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Fletchers Visionen - Mel Gibson
Fletchers Visionen - Mel Gibson

TV-Tipps für Samstag (16.3.): Mel Gibson verbreitet Verschwörungstheorien

Sat1 zeigt "Fletchers Visionen"

Am Samstagabend müssen Spielfilmfreunde zu Nachteulen werden, denn die besten Streifen sind im Nachtprogramm verborgen. Sat1 zeigt Mel Gibson als blindes Huhn, das auch mal ein Verschwörungskorn findet, in "Fletchers Visionen", und parallel strahlt RTL2 den Teen-"Fight Club" "The Fighters" mit Sean Faris aus.

"Fletchers Visionen", Sat1, 00:40 Uhr
Ein New Yorker Taxifahrer (Mel Gibson), der bessessen von Verschwörungstheorien ist, wird zur Zielscheibe, als sich eine seiner Theorien als wahr herausstellt.

Kaum glaublich, aber wahr - das in diesem US-Thriller erwähnte geheime MKUltra-Programm des US-Auslandsgeheimdienstes CIA zur Bewusstseinskontrolle hat es tatsächlich von 1953 bis 1973 gegeben, und im Zuge dessen kam es sogar zu mindestens einem Todesfall, der von den Behörden vertuscht wurde. Und auch die mysteriösen Umstände des vermeintlichen Selbstmordes des MKUltra-Wissenschaftlers Frank Olson im Jahr 1953, der aus dem neunten Stock eines New Yorker Hotels gefallen war, geben bis heute Nahrung für Verschwörungstheorien. Die meisten Akten über MKUltra ließ CIA-Direktor Richard Helms 1972 illegal vernichten, aber einige wurden der Öffentlichkeit zugänglich und waren Gegenstand von mehreren Untersuchungskommissionen des US-Kongresses Mitte der Siebziger.

Der aufstrebende Drehbuchautor Brian Helgeland ("Legend") machte nach seinem Skript für "L.A. Confidental" diese Geschehnisse zum Ausgangspunkt seines zweiten Drehbuchs, das Warner Brothers Pictures für 80 Millionen Dollar vor Ort in New York City produzierten. Die bereits aus drei "Lethal Weapon"-Streifen miteinander bekannten Richard Donner und Mel Gibson arbeiteten hier ein weiteres Mal zusammen.

Donner inszenierte die Handlung, welche die amerikanische Verschwörungsmanie ironisch widerspiegelt, routiniert und mit subtilen Bildkompositionen. Die Kritiken für "Conspiracy Theory" - so der Originaltitel - waren 1997 lediglich gemischt, aber mit weltweit 137 Millionen Dollar Umsatz wurde das Werk an den Kinokassen ein Erfolg.

Kritiker Jeff Strickler schrieb in "Minneapolis Star Tribune": "Richard Donner führt wirkungsvoll Regie und treibt die Handlung schnell voran. Aber am wichtigsten ist, dass er weiß, wie man einen schnellen Witz einfließen lassen kann, ohne von der spannenden Geschichte abzulenken."



"The Fighters", RTL2, 01:40 Uhr
Ein frustrierter und innerlich zerrissener Teenager (Sean Faris) entdeckt an seiner neuen High School einen Untergrund-Kampfclub und lässt sich von einem Freefight-Trainer (Djimon Hounsou) trainieren, um gegen einen Mitschüler (Cam Gigandet) bestehen zu können.

Ein "Fight Club" ohne die weiter gehenden gesellschaftlich-politischen Implikationen für das jugendliche Publikum, mit einem Schuss "Karate Kid". Regisseur Jeff Wadlow ("Wahrheit oder Pflicht") inszenierte das 20 Millionen Dollar schwere US-Drama in Clermont und in Orlando und der dortigen Cypress Creek High School im US-Bundesstaat Florida.

"Never Back Down" - so der Originaltitel - hält sich getreulich an jedes erdenkbare Klischee von Kampffilmen, aber unterhält nichtsdestotrotz dank seiner Lebendigkeit und seines Witzes. Wadlow gelingt es, die nervöse Energie und das Testosteron der Jugend in seine Bilder zu übertragen und seinen Protagonisten mit seinen Problemen ernst zu nehmen.

Die Mandalay-Produktion erhielt 2008 schlechte Kritiken und floppte mit weltweit 41 Millionen Dollar Umsatz.

Kritiker Jeff Bayer befand in "The Scorecard Review": "Worauf ich gehofft hatte: Einen, zu dem ich halten kann; einen, gegen den ich sein kann; einen inspirierenden Trainer; einen weiblichen Augenschmaus; und natürlich eine Trainings-Montage. Ich habe all das bekommen."



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