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Toni Erdmann - Peter Simonischek und Sandra Hüller
Toni Erdmann - Peter Simonischek und Sandra Hüller
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TV-Tipp für Montag (12.11.): Peter Simonischek bringt Sandra Hüller's Leben durcheinander

Arte zeigt "Toni Erdmann"

"Toni Erdmann", Arte, 20:15 Uhr
Ein Vater (Peter Simonischek) versucht, wieder eine gemeinsame Basis mit seiner hart arbeitenden Tochter (Sandra Hüller) zu finden, indem er in die Rolle eines Alter Ego schlüpft und ihr Leben durcheinander bringt.

Selten ist ein deutscher Film mit so viel Lob weltweit bedacht worden wie diese Komödie von Regisseurin und Drehbuchautorin Maren Ade, welche die Figur des Vaters vage auf der ihres eigenen aufbaute. Ade schuf dreidimensionale, sorgfältig gestaltete Figuren in dieser beeindruckend ambitionierten Charakterstudie, die bewegend und von zartem Witz ist.

Das französische Magazin "Cahiers du cinéma" und das britische "Sight & Sound" wählten den Streifen zum besten Film des Jahres 2016. Zuvor war "Toni Erdmann" bereits als erste deutsche Produktion seit acht Jahren in den Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele in Cannes eingeladen worden. Dort galt er als Favorit auf die Goldene Palme, ging aber leer aus.

Dies sollte dem in Aachen und in Bukarest gedrehten Werk leider weiter so ergehen: Bei den Golden Globes musste er dem französischen "Elle" den Vortritt lassen, bei den Britischen Filmpreisen dem ungarischen "Saul fia" ("Son of Saul") und bei den Academy Awards dem iranischen "Forushande" ("The Salesman"). Bei den Deutschen und den Europäischen Filmpreisen räumte der Streifen dagegen ab: Die Lola gab es für den Film selbst, für die Regie, das Drehbuch, Hauptdarstellerin Sandra Hüller, Hauptdarsteller Peter Simonischek und Cutterin Heike Parplies. Bei den Europäischen Filmpreisen gewann er als "Bester Film", für Regie, Drehbuch, Darstellerin Sandra Hüller und Darsteller Peter Simonischek.

In Deutschland wurde der Programmkinotitel mit 909.000 Zuschauern ein großer Erfolg, wobei die Kinogänger mit ihrem Lob nicht so überschwänglich waren wie die Kritiker.

Kritikerin Pamela Jahn urteilte in "Electric Sheep": "Der seltene Fall eines Films, der einen lachen, weinen, zusammen zucken und im Kinosessel winden lässt - alles zur selben Zeit."



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