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Wonder Park - Poster
Wonder Park - Poster
© Paramount Pictures

US-Filmstarts: Drei Neulinge keine Gegner für "Captain Marvel"

Animationsstreifen "Wonder Park" auf Silber abonniert

Nach der fabelhaften Premiere vor Wochenfrist mit 153 Millionen Dollar dürfte "Captain Marvel" keine Probleme haben, die Tabellenführung der nordamerikanischen Charts zu verteidigen. Analysten erwarten bis zu 81 Millionen Dollar für den Fantasy-Film mit Brie Larson, der aktuell bereits bei knapp 200 Millionen Dollar steht. Mit unverändert 4310 Kinos bleibt die 175 Millionen Dollar teure Walt Disney Studios-Produktion der meistgezeigte Streifen in Kanada und den Vereinigten Staaten.

Nicht viel zu holen also für die drei Neustarter, von denen "Wonder Park" ("Willkommen im Wunderpark") noch die größte Chance auf Silber hat. Der Animationsstreifen wird auf 3838 Spielplänen stehen und hat Paramount Pictures 100 Millionen Dollar gekostet. Bizarrerweise wird kein Regisseur im Abspann genannt werden. Regiedebutant Dylan Brown, der als Animationskünstler an Werken wie "Ratatouille" und "The Incredibles" für Disney gearbeitt hatte, ist im Januar von Paramount gefeuert worden. Der Grund: Zahlreiche Frauen hatten sich über "ungebührliches Verhalten" beschwert.

Ein größeres Problem stellen für das Filmstudio aber die schlechten Kritiken dar, die sich "Wonder Park" bis jetzt eingefangen hat. Für das Studio, das mit seiner Animatonstochter Paramount Animation 2015 mit "The Sponge Bob Movie: Sponge Out of Water" bei Kritikern und Zuschauern erfolgreich in die Zeichentricksparte gestartet war, hat es seitdem mit "Monster Trucks" und "Sherlock Gnomes" zwei Flops gesetzt, und es sieht so aus, als ob "Wonder Park" das Duo nun zum Trio machen wird. Mehr als 13 Millionen Dollar sehen Branchenkenner nicht voraus. Immerhin könnte das zum zweiten Platz in den Top Ten für den Streifen mit den Stimmen von Jennifer Garner und Matthew Broderick reichen.

Auf einen Erfolg wie "The Fault in Our Stars" ("Das Schicksal ist ein mieser Verräter") hoffen die Produzenten bei Lionsgate Films mit ihrem "Five Feet Apart". Das Drama handelt von zwei Teenagern mit jeweils lebensbedrohlichen Krankheiten, die sich ineinander verlieben, aber wegen ihrer Krankheiten einen Abstand von eben "Five Feet Apart", also rund 1,50 Meter, halten müssen. Justin Baldoni, der bisher Kurzfilme, Dokumentarfilme und TV-Serien gedreht hat, gibt sein Regiedebut. Das Problem für die 7 Millionen Dollar teure Produktion mit Haley Lu Richardson und Cole Sprouse: Sie basiert auf keiner Romanvorlage, die schon mal Zuschauer mitbringen würde, und die Kritiken sind lediglich gemischt. Man rechnet in den 2803 Lichtspielhäusern daher nur mit einem Umsatz von 10 Millionen Dollar. Vielleicht reicht das für Bronze.

In 2547 Spielstätten verleihen Focus Features ihren Science Fiction-Film "Captive State". Dem englischen Produzent, Regisseur und Drehbuchautor Rupert Wyatt ("The Gambler") stand ein Budget von 20 Millionen Dollar für die Geschichte eines seit zehn Jahren von Außerirdischen besetzten Chicagos zur Verfügung. John Goodman und Ashton Sanders wollen gegen die Besatzer aufbegehren. Die ersten Kritiken sind mehrheitlich positiv, die erste Mundpropaganda eher negativ. Da Focus Features wenig Werbung für ihre Produktion gemacht haben, fliegt "Captive State" unter dem Publikumsradar und dürfte auf bloß katastophale 5 Millionen Dollar zum Start kommen.


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