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Leben und sterben lassen - Julius Harris, Yaphet...Moore
Leben und sterben lassen - Julius Harris, Yaphet Kotto, Jane Seymour und Roger Moore

TV-Tipp für Donnerstag (11.4.): Roger Moore sieht schwarz

Vox zeigt "Leben und sterben lassen"

"Leben und sterben lassen", Vox, 22:25 Uhr
Der britische Agent James Bond (Roger Moore) soll einen Heroin-Fürsten (Yaphet Kotto) zu Fall bringen, der über eine komplexe Organisation und eine verlässliche Tarot-Karten-Leserin (Jane Seymour) verfügt.

Dieser britische Thriller ist einer für die Geschichtsbücher: Denn mit "Live and Let Die" übernahm 1973 erstmals Roger Moore in der Nachfolge von Ur-Bond Sean Connery die Rolle des Superspions 007, der nach sechs Filmen endgültig genug hatte. Eine ungewöhnliche und damals umstrittene Wahl, denn der eher amüsiert dreinschauende, mit trockenem Witz daherkommende Engländer hat nur noch wenig gemein mit dem raubtierhaften, mitleidlosen Agenten aus den Romanvorlagen von Ian Fleming. Doch über die Jahre gelang es Roger, der Rolle seinen Stempel aufzudrücken und zu beweisen, dass sich eine hochgezogene Augenbraue und zupackende Geheimdiensttätigkeit nicht ausschließen müssen. Dieser Teil der Agentensaga profitiert auf jeden Fall schon mal von einem Schuss Humor und aufblitzendem Stil.

Der erste Beitrag des damals 45-Jährigen leidet allerdings unter der Entscheidung der Produzenten und von Regisseur Guy Hamilton - dessen dritter Bond nach "Goldfinger" und "Diamonds Are Forever" dies ist - sich allzu sehr an die damalige Blaxploitation-Welle ranzuhängen - Filme von und mit Afro-Amerikanern, in denen es gewalttätig und sexuell zur Sache ging. "Live and Let Die" wurden dann rassistische Stereotypen unterstellt, die sicherlich nicht ganz von der Hand zu weisen sind. Wenn Geoffrey Holder als Baron Samedi mit den Augen rollt, fragt man sich schon, ob wieder die zwanziger Jahre angebrochen sind, wo Schwarze in Stummfilmen oft einen Affen aus sich machen mussten...Yaphet Kotto zeigte sich im Nachhinein selbst unzufrieden mit "der Sintflut an Klischee-Mist, den Tom Mankiewicz geschrieben hatte, die nichts mit der Erfahrungen oder der Kultur von Afro-Amerikanern zu tun hat".

Der Action-Höhepunkt ist eine lange Bootsverfolgungsjagd durch Louisiana - die Entscheidung, dabei mit Clifton James als Redneck-Sheriff eine Prise mehr "Humor" aufzulegen, kann getrost als überflüssig bezeichnet werden - und bis heute am nachwirkendsten ist der Titelsong, für den Paul und Linda McCarthy für einen Oscar nominiert wurden.

Gedreht wurde vor Ort im US-Bundesstaat Louisiana, auf Jamaica, die das fiktionale San Monique darstellte, in New York City und in den Pinewood Studios bei London. Erstmals war nicht Komponst John Barry involviert, da er wegen einer anderen Produktion unabkömmlich war; statt seiner komponierte George Martin, der "fünfte Beatle", die Musik.

Während die Kritiken nur gemischt ausfielen, wurde die 8 Millionen Dollar teure United Artists-Produktion ein weltweiter Riesenerfolg mit 161 Millionen Dollar - nach Zuschauerzahlen wurde der achte Bond der zum damaligen Zeitpunkt dritterfolgreichste, der kassenträchtigste für Roger und sollte erst 2012 von "Skyfall" wieder übertroffen werden.

Ein Zuschauer befindet: "James Bond ist größer als jeder Schauspieler. Sean Connery führte die Rolle ein, aber Roger Moore's Debut ist eine beeindruckende Fortführung der Reihe. Der Titelsong gehört zu den besten der Reihe, Yaphet Kotto ist ein superber Bösewicht, ebenso Jane Seymour als Bond-Girl. Moore sollte noch einige erstklassige 007-Abenteuer bestehen und sich zum Narren in einigen anderen machen, aber für über ein Jahrzehnt machte er den Part zu dem seinen und sein erster Bond gehört zu den besten."



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