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Another Country - Rupert Everett und Colin Firth
Another Country - Rupert Everett und Colin Firth

TV-Tipp für Montag (15.10.): Rupert Everett schwört seinem Land ab

Arte zeigt "Another Country"

"Another Country", Arte, 22:40 Uhr
Der Schüler (Rupert Everett) eines englischen Elite-Internats in den dreißiger Jahren lernt den Werten zu misstrauen, die ihm dort beigebracht werden, als er merkt, dass ihm als Homesexuellen die gesellschaftlichen Türen verschlossen bleiben.

Einer der berühmtesten Spionagefälle Großbritanniens sind die "Cambridge Five", zu denen auch Guy Burgess gehörte. Er arbeitete während des Zweiten Weltkriegs für den britischen Geheimdienst MI5 und für das Außenministerium, stand aber als überzeugter Kommunist eigentlich in Diensten der Sowjetunion. Kurz vor seiner ihm zugetragenen Enttarnung floh er 1951 in die Sowjetunion, wo er 1963 starb.

In seinem Theaterstück "Another Country" hatte Julian Mitchell 1981 frei nach dem Leben Burgess dessen Jugendzeit in einem Elite-Internat nachgezeichnet und die Frage gestellt, was einen Menschen, der eigentlich zur administrativen Elite seines Landes zählte, zum Vaterlandsverräter werden ließ. Drei Jahre später folgte die Leinwandversion, für die Mitchell sein eigenes Stück adaptierte, das von Regiedebutant Marek Kanievska ("Less Than Zero"), der bis dahin für das Fernsehen gearbeitet hatte, in Szene gesetzt wurde. Für die Hauptrolle griff er auf Rupert Everett zurück, der den Part bereits auf der Bühne gegeben hatte und hier mit 24 Jahren sein Leinwanddebut gab.

Das Eton College, nach welchem die Schule im Film modelliert ist, weigerte sich aus nachvollziehbaren Gründen, als Drehort zur Verfügung zu stehen. Wird doch die Schule als ein Ort der Repressionen, Sanktionen und des Klassendenkens dargestellt. Kanievska drehte das britische Drama schließlich an unterschiedlichen Bildungseinrichtungen, darunter der Oxford University.

Everett und Colin Firth, der hier ebenfalls erstmals im Kino zu sehen war, zeigen großartige Darstellungen in diesem beeindruckenden, intelligenten und elegant gefilmten Streifen.

Bei den Filmfestspielen in Cannes erhielt Kameramann Peter Biziou 1984 eine Auszeichnung. Bei den Britischen Filmpreisen waren das Drehbuch, Cutter Gerry Hambling und Rupert Everett als "Beste Neuentdeckung" nominiert.

Ein Zuschauer lobt: "Auch wenn die obskuren Hierarchien des britischen Schulsystems der Dreißiger etwas schwer zu entschlüsseln sind, ist das genau der Punkt: Diese Menschen ersticken in den sinnlosen Ritualen ihrer Klasse. Rupert Everett und Colin Firth spielen herausragend als der offen schwule und der kommunistische Schüler, und die sich entfaltende Beziehung zwischen Everett und Cary Elwes gehört zum Romantischsten, was ich je im Kino gesehen habe."



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