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The Lego Movie 2
The Lego Movie 2
© Warner Bros.

Kinocharts USA (8. - 10.2.): Zuschauer halbieren LEGO-Klötze

Taraji P. Henson erwischt Liam Neeson kalt

Nach dem Rekordumsatzjahr 2018 stellt sich die Lage für die Filmstudios, Verleiher und Kinobesitzer im neuen Jahr weniger rosig dar - und das vergangene Wochenende brachte die erste richtig große Enttäuschung 2019 mit dem nur mäßigen Start des viel stärker erwarteten "The LEGO Movie 2". Die Top Twelve-Filme erreichten insgesamt nur mäßige 100 Millionen Dollar und lagen damit unter den 119 Millionen Dollar des Vorjahreswochenendes. Damals startete "Fifty Shades Freed" mit Dakota Johnson und 38 Millionen Dollar auf dem Premiumplatz.

Gold
Für "The LEGO Movie 2" erwarteten Analysten zur Premiere bis zu 66 Millionen Dollar, und das Filmstudio Warner Brothers Pictures selbst veröffentlichte die Zahl 55 Millionen Dollar. Das erscheint auch nicht vermessen, denn die Kritiken zu dem Animationsstreifen mit der Stimme von Chris Pratt sind wieder gut, und das Original hatte 2014 zum Start am gleichen Wochenende 69 Millionen Dollar erreicht.

Doch nun das: In den massiven 4303 Kinos, mit denen die Fortsetzung "Glass" nicht nur als meistgesehenen, sonder auch als meistgespielten Streifen ablöste, kamen nur mäßige 34 Millionen Dollar zusammen. Das ist zwar mehr als bei "The LEGO Ninjago Movie", der es zum Debut auf 20 Millionen Dollar brachte, aber deutlich schwächer als beim ersten Teil und auch bei "The LEGO Batman Movie", der mit 53 Millionen Dollar aus dem Gatter ging. Bei Produktionskosten von 99 Millionen Dollar muss sich "The LEGO Movie 2" nun schon strecken und auf das Auslandsgeschäft hoffen, um in die schwarzen Zahlen zu kommen. Eine LEGO-Trilogie ist hiermit erheblich unwahrscheinlicher geworden.

Silber
"What Men Want", die geschlechtergetauschte Version der Mel Gibson-Komödie "What Women Want" aus dem Jahr 2000, erreicht mit ebenfalls nur mäßigen 18 Millionen Dollar den zweiten Rang. Taraji P. Henson spielt die Hauptrolle in der 20 Millionen Dollar Paramount Pictures-Produktion, die in 2912 Lichtspielhäusern auf dem Spielplan steht und gemischte Kritiken erhalten hat.

Bronze
"Cold Pursuit" ("Hard Powder") ist die Neuverfilmung des norwegischen Stellan Skarsgard-Thrillers "Kraftidioten" ("Einer nach dem anderen") aus dem Jahr 2014. Hier hat Liam Neeson die Hauptrolle übernommen und gute Kritiken erhalten. Aber die Zuschauer interessierte das offenkundig zu wenig - mit lediglich 11 Millionen Dollar reicht es zwar für die Summit Entertainment-Produktion für das Treppchen, aber bei Produktionskosten von 60 Millionen Dollar sieht es hier gleichfalls danach aus, dass es schwierig mit den schwarzen Zahlen werden wird. Das Remake läuft in 2630 Spielorten.

Die Neuen
"The Prodigy" steigt bloß als Sechster ein. Der Horrorfilm mit Taylor Schilling hat gemischte Kritiken erhalten und die MGM-Tochter Orion Pictures 6 Millionen Dollar gekostet. Selbst diese bescheidene Summe ist nach dem Premierenwochenende noch nicht erreicht worden. Die Zuschauer gaben schwache 5,8 Millionen Dollar in den 2530 Filmtheatern aus.

Auf den Plätzen
Vierter ist die Kevin Hart-Komödie "The Upside" ("Mein Bester & ich" / 5. Woche / bisher insgesamt 85 Millionen Dollar); Fünfter ist der gestürzte Spitzenreiter "Glass" (4. Woche / 98 Mio); Siebter ist "Green Book" (13. Woche / 61 Mio.); Achter ist "Aquaman" (8. Woche / 328 Mio.); Neunter ist "Spider-Man: Into the Spider-Verse" (9. Woche / 180 Mio.) und schließlich Zehnter der Gina Rodriguez-Thriller "Miss Bala" (2. Woche / 12 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Den Großteil seines umgerechnet 59 Millionen Dollar schweren Budgets muss "The Kid Who Would Be King" ("Wenn du König wärst") sowieso ab Freitag auf seinem Heimatmarkt in Großbritannien erwirtschaften. Aus Nordamerika kommt mit nur 15 Millionen Dollar in drei Wochen jedenfalls wenig Rückenwind für den 20th Century Fox-Fantasy-Film mit Andy Serkis' Sohnemann Louis Ashbourne Serkis.

Es hat offenkundig nicht ausreichend Hundefreunde gegeben, die sich vor die Leinwände haben locken lassen, um "A Dog Way's Home" ("Die unglaublichen Abenteuer von Bella") anzuschauen. In fünf Wochen erreicht der Abenteuerfilm mit Jonah Hauer-King, der Columbia Pictures lediglich 18 Millionen Dollar gekostet hat, bloß 39 Millionen Dollar. Der ähnlich gelagerte "A Dog's Purpose" ("Bailey - Ein Freund fürs Leben") kam vor zwei Jahren auf immerhin 64 Millionen Dollar.

Ein echter Achtungserfolg ist "Escape Room" geworden, der Columbia Pictures mit seiner Kosten-Gewinn-Relation glücklich machen dürfte: 9 Millionen Dollar hat der Thriller mit Deborah Ann Woll gekostet, 54 Millionen Dollar in sechs Wochen eingespielt.

"Mary Poppins Returns" verabschiedet sich am achten Wochenende aus den Charts. Mit 170 Millionen Dollar ist der Fantasy-Film mit Emily Blunt als Erfolg zu werten. Aber reicht das auch der Walt Disney Company, die allein an Produktionskosten 130 Millionen Dollar investiert haben? Aus dem Ausland kommen derzeit 166 Millionen Dollar dazu, so dass das weltweite Einspiel bei guten 336 Millionen Dollar liegt. Eine Fortsetzung wäre da ein Kann, kein Muss für das Haus mit der Maus.


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