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US-Filmstarts: Trumpft der "Joker" den Oktober-Rekord?

Renée Zellwegger brilliert als "Judy"

Erst letztes Jahr hat mit "Venom" eine Comic-Verfilmung einen Doppelrekord für den Oktober aufgestellt: Mit 4250 Kinos hatte keine Produktion mehr Premierenkinos eingeräumt bekommen und mit 80 Millionen Dollar kein Film ein besseres Premierenwochenende hingelegt. Diese Rekorde sind jetzt hinfällig.

Denn Warner Brothers Pictures starten "Joker" in massiven 4374 Spielstätten, und Analysten erwarten bis zu 85 Millionen Dollar am Wochenende, das bereits gestern Nachmittag mit Vorpremieren eingeläutet worden ist. Todd Philipps' Kriminalfilm, der die Vorgeschichte des Batman-Gegenspielers erzählt, der von Joaquin Phoenix gegeben wird, kommt mit der Empfehlung des Gewinns des Goldenen Löwen der Filmfestspiele von Venedig. Auch die Mundpropaganda ist hervorragend, während sich in die anfangs hymnischen Kritiken nun auch die ein oder andere kritische gemischt hat.

Aufgrund der Erfahrungen der Schießerei in Aurora im US-Bundesstaat Colorado, bei der zur Premiere von "The Dark Knight Rises" am 20. Juli 2012 eine Art selbsternannter Joker zwölf Menschen erschossen und 70 verletzt hatte, haben die Polizei in Los Angeles und New York City angekündigt, Präsenz rund um Kinos zu zeigen, die "Joker" spielen. Ob die Diskussionen um weitere durchgeknallte Gewalttäter einen abschreckenden Effekt auf Kinogänger haben werden, wird man am Montag wissen, wenn die Umsatzzahlen für die 64 Millionen Dollar teure Produktion auf dem Tisch liegen.

Mit nur 461 Lichtspielhäusern schaffte es das britische Drama "Judy" letztes Wochendende in die Top Ten. Nun expandieren Roadside Attractions den Streifen von Rupert Goold ("True Story") landesweit in 1450 Filmtheater. Für ihre Darstellung von Judy Garland ist Renée Zellweger schon als Oscar-Anwärterin im Gespräch, und auch das Werk selbst wird positiv beurteilt. Branchenkenner rechnen mit 3 Millionen Dollar.

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