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45 Years - Charlotte Rampling und Tom Courtenay
45 Years - Charlotte Rampling und Tom Courtenay
© Piffl Medien © Agatha A. Nitecka

TV-Tipp für Mittwoch (24.10.): Ein Schatten fällt auf die Ehe von Charlotte Rampling

Arte zeigt FreeTV-Premiere "45 Years"

"45 Years", Arte, 20:15 Uhr
Ein seit 45 Jahren verheiratetes Paar (Charlotte Rampling und Tom Courtenay), das dabei ist, die Feier zu seinem Hochzeitstag vorzubereiten, muss sich mit einer Nachricht aus der Vergangenheit des Mannes auseinander setzen, welche die Ehe erschüttert.

Ein Film der ganz leisen Töne, der Zwischentöne, Gesten, der Mimik - auf Theaterdonner gebürstete Szenen wartet man bei diesem britischen Drama vergeblich. Um so mehr werden sich Zuschauer reich beschenkt fühlen, die eine stille Geschichte aus dem Leben von Durchschnittsmenschen zu schätzen wissen. Insbesondere wenn sie von solch grandiosen Schauspielern wie Charlotte Rampling und Tom Courtenay faszinierend zum Leben erweckt werden.

Regisseur und Drehbuchautor Andrew Haigh nutzte als Ausgangspunkt die Kurzgeschichte "In Another Country" des englischen Autoren David Constantine für eine subtile Auseinandersetzung mit der Beharrlichkeit der Vergangenheit und der zerbrechlichen Stabilität der Gegenwart. Dem Filmemacher gelingt es zusammen mit seinen Hauptdarstellern, eine Allerweltsgeschichte in etwas Außerordentliches zu verwandeln, das zum Nachdenken anregt.

"45 Years" debutierte im Wettbewerb der Berlinale 2015 und gewann Silberne Bären für die Darsteller Charlotte Rampling und Tom Courtenay. Es war der Auftakt zu einer Lobpreisung aller Kritiker und zahlreicher Auszeichnungen und Nominierungen für die Film4-Produktion. Rampling erhielt eine Oscar-Nominierung; der Film wurde für den Britischen Filmpreis nominiert. Bei den Europäischen Filmpreisen wurde Charlotte als "Beste Darstellerin" ausgezeichnet; das Drehbuch und Tom als "Bester Darsteller" erhielten Nominierungen.

Kritikerin Rosalynn Try-Hane schrieb in "Battle Royale with Cheese": "Andrew Haigh schafft es nicht nur zu zeigen, wie Ehepartner ihre gemeinsame Geschichte unterschiedlich erinnern, sondern auch den unvermeidlichen Verrat, den ein Partner empfindet, wenn sie oder er erkennen muss, dass das, was sie oder er dachte, geschehen ist, nicht in der Weise geschah, wie sie oder er es dachte."



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