein Werk die Fernsehzensur nicht passiert hätte. Als Shane nach seinem erfolgreichen "Iron Man 3" im Jahr 2013 von Produzent Joel Silver gefragt wurde, bei welchem Projekt er als nächstes Regie führen wolle, nannte der Regisseur "The Nice Guys". Silver gab ihm dafür grünes Licht, und Black schickte sein Skript an Russell Crowe und Ryan Gosling, die jeweils sofort zusagten. Shane hatte einen Film. Und ein Budget in Höhe von 50 Millionen Dollar.

Gedreht wurde nicht in Los Angeles, sondern in Atlanta und Decatur im US-Bundesstaat Georgia, wobei Ausstatter Richard Bridgland sein Bestes gab, zum Einen die Südstaat-Städte wie Los Angeles aussehen zu lassen, und zum Anderen in Details die Siebziger wieder auferstehen zu lassen.

"The Nice Guys" bringt eine weitere gelungene Variante des "ungleichen Paares" auf die Leinwand, diesmal mit einem cleveren Skript, Black's Freude an irrwitzigen Situationen und der unwiderstehlichen Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern.

Die Kritiker empfohlen 2016 den Besuch dieser Warner Brothers Pictures-Produktion wärmstens, doch nur allzu wenige Zuschauer wollten diesem Rat offenbar folgen. Mit einem weltweiten Einspiel von 63 Millionen Dollar floppte das Werk.

Kritiker Alex Casey befand in "New Zealand Herald": "Hier gibt es genauso viele Lacher wie Pistolenschüsse, und Ryan Gosling's Slapstick und Russell Crowe's trockene Dialoge bringen die notwendige Leichtigkeit ins Dunkel."



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