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Monsieur Claude und seine Töchter - Mit erhobenem...geht
Monsieur Claude und seine Töchter - Mit erhobenem Zeigefinger: Papa Koffi (Pascal Nzonzi) und Papa Verneuil (Christian Clavier) bleiben streng, wenn es um die interkulturelle Liebe ihrer Kinder geht
© Neue Visionen Filmverleih

TV-Tipps für Sonntag (11.8.): Christian Clavier hat Vorurteile

Sat1 zeigt "Monsieur Claude und seine Töchter"

Lachen oder schmachten heißt es am Sonntagabend im Hauptprogramm. Sat1 zeigt den französischen Publikumsrenner "Monsieur Claude und seine Töchter", während RTL2 den spanischen Hit "Drei Meter über dem Himmel" sendet.

"Monsieur Claude und seine Töchter", Sat1, 20:15 Uhr
Ein katholisches Elternpaar (Chantal Lauby und Christian Clavier) sieht sein Leben auf den Kopf gestellt, als seine vier Töchter Männer unterschiedlicher Herkunft und Religionen heiraten.

"Qu’est-ce qu’on a fait au Bon Dieu?" - "Was haben wir um Gottes Willen getan?", so der Originaltitel - war 2014 ein gigantischer Erfolg in seinem Heimatland Frankreich: 12 Millionen Zuschauer sahen die Komödie von Regisseur und Drehbuchautor Philippe de Chauveron, die umgerechnet 12 Millionen Dollar gekostet hatte und weltweit etwa 150 Millionen Dollar einspielte. Keinen geringen Teil an diesem Riesenerfolg hatte auch das deutsche Publikum: 3,7 Millionen Karten gingen für den Streifen über die Kinotheken. In Spanien kam das Werk ebenfalls hervorragend an und erhielt eine Nominierung als "Bester europäischer Film" bei den Spanischen Filmpreisen.

Der im westfranzösischen Chinon spielende, aber hauptsächlich in Paris und in der Normandie gedrehte Film erhielt überwiegend positive Kritiken, wobei manch Rezensent bemängelte, dass er es sich mit dem Rassismus-Thema allzu einfach mache. Auf jeden Fall traf der witzige und gutmeinende Streifen aber offensichtlich einen internationalen Nerv.

Dieses Jahr kam die Fortsetzung "Qu'est-ce qu'on a encore fait au bon Dieu?" in die Kinos, die ebenfalls von de Chauveron geschrieben und inszeniert worden, mit 6,7 Millionen Besuchern im Nachbarland aber nur noch halb so erfolgreich gelaufen ist.

Kritiker Pierre Vavasseur lobte in "Le Parisien": "Man muss diesen Film einfach mögen, weil er ganz einfach voller Menschlichkeit, Intelligenz und erfrischender Großzügigkeit ist."



"Drei Meter über dem Himmel", RTL2, 20:15 Uhr
Eine Frau (María Valverde) aus gutem Hause und ein draufgängerischer Straßenrennfahrer (Mario Casas) verlieben sich trotz ihrer völlig unterschiedlichen sozialen Herkunft.

Eine Schmonzette, wie sie im Buche steht. Und zwar in dem des italienischen Autoren Federico Mocchia, dessen Liebesromane unter italienischen Jugendlichen sehr beliebt sind. Nachdem 2006 in seinem Roman "Ho voglia di te" ("Ich steh auf dich") der Brauch, Vorhängeschlösser an der Milvischen Brücke in Rom anzubringen, erwähnt wurde, löste das prompt einen Schlösser-Boom an der Brücke aus.

Seinen ersten Roman "Tres metros sobre el cielo" ("Drei Meter über dem Himmel") aus dem Jahr 1992 verfilmten indes die Spanier. Regisseur Fernando González Molina ("Das Tal der toten Mädchen") und Drehbuchautor Ramón Salazar ("Tini: Violettas Zukunft") lassen in dem Drama mit seiner altbekannten Geschichte kaum ein Klischee aus und treiben die Süße in Diabetes-Höhen. Aber selbst diejenigen, die darüber die Nase rümpfen, müssen zugeben, dass die geschickte Regie, die charismatischen Darsteller mit ihren authentischen Porträts und der gute Soundtrack sich zu einem mitreißenden und gefühlvollen Ganzen verbinden.

In Spanien wurde "Tres metros sobre el cielo" 2010 ein großer Erfolg und spielte bei Kosten von rund 2,5 Millionen Euro rund 10 Millionen Euro ein. Daher erschien zwei Jahre später die Fortsetzung "Tengo ganas de ti" ("Ich steh auf dich"), der auf dem erwähnten Roman "Ho voglia di te" von Federico Mocchia basierte. In Deutschland kam "Tres metros sobre el cielo" nicht ins Kino, sondern feierte seine Premiere nur auf Disc.

Kritiker Peter Osteried schrieb in "Kino-Zeit": "Den Soap Opera-Elementen muss man natürlich gewachsen sein, sie sind aber auch natürlicher Bestandteil dieser Art von Geschichte, wobei sich durchaus auch ein paar Momente echter Filmmagie ergeben. Die Beziehung der beiden Hauptfiguren ist süß, ein bisschen klischiert, aber immer unterhaltsam gestaltet. Kein Meisterwerk, aber ein alles in allem ordentlicher Film."



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