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Fast & Furious - Hobbs & Shaw - Dwayne Johnson und...atham
Fast & Furious - Hobbs & Shaw - Dwayne Johnson und Jason Statham
© United International Pictures

US-Kinocharts: Nichts zu meckern bei "Hobbs & Shaw"

"The Lion King" bei über 400 Mio. Dollar

Ein ordentliches Geschäft verzeichneten die nordamerikanischen Kinos am Wochenende. Unter "ordentlich" kann analog auch die Premiere des einzigen Neustarters "Hobbs & Shaw", eines Ablegers der "Fast & Furious"-Reihe, verbucht werden. Insgesamt setzten die Top Twelve-Streifen 145 Millionen Dollar um; am Vorjahreswochenende waren es 126 Millionen Dollar, mit "Mission: Impossible - Fallout" mit Tom Cruise und dessen 35 Millionen Dollar in seiner zweiten Woche an der Charts-Spitze.

Gold
60 Millionen Dollar ist den Zuschauern der "Fast & Furious"-Ableger "Hobbs & Shaw" in massiven 4253 Kinos wert gewesen. Der Thriller mit Dwayne Johnson und Jason Statham hat Universal Pictures gigantische 200 Millionen Dollar alleine durch die Produktion, noch ohne Verleih und Marketing, gekostet. Die dürften nach Lage der Dinge nach diesem guten, aber nicht großartigen Debut zumindest alleine durch das Geschäft auf dem Heimatmarkt nicht reinkommen. Analysten kalkulieren mit einem Gesamtergebnis von 140 Millionen Dollar.

Aber das ist kein Grund zur Beunruhigung für die Universal-Manager. Die "Fast & Furious"-Filme sind bekannt für ihr gutes Auslandsgeschäft. Beispielsweise erreichte "The Fate of the Furious", der achte Teil der Saga, 2017 in Nordamerika 225 Millionen Dollar - und im Ausland 1,0 Milliarde Dollar! Bei "Hobbs & Shaw" scheint es ähnlich zu laufen, denn am Premierenwochenende kamen aus dem internationalen Geschäft rund 120 Millionen Dollar zusammen, so dass das weltweite Gesamtergebnis nach einem Wochenende bereits bei 180 Millionen Dollar liegt. Verlustgeschäfte sehen anders aus, selbst wenn das Spin-off nicht mit den Höhepunkten der Mutterreihe wird mithalten können.

Silber
Schwindel erregend sind die Zahlen, die "The Lion King" derzeit verbucht. Der Hattrick in den Charts bleibt dem Abenteuerfilm mit der Stimme von Donald Glover zwar verwehrt, aber ansonsten reibt man sich in der Vorstandsetage von Walt Disney Pictures mal wieder die Hände ob eines weiteren Box Office-Giganten im laufenden Geschäftsjahr.

Mit minus 50 Prozent Zuschauerschwund hielt sich der Umsatzrückgang im Rahmen, und 38 Millionen Dollar flossen am Wochenende in die Kassen für die Neuverfilmung des eigenen Zeichentrickfilmklassikers. Weitere 77 Lichtspielhäuser hatten den Streifen gebucht und damit den Rekord sogar noch ausgebaut. 4802 Spielorte haben "The Lion King" nun im Programm - so viele wie noch nie, und das trotz der Ankunft des ebenfalls nicht gerade kleinen "Hobbs & Shaw".

Wer will es der Branche auch verdenken? Mit insgesamt 430 Millionen Dollar liegt das Werk nun auf Rang zwei des Jahres 2019 hinter "Avengers: Endgame" und dessen 857 Millionen Dollar. Weltweit hat der 260 Millionen Dollar teure Jon Favreau-Film die Milliardengrenze längst hinter sich gelassen und liegt bei 1,2 Milliarden Dollar und damit ebenfalls auf Rang zwei hinter "Avengers: Endgame".

Bronze
Am zweiten Wochenende kommt "Once Upon a Time in Hollywood" auf 20 Millionen Dollar, was einem schon empfindlicheren Rückgang um minus 51 Prozent im Wochenendvergleich entspricht. Mit 41 Millionen Dollar zur Premiere konnte sich Quentin Tarantino über den umsatzstärksten Start in seiner Karriere freuen, aber sollte das Drama nun nicht Durchhaltevermögen beweisen, liegt das beste Gesamtergebnis seiner Karriere, die 162 Millionen Dollar von "Django Unchained" aus dem Jahr 2012, außer Reichweite. Auf unverändert 3659 Spielplänen steht die 90 Millionen Dollar teure Columbia Pictures-Produktion, die bis jetzt alles in allem 79 Millionen Dollar umgesetzt hat.

Auf den Plätzen
Vierter ist "Spider-Man: Far from Home" (5. Woche / bisher insgesamt 360 Millionen Dollar); Fünfter ist "Toy Story 4" (7. Woche / 410 Mio.); Sechster ist "Yesterday" (6. Woche / 68 Mio.); Siebter ist das Awkwafina-Drama "The Farewell" (4. Woche / 7 Mio.); Achter ist der Kaya Scodelario-Horrorfilm "Crawl" (4. Woche / 36 Mio.); Neunter ist "Aladdin" (11. Woche / 350 Mio.) und schließlich Zehnter "Annabelle Comes Home" (6. Woche / 71 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)

Eine weitere Komödie, die floppt. Komödien bleiben das derzeit schwierigste Genre, und es sollte nicht verwundern, wenn die Filmstudios zögerlicher werden, diese zu produzieren, und wir immer weniger davon zu sehen bekommen. "Stuber" erreicht in vier Wochen nur 22 Millionen Dollar. Das Dave Bautista-Werk hat 20th Century Fox glücklicherweise nur 16 Millionen Dollar gekostet.


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