Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder
Toy Story 4
Toy Story 4
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Kinocharts USA (28. - 30.6.): Süßes Spielzeug schlägt böses Spielzeug

Keine Chance für "Annabelle" gegen Woody & Co.

Die Fortsetzungsenttäuschungen gehen weiter, diesmal mit "Annabelle Comes Home", dem inzwischen siebten Werk aus dem "Conjuring"-Kinouniversum als Opfer. Insgesamt verzeichneten die Top Twelve-Filme in Nordamerika mit 138 Millionen Dollar ein solides Wochenende, das indes unter den 171 Millionen Dollar des Vorjahres blieb. Damals behauptete "Jurassic Park: Fallen Kingdom" mit Chris Pratt und 60 Millionen Dollar die Charts-Spitze an seinem zweiten Wochenende.

Gold
Keine Überraschung auf dem Premiumplatz. Auch wenn "Toy Story 4" mit minus 52 Prozent ordentlich kleine und große Zuschauer im Wochenendvergleich verlor, kommt der Animationsstreifen mit der Stimme von Tom Hanks auf 58 Millionen Dollar und damit ungefährdet wieder zur Kinokassenkrone. Da die 200 Millionen Dollar teure Walt Disney Studios-Produktion unter der Woche sehr gut lief, steht sie nach zehn Tagen bereits bei stattlichen 237 Millionen Dollar und damit - zumindest in Sachen Umsatz - bei etwas mehr als "Toy Story 3", der 2010 zum gleichen Zeitpunkt bei 227 Millionen Dollar lag - aber bei deutlich weniger als "Incredibles 2" und dessen 350 Millionen Dollar vergangenes Jahr oder "Finding Dory" und dessen 286 Millionen Dollar im Jahr 2016. Mit unverändert 4575 Kinos bleibt die Fortsetzung der mit Abstand meistgezeigte Streifen Nordamerikas.

Silber
Von allen bisherigen sieben Horrorfilmen aus dem "Conjuring" Cinematic Universe ist "Annabelle Comes Home", der bereits dritte Teil um die besessene Puppe, am schwächsten gestartet. Der Abwärtstrend ist insofern unverkennbar, denn mit den lediglich 20 Millionen Dollar - erwartet worden waren allgemein knapp 30 Millionen Dollar - unterbietet die New Line Cinema-Produktion die gerade erst aufgestellte Schlechstmarke aus dem April von "The Curse of La Llorona" in Höhe von 26 Millionen Dollar.

"Annabelle" war 2014 mit 37 Millionen Dollar debutiert, drei Jahre später gefolgt von "Annabelle: Creation", der mit 35 Millionen Dollar Premiere feierte. Der letztes Jahr stark mit 53 Millionen Dollar gestartete "The Nun" sieht inzwischen wie eine Anomalie aus. Mit 32 Millionen Dollar ist "Annabelle Comes Home" nicht eben preiswert gewesen - das Ausland muss jetzt unterstützen, will man noch schwarze Zahlen erreichen. Der Vera Farmiga-Film, der gemischte Kritiken erhalten hat, steht auf 3613 Spielplänen.

Bronze
Mäßig auch die Premiere von "Yesterday", aber hier wenigstens etwas besser als erwartet. Auch die britische Komödie von Danny Boyle hat gemischte Besprechungen geerntet und erreicht 17 Millionen Dollar. 2603 Spielorte haben die 26 Millionen Dollar teure Universal Pictures-Produktion im Programm.

Auf den Plätzen
Vierter ist "Aladdin" (6. Woche / bisher insgesamt 306 Millionen Dollar); Fünfter ist "The Secret Life of Pets 2" (4. Woche / 131 Mio.); Sechster ist "Men in Black International" (3. Woche / 65 Mio.); Siebter ist Wiedereinsteiger "Avengers: Endgame" (10. Woche / 841 Mio.); Achter ist der Aubrey Plaza-Horrorfilm "Child's Play" (2. Woche / 23 Mio.); Neunter ist "Rocketman" (5. Woche / 84 Mio.) und schließlich Zehnter "John Wick: Chapter 3 - Parabellum" (7. Woche / 161 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
Immerhin auf 105 Millionen Dollar in fünf Wochen hat es "Godzilla: King of the Monsters" gebracht. Immerhin, weil die Kritiken und die Mundpropaganda für den 170 Millionen Dollar teuren Fantasy-Film schlecht gewesen sind. Angesichts des Preisschildes können Warner Brothers Pictures allerdings dennoch nicht zufrieden sein, zumal der Kyle Chandler-Streifen deutlich unter den Vorgängern "Godzilla" und dessen 200 Millionen Dollar und "Kong: Sky Island und dessen 168 Millionen Dollar liegt.

"Anna", der französische, aber auf Englisch gedrehte Thriller von Luc Besson, hat es letzte Woche doch noch knapp in die Charts geschafft. Aber nun ist halt schon am zweiten Wochenende Charts-Schluss für die umgerechnet 30 Millionen Dollar teure EuropaCorp-Produktion, die von Summit Entertainment in die US-Kinos verliehen wird. Magere 6 Millionen Dollar sind bislang nur zusammen gekommen - ein weiterer empfindlicher Flop für Besson und seine Produktionsgesellschaft nach "Valerian and the City of a Thousand Planets".

Wie "Godzilla: King of the Monsters" ist "Dark Phoenix" kein guter Film. Aber im Gegensatz zum Monsterverse-Vertreter haben das die Zuschauer den neuesten "X-Men"-Vertreter mit nur 64 Millionen Dollar in vier Wochen auch deutlich spüren lassen. Für 20th Century Fox ist das ein empfindlicher Rückschlag für die "X-Men"-Saga. Satte 200 Millionen Dollar hat der Fantasy-Film mit Sophie Turner gekostet. Nun, da Fox von Disney gekauft worden sind, wird sich das Haus mit der Maus Gedanken machen, wie man in Zukunft die X-Men Gewinn bringender mit den anderen Marvel-Superhelden kreuzen kann.


Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.