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Maleficent 2 - Mächte der Finsternis
Maleficent 2 - Mächte der Finsternis
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Deutsche Filmstarts: Angelina Jolie wird wieder böse

Katharina Thalbach war noch niemals in New York

In dieser Kinowoche geht mit "Maleficent 2" ein großer Hollywood-Blockbuster in Kokurrenz zu dem Udo Jürgens-Musical "Ich war noch niemals in New York", dem Gewinner der Goldenen Palme "Parasites" und dem US-Remake des Susanne Bier-Werks "After the Wedding". Was lohnt den Kinobesuch? Und wann lässt man das Portemonnaie besser stecken?

"Maleficent 2: Mächte der Finsternis"
Fantasy
USA
118 Minuten
FSK 12

Unsere Empfehlung: Ihr könnt, müsst aber nicht!

Die böse Fee Maleficent (Angelina Jolie) und ihre Enkelin Aurora (Elle Fanning) werden durch eine bevorstehende Hochzeit, unerwartete Verbündete und neue dunkle Mächten voneinander entfremdet.

Bei einem weltweiten Umsatz von 758 Millionen Dollar für "Maleficent" vor fünf Jahren hatten Skeptiker einer Fortsetzung des Quasi-Ablegers des Zeichentrickfilms "Sleeping Beauty" um die böse Fee aus dem "Dornröschen"-Märchen schlechte Karten. Aber wenn es sie gab, dann haben sie recht behalten: Warum es des Sequels bedurfte, ist zumindest inhaltlich nicht ersichtlich. Es bleiben die beeindruckende Besetzung und tollen Bilder des US-Fantasy-Films, den der norwegische Regisseur Joachim Ronning ("Pirates of the Caribean: Salazars Rache") für Walt Disney Pictures in Szene gesetzt hat. Die ersten Kritiken für "Maleficent: Mistress of Evil" - so der Originaltitel - fallen gemischt aus.

Unser Kollege Andreas Köhnemann gehört eher zum Contra-Lager: "Ein spektakulär inszenierter Film, der weitere Schauplätze einführt, aber weder gestalterisch noch erzählerisch für sich einzunehmen vermag, da vieles zu unausgegoren oder zu einfallslos geraten ist."

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"Ich war noch niemals in New York"
Musical
Deutschland
128 Minuten
FSK 0

Unsere Empfehlung: Reingehen!

Die Mutter (Katharina Thalbach) der Moderatorin (Heike Makatsch) einer Fernseh-Show beschließt nach einem Unfall mit Gedächtnisverlust, per Schiff nach New York zu reisen, denn das Einzige, an was sie sich erinnern kann ist, dass sie noch niemals in New York war...

Wer die Lieder von Udo Jürgens mag, die schon das Gerüst des gleichnamigen Musicals von 2007 bildeten, ist bei diesem deutschen Musical klar im Vorteil. Aber auch Skeptiker mögen dem schwungvollen und bunten Gute-Laune-Film von Philipp Stölzl ("Der Medicus") etwas abgewinnen, auch wenn die Universal Pictures-Produktion zu lang geraten ist. Die ersten Kritiken sind positiv.

Gut gefallen hat es auch unserer Kritikerin Bianka Piringer: "Unter der Regie von Philipp Stölzl entfaltet der Film seine bonbonfarbene Pracht. In beschwingter Feierlaune pfeifen die Charaktere darauf, wie wenig sie zusammen passen, und geben sich ihren Träumen vom Glück, von Liebe und Erfüllung hin. Die von Udo Jürgens geschriebenen Schlager kommen in der fröhlich naiven, aufgeputschten Stimmung gut zur Geltung."

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"Parasite"
Drama
Südkorea
131 Minuten
FSK 16

Unsere Empfehlung: Reingehen!

Eine arbeitslose Familie hofft, bei einer wohlhabenden Familie ihren Lebensunterhalt zu verdienen - bis sie in einen unerwarteten Vorfall verwickelt wird.

"Gisaengchung" - so der Originaltitel dieser Koch Films-Produktion - ist als Gewinner der Goldenen Palme von Cannes einer der bestbesprochenen Filme dieses Jahr und qualifiziert sich für den Terminus Meisterwerk. Regisseur und Drehbuchautor Joon-ho Bong ("Okja") ist ein eindringliches, brillant vielschichtiges südkoreanisches Drama gelungen, das aktuelle gesellschaftliche Themen handwerklich perfekt und mit rabenschwarzem Humor aufgreift.

Unser Kritiker Christopher Diekhaus ist ebenfalls begeistert. Er vergibt die Höchstwertung: Fünf von fünf Sternen! Er schreibt: "Packend, lustig, nachdenklich stimmend und stark bebildert – definitiv einer der Filme, die man dieses Jahr im Kino nicht verpassen sollte."

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"After the Wedding"
Drama
USA
112 Minuten
FSK 6

Unsere Empfehlung: Spart Euch das Geld!

Die Managerin (Michelle Williams) eines Waisenhauses in Kalkutta reist nach New York City, um eine potentielle Spenderin (Julianne Moore) zu treffen.

2007 war das dänische Drama "Efter brylluppet" ("After the Wedding") von Susanne Bier als "Bester fremdsprachiger Film" für den Oscar nominiert. Die qualitative Messlatte lag nun entsprechend hoch für die amerikanische Neuverfilmung durch Bart Freundlich ("Lieber verliebt"). In dieser Version hat eine Geschlechtsumwandlung stattgefunden - statt Rolf Lassgard und Mads Mikkelsen spielen nun Julianne Moore und Michelle Williams die Hauptrollen in dem US-Drama. Das Ursprungsmaterial ist immer noch gut und die Schauspieler überzeugen, aber ansonsten ist die Telepool-Produktion eine leblose Angelegenheit. Die Kritiken sind gemischt.

Unsere Rezensentin Bianka Piringer rät vom Kinobesuch ab: "Der Film gerät enttäuschend flach. Die komplizierte Familiengeschichte, die eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen verschiedenen Formen menschlicher Verantwortung und Liebe schlägt, wirkt unglaubwürdig."

Hier geht es zu den kompletten Filmstarts


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