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Dumbo
Dumbo
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Kinocharts USA (29. - 31.3.): "Dumbo" fliegt auf Nummer eins

Matthew McConaughey mit siebtem Flop in Serie

"Dumbo" ist nicht so hoch geflogen, wie sich Walt Disney Pictures erhofft haben, aber für die Eroberung der Tabellenführung in den nordamerikanischen Charts hat es am Wochenende locker gereicht. Insgesamt konnten sich die Top Twelve-Filme mit guten 130 Millionen Dollar Umsatz gegenüber dem Vorjahreswochenende behaupten, als 120 Millionen Dollar mit "Ready Player One" mit Tye Sheridan und 41 Millionen Dollar an der Spitze zusammen kamen.

Gold
In diesem Jahr kommen gleich drei Realfilmadaptionen von Disney-Zeichentrickfilmen in die Kinos: Vor "Aladdin" und "The Lion King" macht "Dumbo" den Anfang. Die Urversion von 1941 ist auf rund die doppelte Länge aufgebläht und mit viel CGI versehen worden, was zu gemischten Kritiken und Zuschauerreaktionen geführt hat. Mit 170 Millionen Dollar Produktionskosten ist dieses Walt Disney Pictures-Werk nicht gerade billig geraten; die 45 Millionen Dollar zum Auftakt sind ein gutes Ergebnis für den Fantasy-Film mit Colin Farrell, aber weniger, als die 50 Millionen Dollar, die das Haus mit der Maus als eigene Erwartungshaltung ausgegeben hat. Mit seinen massiven 4259 Kinos hat die Neuverfilmung "Captain Marvel" als meistgezeigten Streifen in Kanada und in den USA abgelöst.

Silber
"Us" ist kein zweiter "Get Out", zumindest was die Zuschauertreue betrifft. Zugegeben, der neue Horrorfilm von Jordan Peele muss eine viel größere Publikumsmenge halten - "Us" startete mit 71 Millionen Dollar und damit mehr als doppelt so hoch wie "Get Out" -, aber dennoch sind die minus 53 Prozent Umsatzrückgang im Vergleich zum Premierenwochenende, wenn man bedenkt, dass "Get Out" damals verschwindend geringe minus 15 Prozent hatte, doch üppig. Die 20 Millionen Dollar teure Universal Pictures-Produktion spielte am zweiten Wochenende 33 Millionen Dollar und damit genau so viel wie "Get Out" vor zwei Jahren zur Premiere ein. Zwei zusätzliche Spielorte hatten den Lupita Nyong'o-Film ins Programm genommen, der nun in 3,743 Lichtspielhäusern zu sehen ist. Insgesamt sind schon 128 Millionen Dollar in die Kassen des jetzt gestürzten Charts-Champs geflossen.

Bronze
"Captain Marvel" fliegt auch in seiner vierten Woche auf Erfolgskurs. Der momentan mit großem Abstand erfolgreichste Film des Jahres 2019, der weltweit diese Woche die Milliarden Dollar-Marke nehmen wird, verlor nur gemäßigte minus 40 Prozent Besucher im Wochenvergleich und erreichte exzellente 20 Millionen Dollar - eine Summe, die viele Filme froh wären, am zweiten Wochenende zu verzeichnen. Das Brie Larson-Werk verlor seinen Titel als meistgespielten Streifen Nordamerikas an den Neustarter "Dumbo", nachdem 293 Filmtheater die Walt Disney Pictures-Produktion vom Spielplan genommen hatten. Die Comic-Verfilmung ist in 3985 Spielstätten zu sehen und steht bei 353 Millionen Dollar.

Die Neuen
Ab und wann sticht ein religiös verbrämter Streifen, der sich an die gläubigen Evangelikalen wendet, heraus. Das trifft auf "Unplanned" zu, dessen solide 6 Millionen Dollar aus lediglich 1059 Lichtspielhäuser um so bemerkenswerter sind, nachdem sich zahlreiche Sender geweigert hatten, wegen der Thematik und der Altersfreigabe "R - Restricted", die Jugendliche ohne Erwachsenenbegleitung vom Kinobesuch ausschließt, Werbung für die Pure Flix-Produktion zu schalten. Dabei handelt es sich bei dem Ashley Bratcher-Werk um gar keinen Horrorfilm, sondern um ein Drama über eine ehemalige Planned Parenthood-Angestellte, die zu einer erbitterten Abtreibungsgegnerin wird. Die 6 Millionen Dollar Produktionskosten sind auf einen Schlag wieder drin, und Platz 5 steht zu Buche.

Von 6 Millionen Dollar ist "Beach Bum" weit entfernt, und selbst auf diesem niedrigen Niveau und bei einer eh schon geringen Erwartungshaltung aufgrund der bloß 1100 Kinos enttäuscht Matthew McConaughey ein weiteres Mal mit seinem jetzt siebten Flop in Serie seit "Interstellar" vor fünf Jahren. Die Independent-Komödie, die von Neon in die Spielstätten verliehen wird, setzte lediglich 1,8 Millionen Dollar um und kommt mit Rang zehn gerade mal so eben in die Charts.

Auf den Plätzen
Vierter ist das Haley Lu Richardson-Drama "Five Feet Apart" (3. Woche / bisher insgesamt 36 Millionen Dollar); Sechster ist der Animationsstreifen "Wonder Park" ("Willkommen im Wunder Park" / 3. Woche / 38 Mio.); Siebter ist "How to Train Your Dragon: The Hidden World" (6. Woche / 153 Mio.); Achter ist der australische Thriller "Hotel Mumbai" mit Dev Patel (2. Woche / 3,2 Mio.) und schließlich Neunter ist die Tyler Perry-Komödie "A Madea Family Funeral" (5. Woche / 70 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
"No Manches Frida 2", die mexikanische Wiederverfilmung von "Fack ju Göhte 2" mit Omar Chaparro ist am dritten Wochenende mit 8 Millionen Dollar aus den Charts verschwunden. Die spanischsprachige Pantelion-Produktion, die nur in wenigen Filmtheatern in den Südstaaten der USA lief, kommt nicht an die 11 Millionen Dollar des Originals von 2016 heran.

Eine weitere Neuverfilmung muss nach nur einer Woche Schnuppern in den Top Ten ebenfalls wieder "Adios!" sagen. Der chilenische Regisseur Sebastián Lelio hat seinen "Gloria", für den er 2013 den Preis der Jury auf der Berlinale gewann, mit Julianne Moore neu verfilmt. "Gloria Bell" lief als von dem kleinen Verleiher A24 verliehener Programmkinotitel in nur wenigen Spielorten und setzte in vier Wochen 4,2 Millionen Dollar um.

"The LEGO Movie 2" muss am erst achten Wochenende weichen und ist ein nur mäßiger Erfolg geworden. 104 Millionen Dollar für den Animationsstreifen mit der Stimme von Chris Pratt sind auf den ersten Blick nicht schlecht, aber die Kosten von 99 Millionen Dollar für Warner Brothers Pictures nicht auch eben wenig. Aber die echte Enttäuschung setzt ein, vergleicht man dieses Ergebnis mit dem des Originals, das vor fünf Jahren auf satte 257 Millionen Dollar gekommen war. Aus dem Ausland sind auch nur 78 Millionen Dollar dazugekommen. Fortsetzung fraglich.

"Alita: Battle Angel" erreicht in sieben Wochen 85 Millionen Dollar. Der Science Fiction-Film mit Rosa Salazar hat 20th Century Fox 170 Millionen Dollar gekostet. Dank des grandiosen Auslandsergebnisses von 317 Millionen Dollar dürfte trotz des nur mäßigen Umsatzes auf dem Heimatmarkt eine Fortsetzung nicht ausgeschlossen sein.


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