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Wir - Lupita Nyong'o, Winston Duke und Evan Alex
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Kinocharts USA (22. - 24.3.): Jordan Peele beschert Publikum das "Wir"-Gefühl

"Get Out"-Nachfolger "Us" erreicht 71 Millionen Dollar

Von wegen 55 Millionen Dollar! Mit 71 Millionen Dollar ist "Us", der einzige Neustarter am Wochenende in den US-Kinos explodiert und hat die Top Twelve-Filme insgesamt zu guten 141 Millionen Dollar angeschoben. Damit liegen die diesjährigen Top Ten in der dritten Woche hintereinander über dem jeweiligen Vorjahreswochenende und schließen die Schere wieder ein bisschen. Vor einem Jahr debutierte "Pacific Rim Uprising" mit John Boyega und 28 Millionen Dollar auf dem Premiumplatz, und die Top Twelve erreichten mäßige 112 MIllionen Dollar.

Gold
Vor zwei Jahren sorgte Regisseur und Drehbuchautor Jordan Peele für Erstaunen. Ein Komiker von Comedy Central, der einen Horrorfilm allein verantwortlich als sein Regiedebut auf die Leinwände brachte? Und dann auch hervorragende Kritiken erntete? Und dessen für nur 5 Millionen Dollar produzierter "Get Out" allein in den USA 176 Millionen Dollar einspielte, vier Oscar-Nominierungen erhielt - darunter als "Bester Film" und für die Regie - und davon einen für das Drehbuch gewann?

Wer nun geglaubt hat, dass es sich um eine Eintagsfliege gehandelt hat, der ist spätestens jetzt nicht nur eines Besseren belehrt, sondern vielleicht sogar sprachlos. Mit einem Premierenergebnis von höchstens 55 Millionen Dollar hatten die Analysten kalkuliert - jetzt hat "Us" 71 Millionen Dollar eingebracht. Und dass obwohl bei diesem Horrorfilm mit der Altersfreigabe "R" Jugendliche nicht alleine in die 3741 Spielstätten durften. Aber offensichtlich hat Jordan mit "Get Out" so viel positives Kapital bei den Zuschauern angehäuft, dass dies in Kombination mit den erneut exzellenten Rezensionen zu dieser Explosion an den Kinokassen geführt hat - jede zweite verkaufte Karte war eine für das 20 Millionen Dollar teure Lupita Nyong'o-Werk. "Get Out" war übrigens mit 33 Millionen Dollar gestartet.

Silber
Der überraschend starke "Us" ließ "Captain Marvel" keine Chance für den Hattrick an der Tabellenspitze. Walt Disney Pictures werden es verschmerzen können. Mit minus 48 Prozent hielt sich der Zuschauerschwund vom zweiten zum dritten Wochenende in Grenzen. 34 Millionen Dollar sind ein sehr gutes Ergebnis, dass die Gesamteinnahmen für den 175 Millionen Dollar teuren Fantasy-Film auf 320 Millionen Dollar anwachsen lässt. 32 Spielorte haben den Brie Larson-Streifen aus dem Programm genommen, der mit 4278 Filmtheatern aber mit weitem Abstand der meistgespielte Werk Nordamerikas bleibt. In der Reihe der Marvel Cinematic Universe-Produktionen hat es "Captain Marvel" auf den zehnten von 21 Plätzen geschafft und dürfte am kommenden Wochenende "Guardians of the Galaxy" und "Spider-Man: Homecoming" überrunden.

Bronze
"Wonder Park" ("Willkommen im Wunder Park") wird vom zweiten auf den dritten Platz verdrängt. Der 100 Millionen Dollar teure Animationsstreifen war dem Familienpublikum am zweiten Wochenende 8 Millionen Dollar wert. Das entspricht einem Umsatzrückgang von gemäßigten minus 43 Prozent. Das Problem für die in unverändert 3838 Lichtspielhäusern laufende Paramount Pictures-Produktion sind die hohen Produktionskosten von 100 Millionen Dollar. Derzeit hat der Film mit der Stimme von Brianna Denski gerade mal insgesamt 29 Millionen Dollar erreicht und dürfte am Ende bei höchstens 50 Millionen Dollar landen.

Auf den Plätzen
Vierter ist das Haley Lu Richardson-Drama "Five Feet Apart" (2. Woche / bisher insgesamt 26 Millionen Dollar); Fünfter ist "How to Train Your Dragon: The Hidden World" (5. Woche / 145 Mio.); Sechster ist die Tyler Perry-Komödie "A Madea Family Funeral" (4. Woche / 66 Mio.); Siebter ist das Julianne Moore-Drama "Gloria Bell" (3. Woche / 2,5 Mio.); Achter ist die mexikanische Komödie und "Fack ju Göhte 2"-Neuverfilmung "No Manches Frida 2" mit Omar Chaparro (2. Woche / 6,6 Mio.); Neunter ist "The LEGO Movie 2" (7. Woche / 103 Mio.) und Zehnter schließlich ist "Alita: Battle Angel" (6. Woche / 84 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Der Science Fiction-Film "Captive State" ist böse gefloppt. 25 Millionen Dollar hat die Focus Features-Produktion gekostet, schon am zweiten Wochenende ist der Ashton Sanders-Streifen mit lediglich 5 Millionen Dollar aus den Top Ten geflogen.

"Green Book" hat seinen Oscar-Bonus nun aufgezehrt und die Charts am 19. Wochenende verlassen. Das von Universal Pictures für 23 Millionen Dollar produzierte Drama mit Oscar-Sieger Mahershala Ali verabschiedet sich mit 84 Millionen Dollar als Erfolg.


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