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Joker - Joaquin Phoenix
Joker - Joaquin Phoenix
© Warner Bros.

Kinocharts USA (4. - 6.10.): Der "Joker" trumpft auf!

Oktober-Rekord mit 93 Millionen Dollar

Am Wochenende gab es in Nordamerika nur einen Neustarter - aber der hatte es in sich. Der "Joker" trumpft auf und führt mit seinem Oktober-Rekordstart die Top Twelve zu guten 141 Millionen Dollar, was allerdings hinter den sehr guten 170 Millionen Dollar des Vorjahres zurück bleibt. Vor Jahresfrist debutierte "Venom" mit Tom Hardy und 80 Millionen Dollar an der Spitze.

Gold
Der erste Rekord fiel schon, bevor sich der erste Vorhang hob: Mit 4375 Kinos ist noch kein Film so massiv in einem Oktober gestartet wie "Joker". Bislang gehörte dieser Rekord "Venom", der letztes Jahr seine Premiere auf 4250 Spielplänen feierte. Der zweite Oktober-Rekord, ebenfalls von "Venom" und dessen 80 Millionen Dollar aufgestellt, war dann am Sonntagabend Geschichte. Mit 96 Millionen Dollar übertraf der Joaquin Phoenix-Film diese Summe deutlich - und dass obwohl er mit seiner Altersfreigabe "R - Restricted" einen Großteil des jugendlichen Publikums ausschließt.

Mit dem Mega-Start in Sachen Kinoanzahl löste die 70 Millionen Dollar teure Warner Brothers Pictures-Produktion "Abominable" ("Everest - Ein Yeti will hoch hinaus") als aktuell meistgespieltes Werk in Kanada und den USA ab. Aus dem Ausland kommen für "Joker" 140 Millionen Dollar hinzu, so dass nach drei Tagen bereits 236 Millionen Dollar zu Buche stehen! Angesichts der guten Kritiken und enthusiastischen Zuschauerreaktionen dürfte noch ein dicker Batzen dazukommen.

Silber
Spitzenreiter "Abominable" ("Everest - Ein Yeti will hoch hinaus") verliert durch "Joker" nicht nur die Kinokassenkrone, sondern auch den Status als meistgespielter Film, obwohl am zweiten Wochenende weitere sechs Lichtspielhäuser den Animationsstreifen nachgebucht haben. 4248 Spielorte haben die 75 Millionen Dollar teure Universal Pictures-Produktion, die gute Kritiken erhalten hat, nun im Programm. 11 Millionen Dollar gaben die Familien für das Werk mit der Stimme von Joseph Izzo aus und schraubten das Gesamtergebnis auf 37 Millionen Dollar. Das entspricht einem gemäßigten Zuschauerschwund von lediglich minus 42 Prozent.

Bronze
Ebenfalls einen Rang runter ging es für "Downton Abbey", der 8 Millionen Dollar am dritten Wochenende verbuchte. Mit jetzt insgesamt 73 Millionen Dollar ist das britische Drama auf dem besten Weg, der umsatzstärkste Streifen für seinen Verleiher Focus Features zu werden. Die TV-Adaption mit Elizabeth McGovern, die sehr gute Kritiken erhalten hat, verlor mit bloß minus 44 Prozent ebenfalls nur gemäßigt Besucher. 158 Filmtheater hatten das 20 Millionen Dollar teure Werk zusätzlich auf die Leinwände gebracht, so dass es aktuell in 3548 Spielstätten zu sehen ist.

Auf den Plätzen
Vierter ist der Jennifer Lopez-Kriminalfilm "Hustlers" (4. Woche / bisher insgesamt 91 Millionen Dollar); Fünfter ist "It Chapter Two" (5. Woche / 202 Mio.); Sechster ist das Renée Zellweger-Drama "Judy" (2. Woche / 9 Mio.); Siebter ist "Ad Astra" (3. Woche / 43 Mio.); Achter ist "Rambo: Last Blood" (3. Woche / 40 Mio.); Neunter ist der Bollywood-Neustarter "War" (1. Woche / 2 Mio.) und schließlich Zehnter "Good Boys" (8. Woche / 82 Mio.).

Raus mit Applaus (oder auch nicht)
The king has left the building. "The Lion King", that is.
Die Kritiker waren wenig beeindruckt von der Neuverfilmung des Animationsstreifens aus dem Jahr 1994, bei dem im Grunde für 260 Millionen Dollar nur Zeichentrick durch CGI ersetzt worden ist. Und mit Sicherheit erhielt dieses Remake nicht die Lorbeeren, die Regisseur Jon Favreau drei Jahre zuvor für seine Neuverfilmung von "The Jungle Book" erhalten hatte. Aber all das - auch die nicht gerade enthusiastischen Zuschauerreaktionen - ist vollkommen egal. Denn mit gigantischen 541 Millionen Dollar in elf Wochen ist das Werk mit der Stimme von Donald Glover der zweiterfolgreichste Film des Jahres 2019 hinter "Avengers: Endgame". In einigen Ländern wie Deutschland ist er sogar der erfolgreichste. Aus dem Ausland kommen irrwitzige 1,1 Milliarden Dollar hinzu, so dass das weltweite Gesamtergebnis bei 1,6 Milliarden Dollar liegt - auch das ist für Platz zwei hinter "Avengers: Endgame" gut. Beides Titel von Walt Disney Studios. Also alles richtig gemacht, Disney!

Am siebten Wochenende ist Charts-Schluss für "Angel Has Fallen". Der dritte Thriller, in dem Gerard Butler als Präsidentenbeschützer zu sehen ist, kostete Lionsgate Films 40 Millionen Dollar und hat 68 Millionen Dollar eingebracht. Das weltweite Einspiel steht bei 127 Millionen Dollar. Auf dem nordamerikanischen Markt ist "Angel Has Fallen" damit der zweiterfolgreichste Part hinter dem Original "Olympus Has Fallen", der es 2013 auf 99 Millionen Dollar brachte; weltweit ist er nur Dritter. Der richtige Zeitpunkt, die Reihe nun zu beenden.


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