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Wer ist Hanna? - Saoirse Ronan
Wer ist Hanna? - Saoirse Ronan
© Sony Pictures

TV-Tipps für Samstag (14.9.): Saoirse Ronan ist eine Kampfmaschine

Pro7 zeigt "Wer ist Hanna?"

Spielfilm-Fans kennen am Samstagabend nur einen Sender: Pro 7. Zwei junge Helden sind dort im Einsatz: Erst im Hauptprogramm Brenton Thwaites in dem Science Fiction-Film "The Giver" und direkt anschließend im Spätprogramm Saoirse Ronan als "Hanna".

"Hüter der Erinnerung - The Giver", Pro7, 20:15 Uhr
In einer scheinbar perfekten Gemeinschaft, die keine Kriege, keinen Schmerz, kein Leiden und keine Unterschiede kennt, wird ein junger Mann (Brenton Thwaites) ausgewählt, um von einem Alten (Jeff Bridges) etwas über die wahren Leiden und Freuden der Welt zu erfahren.

Seit dem Erscheinen des Jugendromans "The Giver" der US-Autorin Lois Lowry im Jahr 1993 wollte Jeff Bridges eine Leinwandversion produzieren und seinem Vater Lloyd Bridges die Titelrolle anvertrauen. Doch die Realisierung zog sich hin, die Rechte wanderten hin und her - und als 2013 endlich in den südafrikanischen Städten Johannesburg und Kapstadt die Kameras liefen, war Bridges Sr. leider schon 15 Jahre tot. So übernahm Produzent Jeff selbst den Part in der Weinstein Company-Produktion und übertrug dem australischen Filmemacher Philip Noyce die Regie.

"The Giver" überzeugt als ein Plädoyer für die Freiheit des Individuums und ist von Noyce mit visueller Anmut in Szene gesetzt, die ein Leben mit und ohne Emotionen durch den Einsatz von Schwarzweiß und Farbe gekonnt kontrastiert. Zwar wird der US-Science Fiction-Film den Ideen des Romans nicht ganz gerecht, regt aber dennoch zum Nachdenken an.

Für Bridges und sein Team sollte die Premiere des Werks 2014 eine Enttäuschung werden: Die Kritiker mochten den Streifen nicht, und mit weltweit bloß 67 Millionen Dollar floppte die 25 Millionen Dollar teure Literaturverfilmung.

Kritikerin Louise Keller schrieb in "Urban Cinephile": "Mit unübertrefflichem Geschick verbindet Philip Noyce alle Verwicklungen der Handlung mit den Parallelen zum Zustand unserer Welt und verschmelzt Fantasy- und Thriller-Elemente mit einem prächtigen emotionalen Herzstück."



"Wer ist Hanna?", Pro7, 22:00 Uhr
Ein 16-jähriges Mädchen (Saoirse Ronan) wird von ihrem Vater (Eric Bana) zur perfekten Attentäterin ausgebildet. Ihr Ziel: Eine rücksichtslose Geheimagentin (Cate Blanchett) auszuschalten, die es auf das Leben von Vater und Tochter abgesehen hat.

Ein ziemlicher Sprung für den englischen Regisseur Joe Wright ("Darkest Hour"), der bis dahin mit sehr gesetzten Werken wie "Stolz und Vorurteil" oder "Abbitte" geglänzt hatte. Mit "Hanna" kredenzte er 2011 kinetisch aufgeladene Action, die auch in den Studios in Babelsberg und dessen Finale im Berliner Plänterwald gedreht wurden.

Dem Filmemacher gelang eine coole, einmalige Version eines Rache-Thrillers, auf viele Märchen anspielend, unterlegt mit pulsierender Filmmusik von The Chemical Brothers. Die großartigen schauspielerischen Leistungen - insbesondere von Titelheldin Saoirse Ronan, die damals tatsächlich 16 Jahre alt war - und die knackig choreographierten Action-Szenen machen das Sehvergnügen komplett.

Im Kino wollten trotz der recht guten Kritiken leider zu wenige Zuschauer wissen, wer Hanna ist. Die US-Produktion hatte Focus Features 30 Millionen Dollar gekostet und floppte mit weltweit nur 63 Millionen Dollar.

"Ein perfektes Beispiel dafür, wie visuelles Filmemachen eine eigentlich unterdurchschnittliche Geschichte auf ein neues Level heben kann", lobte Kritiker Tom Clift für "Moviedex".



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