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Judy (2020)

Das Drama erzählt von den letzten Auftritten der Hollywoodschauspielerin und Sängerin Judy Garland 1968 in London.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.0 / 5

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Im Jahr 1939 spielt die jugendliche Judy Garland (Darci Shaw) die Hauptrolle in "Der Zauberer von Oz". Der Studioboss Louis B. Mayer (Richard Cordery) verlangt von seinem Teenager-Star, reibungslos zu funktionieren und auf Freizeit zu verzichten. Im Jahr 1968 befindet sich Judy Garland (Renée Zellweger) als Sängerin auf einer Bühnentournee, an der auch ihre beiden Kinder Lorna (Bella Ramsey) und Joey (Lewin Lloyd) teilnehmen.

Weil das Hotel wegen Judys Geldmangel nicht bezahlt ist, finden die Drei spät abends keine Unterkunft in Los Angeles und kreuzen bei Sid Luft (Rufus Sewell), dem Vater der Kinder, auf. Sid beantragt das Sorgerecht für die Kinder, damit sie regelmäßig zur Schule gehen können. Judy ist entschlossen, die Kinder wieder zu sich zu holen, aber dafür braucht sie erst einmal Geld und ein neues Zuhause.

In den USA verblasst der Ruhm des Hollywoodstars bereits, aber aus London kommt das Angebot, fünf Wochen im West-End-Theater "Talk of the Town" zu singen. Die Premiere ist ausverkauft, doch Judy, die unter Schlaflosigkeit leidet und trinkt, will nicht auftreten. In letzter Minute gelingt es der jungen Theater-Assistentin Rosalyn Wilder (Jesse Buckley), Judy auf die Bühne zu lotsen. Die Show wird ein Riesenerfolg – aber es stehen so viele weitere Abende bevor…

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse4 / 5

Judy Garland wurde bereits im Alter von 17 Jahren eine Hollywoodlegende, als der Klassiker "Der Zauberer von Oz" 1939 in die Kinos kam. Den Song "Somewhere Over the Rainbow", den sie in ihrer Hauptrolle der Dorothy sang, trägt sie auch fast 30 Jahre später noch auf der Bühne vor. Das Ende ihrer Karriere vereint im Winter 1968 in London noch einmal Licht und Schatten, Glanz und Elend eines Lebens für die Show. Das Drama des britischen Regisseurs Rupert Goold ("True Story – Spiel um Macht"), der das Londoner Almeida Theatre leitet, basiert auf dem Theaterstück "End oft the Rainbow" von Peter Quilter. Dem Londoner Gastspiel Judy Garlands – sechs Monate vor ihrem frühen Tod – stellt der Film Rückblenden zu den Anfängen in Hollywood gegenüber, an die sich die Schauspielerin oft schmerzlich erinnert.

Der Film lebt ganz vom herausragenden Schauspiel Renée Zellwegers, die auch die Lieder selbst singt. Sie stellt Judy Garland zerbrechlich, seelisch geschunden dar, aber auch als Bühnenprofi mit unglaublichem Stehvermögen und einem Talent, das die Londoner von den Sitzen reißen kann. Es ist einfach großartig, Zellweger dabei zuzuschauen, wie sie den inneren Kampf, den Judy Garland führt, in ihr Mienenspiel übersetzt. Judy Garland kann nicht schlafen, hat kein Heim, niemanden, der sie in den Arm nimmt. In einer bewegenden Szene verbringt sie mit einem schwulen Londoner Paar, das zu ihren langjährigen Fans zählt und das sie gerade kennengelernt hat, einen entspannten häuslichen Abend. Dann schleppt sie, auf der Suche nach Geborgenheit, den viel jüngeren Verehrer Mickey Deans (Finn Wittrock) vor den Traualtar. Wie jeder große Star aber braucht Judy am meisten die Liebe des Publikums.

Was diesen schönen und berührenden Film so traurig macht, ist die Gegenüberstellung von Judy Garlands Londoner Zeit mit ihren Anfängen im Hollywoodstudio von Louis B. Mayer. Denn der Studioboss beutet die Jugendliche gnadenlos aus, eine Aufpasserin verbietet ihr das Essen, sie hat keine geregelte Ruhezeit, bekommt Tabletten für die verschiedensten Zwecke. Als dann in London die herzliche Assistentin Rosalyn – ebenfalls beeindruckend gespielt von Jessie Buckley – Judy Garland eine Torte schenkt, traut sich diese kaum, davon zu kosten. Nie durfte das Mädchen Judy über die Stränge schlagen. Und nun kommt Judy Garland, die so früh gelernt hat, zu funktionieren, mit ihrer unterdrückten Seite eines Menschen mit Schwächen und Bedürfnissen nicht zurecht.

Fazit: Das bewegende Drama des britischen Regisseurs Rupert Goold schildert die wechselhaften letzten Konzertauftritte Judy Garlands im Jahr 1968 in London. Es stellt diese Episode auf erhellende Weise Szenen im Hollywood des Jahres 1939 gegenüber, als die noch minderjährige Judy Garland zum gnadenlos ausgebeuteten Star in "Der Zauberer von Oz" wurde. In London muss die Diva ihre Einsamkeit selbstzerstörerisch betäuben, ringt sich aber auch grandiose Showmomente ab. Renée Zellwegers herausragende Darstellung macht den Film zum Ereignis.




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Land: Großbritannien
Jahr: 2020
Genre: Drama, Biopic
Länge: 118 Minuten
Kinostart: 02.01.2020
Regie: Rupert Goold
Darsteller: Finn Wittrock als Mickey Deans, Renée Zellweger als Judy Garland, Rufus Sewell als Sidney Luft
Verleih: eOne Germany

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