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Frankensteins Braut - Boris Karloff und Elsa Lanchester
Frankensteins Braut - Boris Karloff und Elsa Lanchester

TV-Tipp für Donnerstag (25.10.): Boris Karloff verlangt nach einer Gefährtin

3sat zeigt "Frankensteins Braut"

"Frankensteins Braut", 3sat, 23:30 Uhr
Dr. Frankenstein (Colin Clive) wird gezwungen, für das von ihm geschaffene Monstrum (Boris Karloff), welches sprechen lernt und menschliche Gefühle zeigt, eine künstliche Gefährtin (Elsa Lanchester) herzustellen.

Universal Pictures hatten den Riesenerfolg von "Frankenstein" 1931 bereits geahnt, als sie schon nach den ersten Testvorführungen das Ende des Streifens ändern und Henry Frankenstein überleben ließen. Das ließ die Tür offen für eine Fortsetzung, die dann auch sofort auf den Weg gebracht wurde. Regie sollte wieder der englische Filmemacher James Whale führen; in den Hauptrollen kehrten Colin Clive und Boris Karloff zurück.

Doch die Dreharbeiten sollten noch vier Jahre auf sich warten lassen. Keiner der Autoren konnte ein Drehbuch vorlegen, das Gnade vor den Augen von Whale fand. 1933 schimpfte der Regisseur, das von Tom Reed verfasste Skript "stinke zum Himmel". Insgesamt zehn Autoren schrieben Treatments und Drehbücher, steuerten Ideen und Dialoge bei - erst mit der Version, die William J. Hurlbut and Edmund Pearson schließlich 1934 ablieferten, wollte Whale arbeiten. Die Handlung schließt dabei direkt an das Ende von "Frankenstein" an.

Universal stellten dem Filmemacher ein Budget von rund 300 000 Dollar - das entspräche heute 5,2 Millionen Dollar - zur Verfügung, das James um 100 000 Dollar - das wären heute 1,8 Millionen Dollar - und zehn Drehtage überzog. Das sollte das Studio dem Filmemacher nachsehen, denn "Bride of Frankenstein" wurde 1935 ebenfalls zu einem Erfolg bei Kritik und Publikum. Der Horrorfilm setzte 2 Millionen Dollar - entspräche heute 28 Millionen Dollar - um und warf einen Gewinn von 950 000 Dollar, heute 13 Millionen Dollar, ab. Kein Wunder, dass Universal das Monster bis 1948 weitere sechs Mal auf die Leinwände schickten.

"Bride of Frankenstein" versammelte nicht nur vor der Kamera großartige Künstler, sondern vor allem hinter den Kulissen wirkten Kameramann John J. Mescall, Komponist Franz Waxman, Maskenbildner Jack Pierce, Ausstatter Kenneth Strickfaden und Spezialeffekte-Künstler John P. Fulton Wunder, um die Welt Mary Shelleys erneut beeindruckend und beängstigend zum Leben zu erwecken. Ein technisch bis heute ansehnliches Werk, dessen Motive, Bilder und Ideen immer noch nachwirken, variiert und parodiert werden. Whale lud das Ganze zudem noch mit exzentrischem Schwarzen Humor auf.

Der Ton wurde für den Academy Award nominiert. 1998 nahm die US-Library of Congress "Bride of Frankenstein" als "kulturell, historisch oder ästhetisch bedeutsames" Werk in das National Film Registry auf, um es der Nachwelt zu erhalten.

Ein Zuschauer schwärmt: "Das ist fraglos eine der besten Fortsetzungen, die jemals gedreht worden ist. Viele der großartigen Szenen aus dem Frankenstein-Kosmos stammen von hier, insbesondere die Sequenz mit dem blinden Einsiedler, die so denkwürdig von Mel Brooks in 'Young Frankenstein' parodiert worden ist. In dem hervorragend von Ernest Thesinger gespielten Dr. Pretorius haben wir die Nummer eins unter den verrücktesten Wissenschaftlern aller Zeiten und in der Braut bekommen wir DIE Frisur überhaupt. Der Streifen ist erinnerungswürdig dank seiner expressionistischen Kulissen, der Beleuchtung und Kamerawinkel und dank der phantastischen Musik von Franz Waxman. Der Film ist nicht besonders gruselig - eher Gothic als Horror - und unerwartet anrührend, besonders durch die Darstellung von Boris Karloff."



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